(openPR) Berlin, der 09.07.2014 - Die geschlossene Immobilienfondsbranche hat seit einigen Jahren mit ihrem schlechten Ruf zu kämpfen. Und das zu recht. Große Anlegerschäden sind beispielsweise durch Firmen wie die S&K Sachwert AG aus Frankfurt entstanden. Die Initiatoren sitzen derzeit in Untersuchungshaft aufgrund des dringlichen Verdachts, ein Schneeballsystem betrieben zu haben und einen dreistelligen Millionenschaden bei Anlegern verursacht zu haben. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen reagierte und führte Regulierungen in der Branche ein. Die AIFM-Richtlinien gelten als großer Fortschritt für den Anlegerschutz. Die europäische AIFM-Richtlinie reguliert die Manager von alternativen Investmentfonds. Hiervon sind Manager offener und geschlossener Fonds betroffen.
Schritt zurück für den Investorenschutz
Initiatoren von geschlossenen Fonds werden möglicherweise keine Leistungsbilanz mehr veröffentlichen. Das bringt Anlegerschützer auf die Barrikaden, der Fondsanalyst Stefan Lobinger bezeichnete die Maßnahme gegenüber dem Manager Magazin als "Schritt zurück in die Steinzeit für den Anlegerschutz". Anhand der Leistungsbilanz haben sich Anleger einen detaillierten Überblick über die Performance des Beteiligungsmodells verschaffen können. Fondshäuser nutzten vor dem KAGB die Möglichkeit, sich mit Leistungsbilanzen jährlich detailliert über ihr Unternehmen sowie über die platzierten geschlossenen Fonds zu informieren. Der wichtige Bestandteil einer Leistungsbilanz ist der Soll-Ist-Vergleich. Die darin enthaltenen Daten boten eine hervorragende Gelegenheit zur übersichtlichen Gegenüberstellung. Besonders interessant dürften die Ergebnisse von Auszahlungen und Einnahmen in Bezug auf die Angaben im Verkaufsprospekt für die Anleger gewesen sein. Einige Mitglieder des BSI e.V. signalisierten, auch weiterhin an der Veröffentlichung einer Leistungsbilanz festzuhalten.
Mit Creditsafe Wirtshcftasinformationen sorgen Anleger und Vermittler auch weiterhin für Transparenz
Creditsafe-Wirtschaftsinformationen verhelfen Investoren und Vermittlern auf weitreichende Daten zu blicken. Im S&K Betrugsfall spielten Vertriebe, Onlinevermittler, zahlreiche Finanzberater aber auch Banken eine wesentliche Rolle. Diese haben, ohne sich weitreichende Informationen einzuholen und einer eigenen Risikoprüfung, die Produkte vermittelt. Eine Vielzahl von Anwälten ist auf der Suche nach gutbetuchten Geschädigten, um für den Fall der Zahlungsunfähigkeit vom Initiator zumindest Klagen gegen die Vermittler einzureichen. Die Firmenauskünfte von Creditsafe Deutschland enthalten, über einer einfachen Bonitätsbewertung hinaus, zahlreiche Informationen. Die Geschäftsführungshistorie spielt eine maßgebliche Rolle bei einer Investitionsentscheidung. Aufgrund der intelligenten Vernetzung der Firmenauskünfte werden Einblicke in frühere Tätigkeiten des Entscheidungsträgers möglich. Unter Umständen führte der Verantwortliche seine früheren Gesellschaften erfolglos, was Investoren unbedingt vor einem Abschluss einer langjährigen Geldanlage in Erfahrung bringen sollten. Das Frühwarnsystem informiert Anleger und Vermittler automatisiert über wirtschaftliche Veränderungen der Fondsgesellschaft. Darüber hinaus sind in einer Wirtschaftsauskunft neben Firmendokumenten, wie den Bilanzen der letzten Jahre, in denen auch die liquidierten Vermögensanlagen dokumentiert sind, dem mathematisch ermittelten Kreditlimit und den aktuellen Insolvenzberichten, zusätzlich die international vernetzte Gruppenstruktur enthalten. Die Beteiligungsstruktur der jeweiligen Gesellschaften ist vor dem Hintergrund der möglichen Geldabführung zwischen verzweigten Unternehmen, wie im S&K-Fall, besonders informativ.










