(openPR) Düsseldorf. Die im die im Aktionsbündnis Fachärztlicher Organisationen (AFO) zusammengeschlossenen Ärzte (Orthopäden, HNO-Ärzte, Gynäkologen, Anästhesisten und Urologen) im Rheinland sind nicht mehr bereit, die gravierenden Honorarrückgänge widerspruchslos hinzunehmen. Innerhalb von nur fünf Jahren sind in diesem Bereich die kassenärztlichen Aufwendungen für ambulante Leistungen um nahezu 30 Prozent gesunken. Vielerorts ist eine sachgerechte Behandlung von Kassenpatienten kaum mehr zu leisten, notwendige Investitionen in Praxen sind nicht mehr möglich, weil sie später nicht zu refinanzieren sind.
Erstaunt ist man bei Ärzteverbänden über die Ignoranz von Politik und Kassenärztlicher Vereinigung (KV) angesichts dieser dramatischen Entwicklung, da zunehmend Praxen in strukturschwachen Regionen schließen müssen oder keine Nachfolger gefunden werden. Schon reden manche mit Blick auf das nördliche Ruhrgebiet von einer „facharztfreien Zone“.
Verwundert sind die Ärzte auch darüber, dass sie einerseits von der Kassenärztlichen Vereinigung aufgefordert werden, Honorarverluste durch Wahlleistungen auszugleichen, diese andererseits aber von ihnen öffentlich kritisiert werden.
Nachdem erst vor vier Wochen 300 Fachärzte vor der Hauptversammlung der KV in Düsseldorf gegen diese Missstände demonstrierten, ohne dass ein Entgegenkommen signalisiert worden ist, und nachdem die zuständige Gesundheitsministerin in der Landesregierung auf Bitten der Ärzteverbände um ein Gespräch über die unhaltbare Situation nicht einmal antwortete, sind die in der AFO organisierten Fachärzte nun bereit, die Gangart zu verschärfen und auch rechtliche Schritte zu unternehmen.
Dr. Thomas Kramm (Orthopäde): „Die Patienten müssen erfahren, dass es hier nicht um mehr Geld für die Ärzte geht, sondern darum, ihre medizinische Grundversorgung auch in Zukunft aufrecht zu erhalten.“






