(openPR) Sommer 2014: in 40 Ländern bestimmen bewaffnete Konflikte den Alltag. Im Namen Gottes oder des Geldes sterben täglich weltweit Tausende. Die sicherheitspolitische Lage ist gefährlich wie seit Jahrzehnten nicht mehr. 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges steht fest: die Sehnsucht nach Frieden ist den Menschen zwar seit jeher eigen – und bleibt seit Menschengedenken ebenso unerfüllte Utopie.
Mit Konzerten in Berlin, Mittenwalde (20./21.09.2014) und Paris (19./20.10.2014, unterstützt durch die Deutsche Botschaft Paris) möchte der Hugo-Distler-Chor Berlin an die bislang blutigste Auseinandersetzung der Menschheit erinnern und damit Stellung nehmen: Unsere jahrzehntelange mitteleuropäische Friedensperiode ist alles andere als selbstverständlich.
Im aktuellen a-cappella-Programm „Frieden 2014 – eine Sehnsucht“ erklingen Vertonungen von Texten, die um Frieden beten, bitten, flehen, hoffen. Dreitausend Jahre alte Psalmtexte sind dabei ebenso aktuell wie die des mittelalterlichen Mystikers und spannen sich bis ins 21. Jahrhundert. Die Friedensbitte ist ebenso überzeitlich wie international: neben Musik aus Deutschland sind Werke französischer, englischer, amerikanischer und skandinavischer Komponisten vertreten, die oft direkt im Hinblick auf den Krieg entstanden sind. So schrieb Maurice Ravel 1914, während er an seinen Chansons (auf eigene Texte) arbeitete: „Seit vorgestern diese Sturmglocke, diese weinenden Frauen und vor allem der grauenhafte Enthusiasmus der jungen Leute…“. Der Sänger und Komponist Thomas Jennefelt schließlich fand angesichts des beginnenden Irak-Krieges in den „Gesängen am ersten Abend des Krieges“ keine Worte mehr: Vokalisen des Chores drücken sprachlose Angst und banges Hoffen aus.
Der Glaube ist oft die letzte Quelle der Hoffnung angesichts menschlichen Versagens. Die Friedensbitte im „Agnus Dei“: Dona Nobis Pacem, hier erklingend in der chorsymphonischen Vertonung des Amerikaners Samuel Barber, spendet Zuversicht und macht Mut zur Versöhnung.
Der Chor wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie die Veranstaltung mit einem Hinweis in Ihrem Medium unterstützen würden:
Frieden! Paix!
Ein a-cappella-Programm zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges
Hugo-Distler-Chor Berlin
Samstag, den 20. September 2014 um 18 Uhr
Kirche am Hohenzollernplatz, Berlin
Karten: 8 - 14 EUR
Vorverkauf über 030 / 82 55 284
Frieden! Paix!
Ein a-cappella-Programm zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges
Hugo-Distler-Chor Berlin
Sonntag, den 21. September 2014 um 17 Uhr
St.-Moritz-Kirche, Mittenwalde
Karten: 8 - 14 EUR
Vorverkauf über 030 / 82 55 284
Medienvertreter sind selbstverständlich herzlich zur Aufführung und den Proben in Deutschland (Hauptprobe, 17. September 2014, 19.30 Uhr / Generalprobe, 18. September 2014, 19.00 Uhr / Kirche am Hohenzollernplatz) eingeladen.
Hintergrund: Inspiration und Verpflichtung - Hugo Distler und der Krieg
Der Hugo-Distler-Chor ist durch seinen Namensgeber, dem Komponisten Hugo Distler, aufgefordert, die Wirren und Visionen europäischer Geschichte immer wieder zu bedenken. Distler hat unter beiden Weltkriegen traumatisch gelitten, was sein ganzes kompositorisches Schaffen prägte: Im Vorfeld des Ersten Weltkrieges wird Distler, ohnehin vaterlos aufwachsend, von seiner Mutter verlassen, im Zweiten treibt die Spannung zwischen Nationalsozialismus und Kirche, zwischen Siegeshoffnung und Kriegsschrecken die labile depressive Künstlerpersönlichkeit schließlich in den Freitod.












