(openPR) Jaeger-LeCoultre stiftet Preis für die Polo-Persönlichkeit des Jahres 2005. Verleihung im Rahmen der großen Gala „100 Jahre Polo in Berlin“ am 24. März 2006 im Kempinski Hotel Bristol Berlin.
Bei dem Begriff „Sportuhr“, denken die meisten wahrscheinlich zuerst an Taucheruhren mit drehbaren Lünetten, an Fliegeruhren mit Leuchtziffern oder an Chronographen mit Tachymeter. Sie denken an ein Design, das in erster Linie Funktionalität und Robustheit ausstrahlt. Nur den wenigsten würde wohl die elegante rechteckige Art-Deco-Form der Reverso aus dem Hause Jaeger LeCoultre in den Sinn kommen. Dabei ist gerade die Reverso eine reinrassige Sportuhr, sie wurde sogar speziell für eine Sportart geschaffen: das Polospiel.
Wir blicken ein Dreivierteljahrhundert zurück:
Anfang des 20. Jahrhunderts neigt sich die lange Vorherrschaft der Taschenuhr ihrem Ende zu. Von nun an trägt man seine Uhr am Handgelenk -selbst beim Lieblingssport.
1930 begibt sich César de Trey nach Indien, um alte Freunde zu besuchen. Der einflussreiche Geschäftsmann steht in engem Kontakt mit Jacques-David LeCoultre und widmet sich seit Kurzem dem Vertrieb hochwertiger Schweizer Uhrenerzeugnisse. Am Ende eines Polospiels zeigt ihm ein britischer Offizier das zerbrochene Glas seiner Uhr – Saphirglas gab es damals noch nicht – und bittet ihn, ein Modell zu entwerfen, das widerstandsfähig genug ist, um die Belastungen beim Polo unbeschädigt zu überstehen.
Die Herausforderung hatte es in sich: Alle früheren Uhrmacherarbeiten mit Schutzvorkehrungen für das Glas hatten die Funktion der Sicherheit opfern müssen. Wie jede revolutionäre Leistung sollte auch die neue Uhr auf einer einfachen Idee beruhen, an die niemand je zuvor gedacht hatte: Die Möglichkeit, das Gehäuse komplett umzudrehen. Die Entwicklung wurde dem Ingenieur Alfred Chauvot anvertraut, der seine Aufgabe sogleich anging und am 4. März 1931 einen Patentantrag stellte, für "eine Uhr, die in der Lage ist, aus ihrem Gestell zu gleiten und sich ganz umzudrehen". Als großer Uhrenkenner wusste César de Trey, dass die Werkstätten von Jacques-David LeCoultre zu der Zeit die einzigen waren, die das nötige Know-how für die Herstellung hochwertiger Uhrwerke besaßen und wahren Erfindergeist konstant unter Beweis stellten. So wurde also die Manufaktur im Vallée de Joux zur Geburtsstätte der Reverso.
Der Erfolg stellte sich augenblicklich ein. 75 Jahre später funktioniert der Mechanismus auf Basis zweier Federstifte, die auf Schienen an beiden Seiten der Uhrlagerung laufen, immer noch perfekt. Die komplexe Technik allein vermag allerdings nicht die Beliebtheit des Modells zu erklären. Das rechteckige Gehäuse im reinen Art-Deco-Stil vereint in sich, als Ergebnis des Wendemechanismus, brillante Funktion mit ebenbürtiger Form.
Jaeger-LeCoultre hat sich nun entschlossen, im Jahr des 75jährigen Reverso-Jubiläums an den Ursprung der Reverso zu erinnern und ein Exemplar als Ehrenpreis an eine Persönlichkeit zu verleihen, die sich um den Polosport verdient gemacht hat. Es ist zunächst geplant, fünf Jahre lang diesen Preis zu vergeben, und zwar jeweils für besondere Verdienste im Jahr zuvor. So lautet der Ehrentitel im Jubiläumsjahr 2006 auch folgerichtig „Polo-Persönlichkeit 2005“. Im Vordergrund soll dabei nicht der sportliche Erfolg stehen, sondern in erster Linie kraft persönlichen Einsatzes innerhalb eines Kalenderjahres erworbene Verdienste um die Sportart und ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.
Die Idee zu dieser Initiative stammt von Lutz Reuer, Geschäftsleiter des Juweliers René Kern in der Berliner Friedrichstraße. Reuer besuchte im vorigen Jahr die Deutsche Polomeisterschaft in Finkenkrug und war so angetan vom rasanten Kampf um den Ball hoch zu Ross, dass er nach einer Möglichkeit suchte, das 75jährige Reverso-Jubiläum mit dem 100jährigen Jubiläum des Berliner Polosports zu verknüpfen.










