(openPR) Sie interessieren sich für Luft- und Raumfahrt oder Erneuerbare Energien und wollen Ingenieurwissenschaften, Physik oder Ähnliches studieren: Die 14 jungen Frauen, die im vergangenen Sommer einen der begehrten Plätze des Hamburger Orientierungs- und Qualifizierungsjahrs Pro Technicale ergatterten, zählen zur weiblichen Nachwuchselite in Sachen Technik und Naturwissenschaften. Dass dabei auch soziale Verantwortung kein Fremdwort für sie ist und sie so richtig zupacken können, bewiesen fünf der Teilnehmerinnen nun kürzlich bei die Initiative „Tatkräftig – Hände für Hamburg“: Sie halfen einer indischen Familie in Not nach ihrem Umzug beim Aufbau der Möbel.
Die vom Rauhen Haus unterstützte bedürftige Familie hatte in ihrer Heimat nie Möbel besessen, die aus Einzelteilen bestehen und entsprechend zusammengebaut werden müssen. Zusätzlich kompliziert machte es die prekäre familiäre Situation: Der Vater spricht kaum Englisch, ein Sohn leidet an frühkindlichem Autismus und die Mutter befindet sich nach der Geburt ihres dritten Kindes noch im Krankenhaus. Somit herrschte Not an Mann – oder eben an Frau. Victoria Fiebach, Sophie Korsmeier, Theresa Reif, Annika Rink und Juliane Springer fackelten nicht lange und meldeten sich als freiwillige Handwerkerinnen. Mit viel Geschick und technischem Knowhow bauten sie Schränke, Kommode und einen Tisch auf – sehr zum Erstaunen der Familie, die den fünf jungen Frauen dies zunächst gar nicht zutraute.
Es ist ein wichtiges Ziel von Pro Technicale, nicht nur Fachwissen zu lehren, sondern auch das Bewusstsein für gesellschaftliche und soziale Verantwortung zu schärfen. Neben Mathe, Physik und technischem Englisch, Hochschulseminaren und Unternehmenspraktika stehen daher auch Kurse in Philosophie und Persönlichkeitsbildung auf dem Stundenplan. „Das selbstverständliche und eigenständige soziale Engagement unserer Teilnehmerinnen zeigt uns, dass unsere Wertevermittlung ankommt“, so Tanja Zeeb, Projektkoordinatorin bei Pro Technicale und Verantwortliche für die philosophischen Inhalte.
„Es war toll zu merken, wie sehr wir mit so einer simplen Sache wie Schränke aufbauen der Familie helfen konnten“, so Pro Technicale-Teilnehmerin Juliane Springer, die Tatkräftig auf der aktivoli-Freiwilligenbörse kennen gelernt und die anderen jungen Frauen zum Mitmachen motiviert hatte. „Und ein gemeinsames Ziel in der Gruppe zu erreichen ist ja auch immer ein schöner Erfolg. Davon abgesehen wurde mir in einem Gespräch mit dem Familienvater mal wieder bewusst, wie viel Glück ich mit meinem Familienhintergrund und den Möglichkeiten, die mir offenstehen, habe.“
Mehr Informationen unter www.protechnicale.de

