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Der Freifunk – ein Beitrag gegen die digitale Spaltung

09.09.201412:52 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Berlin, 09.09.2014: Vernetzung ist ein fester Bestandteil unseres Lebens geworden. Dabei nehmen wir diesen Umstand nicht mal bewusst wahr. Firmen verlegen Leitungen für Dienstleistungen direkt in unser Haus. Telefon und Internet, alles erhalten wir selbstverständlich. Problematisch wird es nur, wenn Leitungen gedrosselt werden, das Netz nicht mal in 3G zur Verfügung steht oder keine Möglichkeit besteht zu telefonieren. In manchen Momenten nervt das fremdgesteuerte Netz, das noch nicht mal Anonymität garantiert. Aber muss denn alles von Unternehmen ausgehen?



Wenn es so viele Graswurzelbewegungen im Sharing-Bereich gibt, darf natürlich auch eine zum Erweitern von Funknetzwerken nicht fehlen. So wurde im Jahr 2002 die Idee des Freifunks geboren. Freifunk.net versteht sich als Plattform für freie Funkvernetzung im gesamten deutschsprachigen Raum. Das Projekt hat sich dem Austausch von Information verschrieben und will anderen Möglichkeiten geben, sich einzubringen. Vernetzung wird vor allem als soziales Projekt betrachtet, es geht um die Bildung oder Stärkung von sozialen Gemeinschaften. Interessierte werden zur Mitarbeit auf den verschiedensten Ebenen eingeladen, organisatorisch, technisch, inhaltlich sowie auf der Ebene konkreter täglicher Arbeit. All das erfolgt selbstverständlich auf Basis freiwilligen, unbezahlten Engagements. Eine konzertierte Anstrengung soll dazu beitragen, dass das Potenzial freier Bürgernetze für das Teilen und Verteilen von Wissen und Bandbreite genutzt wird. Neben der lokalen Vernetzung sucht man auch Austausch und Zusammenarbeit mit internationalen Gruppen und Initiativen.

Um sich als aktiver Freifunkender an diesem Netzwerk zu beteiligen, gibt es verschiedene Wege: Die Software, welche auf dem Router aktiv ist, wird von ehrenamtlichen Mitgliedern geschrieben, Do-It-Yourself Antennen werden gebaut und zum Teil in Workshops entwickelt. Gemeinsam verfassen die Freifunkenden Blogbeiträge, erstellen Werbemittel oder sprechen mit Kommunen und anderen Unterstützern, um den Ausbau voran zu treiben. Wie in Open Source Communities üblich können sich alle Freifunkenden mit ihren Talenten einbringen und dadurch das Projekt bestmöglich voran treiben.

Freifunk ist ein alternatives Netzwerk, welches zum Teilen von Informationen und Dateien ideal ist. Das Internet ist hierfür kein notwendiger Bestandteil, denn ein eigenes Wikipedia, Chats, Telefonie, Teilen von Musik oder ein Livestreaming wie Radio sind problemlos möglich. Somit ist das Netzwerk nur von einer guten Funkverbindung, Strom und guten Ideen abhängig, die durch die Kreativität und das technische Know How der Freifunkenden stetig verbessert werden.

Die interessanteste und wichtigste Funktionen von Freifunk ist das Teilen bzw. Bereitstellen eines Zugangs zum Internet. In Deutschland ist es aufgrund der sogenannten Störerhaftung gesetzlich vorgeschrieben sein Internet zu verschlüsseln. Andernfalls werden die Bereitstellenden des offenen WLAN für den Download von illegalen Inhalten verantwortlich gemacht, nicht die Userin, die die Daten herunterlädt. Die Bereitstellenden haben derzeit mit Kosten bewehrten Abmahnungen wegen illegal heruntergeladenen Inhalten zu rechnen.
Um dieses Problem zu umgehen, haben aktive Freifunkende vor einiger Zeit den Förderverein freie Netzwerke e.V. gegründet und diesen als Telekommunikationsanbieter (Provider) angemeldet. Diese sind in Deutschland von der Störerhaftung ausgenommen. Damit jemand, der einen Freifunk-Router bereitstellt, ebenfalls von der Störerhaftung ausgenommen ist, werden die Daten der Nutzer verschlüsselt und anonym über eine VPN-Verbindung über zwei Server zum Provider des Freie Netzwerke e.V. weitergeleitet. Dieses Verfahren sorgt dafür, dass die IP-Adressen dem Provider zugeordnet werden und die Störerhaftung unwirksam wird.

Eine andere und ebenfalls häufig angewandte Möglichkeit ist, einen im Ausland stehenden Ausgangsserver für den Datenverkehr vom Router ins Internet zu nutzen. Dadurch bekommen die Freifunknutzer eine ausländische IP-Adresse, für die die Störerhaftung z.B. in den Niederlanden oder Schweden nicht gilt. Somit ist der WLAN-Betreiber auch in diesem Fall geschützt.

Freifunk gibt es mittlerweile in vielen Städten in ganz Deutschland mit unterschiedlichen Stoßrichtungen und Ideen und es sieht ganz danach aus, dass sich Freifunk als alternatives Netzwerk weiter etablieren wird. Mehr Infos bei www.peira.org

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