(openPR) Die rheumatoide Arthritis zerstört nicht nur Gelenke. Maligne und kardiovaskuläre Erkrankungen kommen häufig hinzu - mit erhöhtem Risiko für Herzinfarkte. "Daher ist die frühe und aggressive Behandlung das vordergründige Ziel in der Betreuung von rheumatoider Arthritis", fordert Dr. Manfred Herold in seinem Praxisbuch "Autoimmunerkrankungen - Leitfaden für Hausärzte".
Die rheumatoide Arthritis ist eine systemisch entzündliche Erkrankung, die oft durch Nikotin oder andere schädliche Umwelteinflüsse zusätzlich verstärkt wird. Die Erkrankung kann Personen jeder Altersstufe befallen; am häufigsten beginnt sie zwischen 40 und 70 Jahren. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer.
Die rheumatoide Arthritis beginnt üblicherweise mit einer schmerzhaften Schwellung verschiedener Gelenke als Folge einer chronischen Entzündung der Synovialmembran. Am häufigsten betroffen sind die kleinen Gelenke der Hände und Füße, u.U. auch große Gelenke - Ellenbogen, Schultern, Knie. Betroffene Gelenke sind schmerzhaft geschwollen, überwärmt und zeigen schmerzbedingte Bewegungseinschränkungen. Sind diese Zeichen, verbunden mit einer ausgeprägten Morgensteifigkeit, erkennbar, empfiehlt Herold die sofortige Überweisung an den Rheumatologen.
"Eine frühe Diagnose ist wichtig, da irreversible Strukturschäden an den Gelenken bereits innerhalb der ersten Wochen einer aktiven rheumatoiden Arthritis auftreten und nur eine Behandlung mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten das Fortschreiten von Gelenkschäden eindämmt und sowohl das Langzeitergebnis als auch die Lebensqualität bessert ..."
>> M. Herold, K. Conrad, U. Sack (Hrsg.) Autoimmunerkrankungen - Ein Leitfaden für Hausärzte. Pabst, 316 Seiten mit Farbabbildungen, ISBN 978-3-89967-888-8
>> U. Sack, K. Conrad (Hrsg.): Immundiagnostische Aspekte der Pädiatrie
Pabst, 136 Seiten, ISBN 978-3-89967-145-2








