(openPR) Berlin, 17.7.2014 Die weltweit größte Open Source Datenbank für Cell-ID Daten, OpenCellID (opencellid.org), hat eine Android Bibliothek für Entwickler von Apps mit GPS-Funktionen freigegeben. Die Bibliothek ermöglicht das mühelose und anonyme Sammeln und Nutzen von Cell-ID Daten, die von allen Android Telefonen bereitgestellt werden, für die OpenCellID Community.
“Dies war der nächste logische Schritt” sagt Markus Semm, der Maintainer von OpenCellID. “Nachdem wir im Frühjahr 2013 die Verantwortung für das Projekt übernommen haben, haben wir zunächst die Software auf den Servern gehärtet und für die Verarbeitung größerer Datenmengen in Echtzeit fit gemacht, u.a. durch Umstellung auf einen MongoDB Cluster und die Einführung von Kafka Warteschlangen für die Verarbeitung von Peaks. Diese Phase ist nun abgeschlossen und die Plattform ist bereit für ein dynamisches Datenwachstum.”
Die gerade veröffentlichte OpenCellID Android-Bibliothek wurde entwickelt, um die Vervollständigung der OpenCellID Datenbank voranzutreiben. Details sind zu finden auf der OpenCellID Wiki Seite. Weltweit gibt es mindestens 50 Millionen Mobilfunk-Zellen, Tendenz zunehmend. OpenCellID hat aktuell knapp 6 Millionen Zellen in seiner Datenbank verzeichnet, d.h. 90% der Funkzellen warten noch auf ihre Entdeckung.
Die von der OpenCellID Community gesammelten Daten bieten für Entwickler eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten:
• Die Zeit, bis GPS nach dem Einschalten eine aktuelle Position empfängt (Time To First FIX, TTFF), ist je nach Empfangssituation relativ lang. In der Zwischenzeit können bereits auf der Basis der OpenCellID Informationen Daten in der näheren Umgebung aus anderen Datenbanken geladen werden, was wiederum die Nutzererfahrung mit einer Software verbessert.
• Die Ausdauer der Batterie von Smartphones und autarken Ortungsmodulen kann durch den Einsatz von OpenCellID signifikant verbessert werden, was die Zufriedenheit der Nutzer mit der jeweiligen Technik deutlich zu verbessern hilft. Für viele Anwendungsfälle sind die von OpenCellID gelieferten Positionsmeldungen ein sinnvoller Ersatz für die Nutzung von GPS, die in diesen Anwendungsszenarien nur dann mittels GPS verfeinert werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist.
• Mittels OpenCellID ist eine Ortung auch in Gebäuden möglich selbst dann, wenn die GPS-Ortung wegen der Abschirmung durch das Gebäude versagt.
Die OpenCellID Community hat aktuell mehr als 19.000 registrierte Mitglieder, die jeden Tag ca. 2 Millionen Messungen, also GPS-Positionen von Mobilfunkmasten, zur OpenCellID Datenbank beitragen. Noch im Juli wird die OpenCellID Datenbank die Marke von 1 Milliarde Messungen überschreiten.
Weitere Informationen zu OpenCellID findet man auf wiki.opencellid.org












