(openPR) Nachdem der TV-Film im Bayerischen Fernsehen (Erstsendung August 2009) „Vom Vergnügen anders zu sein“, über Leben und Werk von Ute Patel-Missfeldt, dank stetig steigender Einschaltquoten, mehrmals gesendet wurde, erscheinen nun die Lebenserinnerungen der international renommierten Ausnahmekünstlerin gedruckt im vorliegenden Buch.
Das Werk, mit dem gleichnamigen Titel, ist weitaus mehr, als das Resümee eines Lebens. In beeindruckenden Bildern, veranschaulicht Ute Patel-Missfeldt, dass schwere Lebenssituationen nicht zwingend zum endgültigen Schicksal werden müssen, sondern allem Negativen auch immer ein Neuanfang innewohnen kann.
Als Co-Autorin holte sich, die aus Norddeutschland stammende Künstlerin, die Schriftstellerin Karina Albrecht, mit der sie eine mehrjährige Zusammenarbeit verbindet.
Karina Albrecht, Autorin zahlreicher Romane, ist bekannt für ihre manchmal fast schon schwarzhumorige Erzählkunst. So gelingt es dem Duo, trotz aller Tragik in vielen Lebenssituationen, den Texten stets einen heiteren Unterton zu verleihen, der sich bisweilen ins Humoreske steigert.
Zahlreiche Illustrationen, schwarz-weiß und Farbfotos, machen die Lektüre zum Augenschmaus. Als besonderes Highlight, liegt dem Buch eine DVD bei. Der Film, zeigt die Künstlerin in ihrem Zuhause, in Schloss Grünau, bei der Vorführung verschiedenster Maltechniken auf Seide.
Geboren in Bremerhaven, entdeckt Ute, die eigentlich ein Uwe werden sollte, schon sehr früh ihre Leidenschaft für das Malen. Trotz karger Kriegs– und Nachkriegszeit, erlebt sie ihre Kindheit und Jugend, als eine glückliche Phase ihres Lebens.
Ihre erste Ehe erweist sich als großer Irrtum. Der krankhaft eifersüchtige Mann, scheint die junge Frau nach dem Bilde seiner Mutter formen zu wollen, verwehrt ihr jegliche Kontakte zu Freunden und versucht sie regelrecht einzusperren. Selbst ihr, inzwischen fast zum Lebenselixier gewordenes, geliebtes Malen, wird verboten. Doch die widerspenstige Ute, findet ihre Nischen, malt heimlich in der Nacht. Nachdem sie drei Kinder geboren hat und die Situation immer unerträglicher wird, hält sie trotzdem an der Ehe fest. Immer, in der Hoffnung auf Besserung. Doch als der Mann sie eines Tages schlägt, reicht sie schließlich die Scheidung ein.
„Niemals mehr wollte ich in eine Abhängigkeit geraten. Meine Devise lautete: ‚Nie wieder Krieg und nie wieder einen Ehemann.’ Krieg war nicht zu erwarten und über den Mann, konnte ich selbst entscheiden.“
Um nun den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder zu verdienen, scheut sie sich vor keiner Arbeit, verliert aber ihr großes Ziel, einmal von ihrer Kunst leben zu können, niemals aus den Augen.
Ihr Talent bleibt nicht lange unentdeckt. Sie erhält Ausstellungen in der ganzen Welt. Ihre Kreativität beschränkt sich längst nicht mehr nur auf die Malerei. Inzwischen designt sie auch Mode. Karl Lagerfeld ist an ihren Arbeiten interessiert.
Zehn Jahre lang inszeniert Ute Patel-Missfeldt im österreichischen Grein, Barockopern, macht den kleinen Ort zu einem Mekka für Kunstliebhaber aus aller Welt. Allerdings ruft der große Erfolg auch Neider auf den Plan. Gerüchte über angebliche politische Aktivitäten werden gestreut, sie wird vom österreichischen Staatssicherheitsdienst beschattet. Genervt verlässt sie schließlich Österreich.
Ihre große Liebe, Prof. Dr. Vallabh Patel, lernt Ute Patel-Missfeldt auf einer Vernissage kennen. Beide haben die Erfahrung einer unerfüllten Ehe gemacht. 1978 heiraten der aus Indien stammende Arzt und die inzwischen sehr bekannte Künstlerin. Jährlich reisen sie nun nach Indien, zur Familie des Mannes, die nun auch ihre ist. In Indien organisiert sie in den Slums, ein Projekt für verwitwete Frauen, hilft diesen, damit sie ihren Lebensunterhalt verdienen können. Sie engagiert sich für den Bau von Kindergärten und Schulen in den Slums. Schließlich erhält dieses Projekt von der UNESCO den ersten Preis, für die beste und ehrlichste Sozialeinrichtung Indiens.
Ende der siebziger Jahre übersiedelt die Familie nach Bayern. In Schloss Grünau, bei Neuburg an der Donau, finden sie, mitten im Grünen, ein neues Zuhause, ganz nach ihren Vorstellungen.
Große Porzellanmanufakturen aus dem In – und Ausland werden auf Arbeiten der Künstlerin aufmerksam. Sie gestaltet für diese aufwendige Entwürfe und bildet auf Einladung der taiwanesischen Regierung, in Taipeh junge Porzellandesigner aus.
Schließlich ‚erfindet’ Ute Patel-Missfeldt 1999, die inzwischen weltgrößte Hutverkaufsschau „Mut zum Hut“ und hat damit maßgeblichen Anteil an der Wiederbelebung eines alten Handwerks. Hüte werden wieder ein wichtiger Bestandteil der Mode.
„Vom Vergnügen anders zu sein“, die Lebenserinnerungen einer ganz besonderen Persönlichkeit, deren vielfältiges Schaffen, gepaart mit einem außergewöhnlichen Charisma, nicht nur die zahlreiche Fangemeinde der Künstlerin begeistern wird. Das Buch erscheint im September beim Spica Verlag, Neubrandenburg
Ute Patel-Missfeldt - Karina Albrecht
Vom Vergnügen anders zu sein
978-3-943168-59-4 | 19,80 € (D) |20,40 € (A)













