openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Nicht den Farbfilm vergessen

18.08.201413:07 UhrKunst & Kultur
Bild: Nicht den Farbfilm vergessen
Der Finsterwalder Sammler und Fotograf Jürgen Schlinger mit dem Farbauszugsverfahren
Der Finsterwalder Sammler und Fotograf Jürgen Schlinger mit dem Farbauszugsverfahren

(openPR) Beim diesjährigen Denkmaltag in Finsterwalde geht es darum, wie die Bilder farbig wurden

Als die junge Nina Hagen 1974 ihren Hit »Du hast den Farbfilm vergessen« sang, gab es den Farbfilm seit knapp 40 Jahren. Einen entscheidenden Beitrag auf dem langen und schwierigen Weg zu farbigen Bildern lieferte der 1834 in Dobrilugk (heute Doberlug-Kirchhain) geborene Kaufmannssohn Hermann Wilhelm Vogel. Er studierte Chemie und arbeitete später als Professor an der königl. Technischen Hochschule zu Berlin-Charlottenburg. Eine seiner wichtigsten Entdeckungen bestand darin, das Aufnahmematerial für die verschiedenen Spektralfarben empfindlich zu machen und dabei dem Tonwert entsprechende Grautöne zu erzeugen. 1936 brachte die Firma Agfa in Wolfen den ersten fehlerfreien farbigen Diapositivfilm auf den Markt, dem später der Negativfilm für farbige Papierbilder folgte. Was Nina Hagen damals nicht wissen konnte: Inzwischen darf man den Farbfilm durchaus vergessen. Die Digitalfotografie hat ihn weitgehend abgelöst und den größten Umbruch in der Geschichte der Fotografie seit 1839 vollzogen.



Das Motto des »Tag des offenen Denkmals« lautet in diesem Jahr »Farbe«. Aus Sicht der Fotografie ein besonders interessantes Thema. Das »Foto-Kino-Museum zum Anfassen« in den Räumen des Finsterwalder Kaufmannshauses »Ad. Bauer’s Wwe.« stellt das Motto daher im September auch mit zahlreichen Aktivitäten und Informationen in den Mittelpunkt des Denkmaltages.

Das zeitgleich stattfindende 175. Jubiläum der Erfindung der Fotografie nimmt der Finsterwalder Sammler und Fotograf Jürgen Schlinger zum Anlass, seine bestehende Ausstellung zu erweitern. In einer eigens zum Denkmaltag eingerichteten Dunkelkammer werden jugendliche Besucher die Möglichkeit haben, Schwarzweiß-Fotos entlang des chemischen Prozesses unter Anleitung des 83-jährigen Schlinger zu entwickeln. Im Kinoraum warten neben einer neuen Reihe von Kinostühlen aus Indien weitere Überraschungen: Mittels einer Laterna Magica können farbige Bilder projiziert und an Betrachtern Farb-Dias angesehen werden. Nimmt der Besucher in einem der historischen Kinostühle Platz, kann er Ausschnitte aus einem der ersten farbigen deutschen Spielfilme »Münchhausen« (1943) mit dem Schauspieler Hans Albers an der Leinwand verfolgen.

Schlingers Nachbau der ersten Serienkamera der Welt, ein Daguerrotype, ergänzte er inzwischen mit Zusatzgeräten nach historischem Vorbild. Dieses seltene Sammelstück gibt es in Deutschland ansonsten lediglich in Museen in Berlin und München zu bestaunen. Anhand der Kamera wird er den Besuchern zeigen, wie einst die ersten Lichtbilder hergestellt wurden. Hiermit konnten wichtige Momente der Zeitgeschichte festgehalten werden; gleichwohl nur in Schwarzweiß.

Am Denkmaltag werden zusätzlich alle übrigen Ausstellungsstücke wie z.B. die sieben Meter lange Jugendstilladentheke, der Lastenaufzug, die Kaffeeröstmaschine und die originale Orthopädie-Werkstatt zu besichtigen sein. Und im Ring-Café wird es natürlich wieder frischen Kaffee und Kuchen geben. Im kommenden November wird an gleicher Stelle die Veranstaltungsreihe „Finsterwalder Stadtgespräche“ mit einem weiteren literarischen Höhepunkt fortgesetzt. Erwartet wird die Schriftstellerin Monika Maron, die aus ihrem aktuellen Buch »Zwischenspiel« lesen wird. Die gemeinsam mit dem Sängerstadtmarketing e.V. durchgeführte kulturelle Veranstaltungsreihe erfreut sich seit vierzehn Jahren einer großen Beliebtheit.


www.ring-cafe-finsterwalde.de/denkmaltag

Termin: Sonntag, 14. September 2014
Öffnungszeit: 10.30-15.30 Uhr
Führungen: 11.00 Uhr, 13.00 Uhr und 15.00 Uhr

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 811299
 1337

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Nicht den Farbfilm vergessen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Ring-Café Finsterwalde

Bild: Ein Gast. Ein Buch. Eine Stunde.Bild: Ein Gast. Ein Buch. Eine Stunde.
Ein Gast. Ein Buch. Eine Stunde.
Die Finsterwalder Stadtgespräche kommen in die gute Stube Wann erfolgen weitere Lockerungen, die einen hoffnungsvollen Ausblick zurück ein normales Leben erlauben? Diese und viele andere Fragen beschäftigen uns in diesen Tagen. Doch strömen mit den Lockerungen dann wirklich umgehend die Kulturbegeisterten zurück in die seit Wochen leerstehenden Veranstaltungsräume? Die Hoffnung bleibt. Gleichwohl gibt es eine erste Studie aus den USA wonach etwa die Hälfte der Befragten angaben, auch nach dem Abflauen der Pandemie nicht mehr oder erst nach v…
24.04.2020
Bild: Wie schaut die Welt heute auf uns?Bild: Wie schaut die Welt heute auf uns?
Wie schaut die Welt heute auf uns?
Staatssekretär Stephan Steinlein beim Finsterwalder Stadtgespräch Ein junger Absolvent des evangelischen Sprachenkonvikts wechselte im Sommer 1990 von Berlin nach Paris. Er war vom damaligen Außenminister Markus Meckel zum Botschafter der ersten frei gewählten DDR-Regierung in Paris berufen worden. Das Sprachenkonvikt war der altsprachliche Ableger der kirchlichen Hochschule Berlin-Zehlendorf gewesen. Der Bau der Mauer ließ daraus eine eigenständige Hochschule in Ostberlin jenseits der staatlichen Universitäten werden. Und Markus Meckel form…
30.09.2019

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: „IN BERLIN“ - Kulturtalk.de Gewinnspiel zum KinostartBild: „IN BERLIN“ - Kulturtalk.de Gewinnspiel zum Kinostart
„IN BERLIN“ - Kulturtalk.de Gewinnspiel zum Kinostart
… intimen Blick auf die Menschen der Stadt - Einheimische, Zugezogene und Besucher. Zum Kinostart von „IN BERLIN“ verlosen die Kultur-Community „Kulturtalk.de“ und der „farbfilm verleih“ drei mal zwei Kinokarten für den Film „IN BERLIN“. Die Teilnahme ist unkompliziert: Kostenlos unter www.kulturtalk.de anmelden, die Gewinnspielfrage richtig beantworten und …
Vor 70 Jahren: Der erste moderne Farbfilm der Welt wurde in Wolfen erfunden
Vor 70 Jahren: Der erste moderne Farbfilm der Welt wurde in Wolfen erfunden
… erste Ort in Sachsen-Anhalt, der sich im Rahmen der Kampagne besonders präsentieren wird. Am Samstag, den 07. Januar 2006, 14 Uhr, findet die Eröffnungsveranstaltung "70 Jahre Farbfilm aus Wolfen" statt. Sie läutet das gleichnamige Themenjahr des Museums ein: 1936 wurde in der damals zweitgrößten Filmfabrik der Welt mit dem Agfacolor-Neu-Film der erste …
Bild: 6. Bundesfototag der GfF anläßlich des Jubiläums "70 Jahre Farbfilm aus Wolfen"Bild: 6. Bundesfototag der GfF anläßlich des Jubiläums "70 Jahre Farbfilm aus Wolfen"
6. Bundesfototag der GfF anläßlich des Jubiläums "70 Jahre Farbfilm aus Wolfen"
… Förderverein Industrie- und Filmmuseum Wolfen sowie das Industrie- und Filmmuseum Wolfen (IFM) zum 6. Bundesfototag ein. Den feierlichen Rahmen bildet das Jubiläum "70 Jahre Farbfilm aus Wolfen". Am 17. Oktober 1936 stellte der Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung der Filmfabrik Wolfen, Prof. John Eggert in Berlin den ersten praktikablen Farbfilm …
Internet-Kaufberatung für Kameras von Holga
Internet-Kaufberatung für Kameras von Holga
… zu rund 100 Möglichkeiten der Kombinationen von unterschiedlichen Filmen und Kameras. Sogar spezielle Themen werden angeschnitten und beantwortet. Was ist zum Beispiel ein unmaskierter Farbfilm oder welche Empfehlungen werden für Cross-Filme gegeben, verträgt eine Holga auch 1600 ISO oder gibt es für sie auch orthochromatisches Filmmaterial? Aus dem …
Bild: Über die Fotografin Sibylle BergemannBild: Über die Fotografin Sibylle Bergemann
Über die Fotografin Sibylle Bergemann
… und trotzdem ein Geheimnis. Ach, was sage ich, man möchte gleich einen Roman schreiben, wenn man die beiden schönen Missmutigen auf Rügen betrachtet. Hier hat jemand ganz bewusst den Farbfilm vergessen, (...) So ging es mir mit allen anderen Fotos der Bergemann auch, ich sah etwas, was ich mir früher immer wünschte, als ich es mir noch leisten konnte, …
Unverwüstlicher Beschützer - PEARL Xcase PROtector 590 sichert Kamera gegen Staub und Wasser
Unverwüstlicher Beschützer - PEARL Xcase PROtector 590 sichert Kamera gegen Staub und Wasser
„Du hast den Farbfilm vergessen“, schimpfte bereits Nina Hagen – schöne Fotos gehören einfach zu einem unvergesslichen Urlaub. Der Xcase PROtector 590 schützt Digital- oder Spiegelreflexkameras sicher vor Feuchtigkeit, Erschütterungen und Staub. Dank extrem zuverlässiger Gummidichtung dringt nichts nach innen und die Verstärkungsrippen an der Außenseite …
On the Trek: Mit der analogen Kamera unterwegs in Norwegen
On the Trek: Mit der analogen Kamera unterwegs in Norwegen
… im Gepäck. Nicht so der Dachauer Fotograf Florian Schott: Das Crowdfunding-Projekt "On the Trek" dokumentiert die Entstehung eines Bildbandes unter Verwendung von klassischem Farbfilm. Wenn heutzutage ein Bildband entsteht, dann greift man üblicherweise zur Digitalkamera. Kein Wunder, denn diese bietet viele Vorteile wie die schnelle Verfügbarkeit. …
Bild: „Warten auf Angelina“ - Fototalk.de Gewinnspiel zum KinostartBild: „Warten auf Angelina“ - Fototalk.de Gewinnspiel zum Kinostart
„Warten auf Angelina“ - Fototalk.de Gewinnspiel zum Kinostart
… „Brangelina“-Fan Momme Ulmer (Kostja Ullmann), auf ihn warten. Zum bundesweiten Kinostart am 8. Januar 2009 von „Warten auf Angelina“ verlosen die Fotografie-Community „Fototalk.de“ und der „farbfilm verleih“ tolle Preise. 1.- 4. Preis je 2 Freikarten für den Film „Warten auf Angelina“ 5.- 8. Preis „Digital Fotografieren - einfach und verständlich" …
Bild: Wo Ohren Augen machen - die DJ Software Digiscratch2Bild: Wo Ohren Augen machen - die DJ Software Digiscratch2
Wo Ohren Augen machen - die DJ Software Digiscratch2
Ähnlich wie beim Sprung vom Schwarzweißfilm zum Farbfilm läutet das Dresdner Softwareunternehmen ALCATECH bei den so genannten Vinylemulationen eine neue Runde ein. Dabei handelt es sich um Programme, die es ermöglichen Audiodateien auf dem Rechner durch ein herkömmliches DJ Set Up zu steuern. Zusätzlich zum gewohnten Handling erhält der DJ eine Vielzahl …
Bild: Lokaler Blick - regionales Branchenbuch für Unternehmen stellt sich vorBild: Lokaler Blick - regionales Branchenbuch für Unternehmen stellt sich vor
Lokaler Blick - regionales Branchenbuch für Unternehmen stellt sich vor
… (Wörlitzer Park), Lutherstadt Wittenberg (Lebensmittelpunkt von Martin Luther und Philipp Melanchthon) oder auch Köthen (Wirkungsstätte von Johann-Sebastian-Bach) und Bitterfeld-Wolfen (hier wurde der Farbfilm erfunden). Lokaler Blick soll den regionalen Bezug zu den Unternehmen und deren potentiellen Kunden schaffen, Infomagnet und Plattform des "was ist wo" …
Sie lesen gerade: Nicht den Farbfilm vergessen