(openPR) Schon vor der Tür des Waldheims in Gingen wurden die Besucher am Donnerstag den 24. April, der zweiten Veranstaltung „Kultur em Wald“ der Germania von der sechsköpfigen Musikgruppe „Balkan Muzik“ mit traditioneller serbischer Musik empfangen. Trotz sehr alter und mit zum Teil improvisierten Musikinstrumenten begeisterten die sechs Asylbewerber aus verschiedenen Staaten des ehemaligen Jugoslawiens die Besucher mit ihren Stücken, die den einen oder anderen etwas an Guggenmusik erinnerte.
Die Musik führte zur Lesung von Siegfried Berger, ehemaliger Stadtdirektor der Landeshauptstadt Stuttgart, aus seinem Roman „Schicksalhafte Erfahrungen – Steinige Wege“ ein, in dem er Erlebnisse aus seiner Arbeit mit Asylanten und Zuwanderern verarbeitet hat. Werteverfall, soziale Gerechtigkeit, Bildung, Geschlechtergleichstellung und Integration sind seine Themen.
Siegried Berger schreibt nicht in der „Ich“- Form, sondern schildert die Ereignisse des Romans aus der Sicht seiner fiktiven Tochter, der Chirurgin Alexandra Berger, die in dem Buch gleich zu Beginn Zivilcourage zeigt und einen Rollstuhlfahrer beschützt. In der Veranstaltung in Kuchen las er jedoch aus der Geschichte um den Deutschtürken Ahmed Schäuffele alis Yilmaz, der einen furchtbaren Schicksalsschlag erfährt, später aber in das gehobene Bildungsbürgertum aufsteigt. Eine Geschichte, wie man sie nicht erfinden kann. Berger hat eine wahre Geschichte nur etwas umgeschrieben, um die wahren Identitäten der vorkommenden Personen zu schützen.
Zwei anwesende Dolmetscher übersetzten die Inhalte der Lesung und der Diskussion den serbischen Musikern und ihrer Familien, so dass auch sie der Diskussion etwas folgen konnten.













