(openPR) IMMENSTAAD – "Ein großer Gewinn", einer Sternstunde gleich, würdigte Bürgermeister Jürgen Beisswenger das 10-jährige Bestehen des Hauses St. Vinzenz Pallotti in Immenstaad. "Das Altenpflegeheim der St. Anna-Hilfe ist ein Ort der Würde und Beheimatung", sagte Pater Michael Pfenning. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen feierten Bewohner, Mieter und Patres im Haus St. Vinzenz Pallotti das Jubiläum.
St. Vinzenz: Programm und Ansporn
Das Altenpflegeheim ist nach dem Gründer des Pallottiner-Ordens benannt. "Der Hausname ist Programm und Ansporn", sagte Vizeprovinzial Pater Pfenning in seinem Grußwort. Gerhard Schiele, Geschäftsführer der St. Anna-Hilfe (Stiftung Liebenau), wertschätzt die Gemeinschaft mit dem Pallottiner-Orden unter einem Dach. Acht Patres wohnen in der Seniorenstation in einem separaten Flügel im Obergeschoss des Hauses. Täglich zelebrieren sie in der Hauskapelle die Heilige Messe. Die Bewohner, Mieter und Besucher sind dazu eingeladen. Ebenso engagiert feiert die evangelische Kirchengemeinde Immenstaad im 14-tägigen Rhythmus einen Gottesdienst in der Kapelle.
Partner gefunden
Vor 16 Jahren haben die Gemeinde Immenstaad, die Stiftung Liebenau und der Orden der Pallottiner das Projekt St. Vinzenz Pallotti ins Leben gerufen. Die Stiftung Liebenau erbaute die "Lebensräume für Jung und Alt" in unmittelbarer Nachbarschaft zum Immenstaader Rathaus. Die Gemeinde Immenstaad wollte ergänzend dazu Wohnpflegeplätze schaffen. Die Pallottiner auf dem Hersberg suchten eine adäquate Unterkunft für ihre älteren Mitbrüder und Patres. "Die Motivation war groß", berichtete Bürgermeister Beisswenger. Der Orden der Pallottiner stellte das Grundstück nordöstlich vom Schloss Hersberg zur Verfügung. Die Stiftung Liebenau investierte 3,3 Millionen Euro in den Bau des Hauses. Land, Kreis und Gemeinde förderten das Projekt mit 2,1 Millionen Euro.
Betreuung auf hohem Niveau
Am 25. Juni 2004 wurde das Haus St. Vinzenz Pallotti eingeweiht. In der modernen, lichtdurchfluteten Architektur mit 30 Wohnpflegeplätzen und 30 Heimgebundenen Wohnungen leben rund 60 Bewohner, Mieter und Patres. Sie schätzen die einzigartige Lage, inmitten von Weinbergen und Obstanlagen, mit Blick auf den Bodensee. Bürgermeister Beisswanger ist stolz auf die hochwertige Betreuung und Begleitung in der Pflege älterer Menschen: "Im Wege der Familienzusammenführung ist das Haus für viele Mitbürger eine liebgewonnene Heimat geworden, wo sie sich gut aufgehoben fühlen." Das Haus wurde vom Medizinischen Dienst mit Bestnoten ausgezeichnet. "Gleiches gilt für die Arbeit der Sozialstation St. Anna im Haus für die Mieter", bestätigte Einrichtungsleiter Rainer Schmalzried.
Ganzheitliche Pflege
Über das Streben nach ganzheitlicher Pflege als Herzensangelegenheit, referierte Prof. Dr. André Fringer, von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in St. Gallen, in seinem Impulsreferat zur Pflege. Aufs Erste erschien der gewählte Titel "Wollt ihr die totale Pflege?", historisch provokant. Doch Fringer sprach den Gästen aus der Seele: "Wenn ich einmal pflegebedürftig bin, dann möchte ich eine total gute oder ganzheitliche Pflege haben. Eine Pflege, die mich als Mensch annimmt, so wie ich bin." Der Professor machte Mut: "Gerade die Fähigkeit, intuitiv das Richtige auf die Bedürfnisse des Einzelnen hin zu leisten, ist von zentraler Bedeutung und zeichnet professionelle und qualitativ hochstehende Pflege aus."
Weitere Infos zur Altenhilfe der Stiftung Liebenau finden Sie unter www.altenhilfe-liebenau.de












