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Zwei Weltsichten

10.06.201412:57 UhrKunst & Kultur
Bild: Zwei Weltsichten
Ma Tianlin,  Die Reise nach Westen,  2010,    pigment print on canvas   100 x 100  cm
Ma Tianlin, Die Reise nach Westen, 2010, pigment print on canvas 100 x 100 cm

(openPR) Zur Ausstellung mit Arbeiten von

Ma Tianlin & Zan Hong

in der gallery yumachi, Berlin

vom 11. Juni bis zum 28. Juni 2014


Zwei Weltsichten

Wie sehen chinesische Augen Deutschland? Was entdecken Chinesen, die nicht als Touristen nach Berlin gekommen sind?


Zan Hong lebt seit 2010 in Berlin. Als ausgebildete Malerin entdeckt sie Stück für Stück die Stadt. Was sieht sie dabei? Und wie sieht sie es?
Es ist sicherlich interessant zu beobachten, wie eine junge Chinesin Berlin reflektiert? Sie kommt selbst aus einer großen Boom-City Asiens. Eine Konzentration von Hochhäusern, den starken Verkehr und die Zerstörung der Umwelt kennt sie aus eigenem Erleben. Das interessiert sie nicht vorrangig in Europa. Es sind vor allem die besinnlichen, beschaulichen Ecken der Stadt, nach denen die Künstlerin sucht. Im „neuen“ Berlin möchte sie das „alte“ Shanghai finden.
Bewusst entscheidet sich Zan Hong bei ihrer Motivauswahl nicht für das pulsierende Leben einer europäischen Großstadt, die bei Intensität und Größe sowieso nicht mit einer chinesischen Stadt konkurrieren könnte. Das weiß die Malerin. Deshalb sucht sie nach Elementen und Szenen, die in der modernen History Chinas kaum noch zu entdecken sind.
Der Hackesche Markt ist für sie vielmehr ein großes Restaurant, wo man noch allein am Tisch seine Zeit verbringen kann, als dass er ein quirliger Platz im Zentrum der Stadt wäre. Mit klaren Farben und übergroßen Schutzschirmen strukturiert sie das Bild.
In Tegel („Tegeler Straßenszene“) entdeckt die Künstlerin eine fast ländliche Idylle, die alle Attribute einer Großstadt vermissen lässt. Die Malerin entscheidet sich für eine „Heile Welt“, von der sie weiß, dass sie heute in ihrer Heimat nicht mehr zu finden ist.
Waren ihre früheren Bilder meist expressionistisch oder naturalistisch gestaltet, so wählt sie nun bewusst einen an die naive Malerei erinnernden Malstil. Die kräftigen Farben ziehen dabei den Betrachter förmlich ins Bild und halten ihn dort fest.

Ganz anders Ma Tianlin. Obwohl auch er sich für eine klare und kräftige Farbensprache entscheidet, philosophieren seine Bilder über Themen, mit denen sich viele Citizens seiner Generation auseinandersetzen. Seine Themen sind Wohlstand und Freiheit, Tradition und Moderne, Rausch und Vergeben. Er fragt in seinen Werken, ob dies spezifisch chinesische Probleme wären.
Vom Grafik-Design kommend, gelingt es ihm auf oft überraschende Weise, seine Gedanken in komprimierten Bildideen zu konzentrieren. Der nachdenkende Betrachter kann sich nur auf den Dialog mit Ma Tianlins Bildvorschlägen einlassen.
Heute wird der Künstler in China bereits als „aufgehender Stern“ am Himmel der Gegenwartskunst gehandelt – zu Recht! Denn mit seiner Bildgestaltung führt er die Warhol‘schen Ansätze weiter und knüpft an Meister wie KAWS und Murakami Takashi an. Ma Tianlin ist es aber gelungen, eine eigene originäre Bildsprache und Ausdrucksweise zu finden.
Seine Geschichten sind modern und frisch. An die Tradition anknüpfend, vermeidet er jedoch Modernismen und plakative Vordergründigkeit.

Die auf zeitgenössische Kunst aus China spezialisierte gallery yumachi freut sich sehr, die Arbeiten von Ma Tianlin und Zan Hong zeigen zu dürfen.
Dr. Steffen Paul

Die Ausstellung findet vom 11. Juni bis zum 28. Juni 2014 in den neuen Räumen der Galerie, in der Albrechtstraße 11b, 10117 Berlin-Mitte statt.

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