(openPR) NaturFreunde und Anglerverband verbinden Artenschutz mit Tourismusförderung
Auf der Pressekonferenz zur Ausrufung der Schwarza als mittlerweile vierte „Flusslandschaft des Jahres“ am 9. März 2006 in Erfurt erklärt Eckart Kuhlwein, Mitglied des Bundesvorstands der NaturFreunde Deutschlands: „Bei der Wahl der Schwarza war für uns maßgebend, dass es hier ein breites Spektrum von Nutzer- und Interessengruppen gibt, dass sich die Interessen von Anglern und Naturfreunden in Hinsicht auf den Gewässerschutz und die Artenvielfalt treffen, und dass es günstige Ansätze für geeignete Aktivitäten zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung auch unter dem Aspekt lokaler Agenda-Prozesse gibt.“
Alle zwei Jahre rufen NaturFreunde und Anglerverband durch den gemeinsamen Fachbeirat Gewässerökologie eine „Flusslandschaft des Jahres“ aus. Seit dem Jahr 2000 wurden die Gottleuba (Sachsen), die Ilz (Bayern) und die Havel (Brandenburg) ausgezeichnet. „Dass jetzt die Wahl auf die Schwarza gefallen ist, hat mit den besonderen landschaftlichen Gegebenheiten und den laufenden Verbesserungen der Gewässerökologie zu tun. Die NaturFreunde wollen in diesen beiden Jahren den Sanften Tourismus in der Schwarza-Region stärken, um die Natur zu schützen und gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern“, so Kuhlwein, selbst Mitglied des Fachbeirats, weiter. Die Schwarza steht nun auch auf der „Liste der offiziellen Jahresverkündigungen umweltpolitisch relevanter Aktionen des Jahres 2006“ des Bundesumweltministeriums. „Mit den NaturFreunden und der Naturfreundejugend Thüringen haben wir starke Partener vor Ort im eigenen Verband.“ Ende Juni wird die Bundesfachgruppe Natur- und Umweltschutz in Thüringen tagen und sich über den Fluss, seine Ökologie und die Möglichkeiten des Sanften Tourismus informieren lassen. „Wir hoffen, dass wir auf diese Weise nachhaltig dazu beitragen können, dass diese Flusslandschaft mit ihren Schönheiten in ganz Deutschland bekannt gemacht wird.“
Ziele der Kampagne der Flusslandschaften sind,
- die Bevölkerung auf die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Bedeutung der Flüsse und der sie umgebenden Landschaften aufmerksam zu machen;
- Maßnahmen zur Erhaltung und zum Schutz von Flusslandschaften und ihrer Lebensgemeinschaften, insbesondere der in ihnen lebenden Fischbestände, zu initiieren;
- Abschließende Arbeiten zum Erreichen einer hohen Durchgängigkeit, der Wasserqualitätsverbesserung und/oder der Renaturierung zu unterstützen;
- Naturnahe Wander- und Erholungsgebiete zu fördern.
Die NaturFreunde Deutschlands haben über 90.000 Mitglieder in 700 Ortsgruppen. Kern vieler Klimaschutz- und Umweltbildungsangebote sind Reisen oder Natursportaktivitäten, wie Wandern, Klettern und Bergsteigen, Kanufahren, Radtouren und vieles mehr. In den nächsten Monaten wird die Organisation verstärkt für das Entdecken der Schwarza-Region werben.









