(openPR) Wer den schlanken, sportlich wirkenden Mann sieht, wird kaum glauben, dass Uli Scherb erst vor wenigen Wochen eine Herzoperation hinter sich gebracht hat. Er selbst war überrascht, wie schnell es ihm nach dem Eingriff besser gegangen ist. Als im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt eine Rehabilitation anstand, entschloss Scherb sich auf Empfehlung verschiedener Ärzte diese für ihn heimatnah in der Alice Park Reha durchzuführen. Zunächst war er eher skeptisch, weil die Therapien hier ambulant stattfinden. „Aber dann fand ich das super“, erzählt Scherb rückblickend am letzten Tag seiner Reha. Zum einen fühlte er sich fit genug, den Weg zum Alice Reha Park in direkter Nähe zu der Mathildenhöhe mit dem Fahrrad zu bewältigen. Zum anderen genoss er, täglich nach seinem Programm, nach Hause in seinen normalen Alltag zurückkehren zu können. „So war ich schnell wieder auch unter gesunden Menschen“, sagt er.
„In Hessen gibt es nur sehr wenige ambulante kardiologische Rehabilitationsplätze“, so der Diplom-Sportlehrer Martin Elsner vom Alice Park Reha Zentrum. Vor allem selbständige Berufstätige würden das Angebot gerne nutzen, führt der 36-Jährige aus, der bereits seit etwa sieben Jahren und damit seit der Eröffnung im Zentrum tätig ist. Aber auch für alle anderen Patienten bietet das ambulante Konzept Vorteile. Indem die Patienten am Nachmittag in ihr normales Umfeld zurückkehren, können sie das Gelernte gleich zuhause umsetzten und erproben. Das ist besonders bei kardiologischen und vaskulären Erkrankungen von Bedeutung. Denn deren Hauptursachen, wie Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck, Bewegungsmangel sind durch das eigene Verhalten beeinflussbar.
„Daher spielt nach der akuten Intervention für Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen die Rehabilitation eine ganz entscheidende Rolle“, sagt Dr. Albrecht Charrier, Chefarzt des Zentrums, der selbst auch Kardiologe und Intensivmediziner ist. Gerade bei einer Pumpleistungsstörung sei es wichtig, frühzeitig mit einem Training zu beginnen. „Wenn die Skelettmuskulatur besser wird, ist der Herzmuskel entlastet“, sagt Charrier.
Neben Standardangeboten, die von den Kostenträgern vorgeschrieben sind, bietet das Team aus Sport-, Physio- und Ergotherapeuten, Ärzten, weiteren medizinischen Fachangestellten, Psychologen, Sozialdienstmitarbeitern, Ernährungsberatern und Verwaltungskräften zusätzliche Leistungen an. Dazu gehören etwa Qi Gong, Lauftraining und spezielle Schulungen. Weil es wichtig ist, dass die Betroffenen selbst verstehen, welche Ursachen zu ihrer Erkrankung geführt haben und wie sie ihr Verhalten ändern können, gibt es außerdem spezielle Seminare, Kurse zur Raucherentwöhnung, Entspannungstechniken oder eine Lehrküche zum selbständigen Kochen von gesunden Gerichten. Sie unterstützen die Patienten, auch langfristig erfolgreich zu sein und am besten dabei auch noch Spaß zu haben. „Wir möchten hier niemandem ein schlechtes Gewissen machen“, sagt Charrier, „sondern den Menschen helfen, Gesundwerden zu erleben.“
Um das zu erreichen, bekommt in der Alice Park Reha jeder eine individuell maßgeschneiderte Therapie. „Wir sind eine relativ kleine Einrichtung und kennen unsere rund 40 Patienten“, so der Sportlehrer Elsner, „wenn wir merken, jemandem tun zum Beispiel entspannende Übungen gut, dann planen wir diese verstärkt“. Dabei bezieht das Team auch die Wünsche der Patienten mit ein. Ein Umstand, der auch Scherb, dem sportlichen Patienten nach der Herzoperation, besonders gefallen hat. „Mir muss niemand erklären, dass Bewegung für mich wichtig ist“, sagt er, „statt solcher Seminare habe ich lieber mehr Sporteinheiten in Anspruch genommen.“















