(openPR) RAVENSBURG – In leicht verständlicher Sprache stellten sich Kandidaten für den Kreistag interessierten Bürgern im Schwörsaal in Ravensburg vor. Die Informationsveranstaltung zur Wahl wurde von der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau), der St. Jakobus Behindertenhilfe, den Zieglerschen und den "Oberschwäbische Werkstätten", kurz OWB, gemeinsam organisiert.
Leichte Sprache
"Ich habe großen Respekt vor Ihren Leistungen. Sie haben einen Alltag zu bewältigen, der nicht leicht ist", sagte Annette Uhlenbrock (SPD). Im Schwörsaal wurden CDU, Freie Wähler, Bündnis 90/Grüne, SPD, ÖDP und FDP durch ihre Kandidaten repräsentiert. In kurzen verständlichen Sätzen stellten sie sich und ihre Anliegen den Teilnehmern vor. "Ich setze mich dafür ein, dass Menschen mit Behinderung eine Stimme im Kreistag haben", erklärte Dr. Margret Brehm (Bündnis 90/Grüne).
Informationsveranstaltung für alle
Zum dritten Mal haben sich die Träger zusammengetan, um allen, auch Menschen mit einer geistigen Behinderung, die Gelegenheit zu geben, sich vor der Wahl zu informieren. "Der Kreistag ist für Menschen mit Behinderung von großer Bedeutung", sagte Helmut Johannes Müller, Gesamtleiter der St. Jakobus Behindertenhilfe. "Die hier getroffenen Entscheidungen wirken sich unmittelbar auf ihren Alltag aus." Gemeinsam mit Bernhard Hösch von der St. Gallus-Hilfe und Uwe Fischer von den Zieglerschen moderierte Müller die Informationsveranstaltung zur Wahl.
Zuhören ist wichtig
Nach der Vorstellung auf dem Podium luden die Moderatoren zum Gespräch mit den Kandidaten ein. "Ich gehe zu dem Bürgermeister", sagte ein Teilnehmer und drängte aus der Stuhlreihe heraus. In kleinen Gruppen lernten die Besucher die Kandidaten kennen und stellten sich vor. Oliver Spieß (FW) beeindruckte der herzliche Umgang: "Ich habe viel über Ihren Alltag erfahren." Torsten Hopperdietzel (Bündnis 90/Grüne) ist die Teilhabe an der Arbeit wichtig: "Arbeit ist der Schlüssel zur Selbstbestimmung und für ein mündiges Leben." Ingrid Staudacher (SPD) informierte zum Wahlrecht: "Es ist Ihre Chance, Einfluss zu nehmen." Axel Müller (CDU) bestätigte: "Es ist gut, dass die Menschen an das Wahlrecht herangeführt werden."
Kennenlernen fördert das gegenseitige Interesse
Oliver Schneider (FDP) stimmte die Immobilität nachdenklich. "Es müsste Ruf-Taxis geben", sagte Ursula Feine (FDP). Für Erika Eichwald (ÖDP) ist es wichtig, dass die Menschen sich mitteilen können. Für die Politiker, für die Teilnehmer und Träger der Einrichtungen war die Wahlveranstaltung eine Begegnung auf Augenhöhe. Torsten Hopperdietzel: "Jetzt sind wir in der Übergangsphase und hoffentlich haben wir in 25 Jahren einen Wandel vollzogen." Viele der Besucher sind gespannt, wie die Wahl ausgehen wird. Mit dem Kennenlernen ist das gegenseitige Interesse gestiegen. Am Ende der Veranstaltung laden die Teilnehmer die Kandidaten in ihre Einrichtungen ein. Einzelne Treffen und Besuche im Kreistag sind ebenfalls angedacht.
Weitere Infos zur St. Gallus-Hilfe der Stiftung Liebenau finden Sie unter www.st.gallus-hilfe.de









