(openPR) Zum ersten Mal in deutscher Sprache stellen Dominik Perler und Markus Wild in der bei Suhrkamp erschienenen Textsammlung „Der Geist der Tiere. Philosophische Texte zu einer aktuellen Diskussion“ einschlägige Veröffentlichungen von Donald Davidson, Ruth G. Milikan, Fred Dretske und anderen zu einem Thema vor, das in den letzten Jahren die Diskussion um die Philosophie des Geistes mit Ergebnissen empirischer Verhaltensforschung konfrontiert hat. Die Frage, ob Tieren so etwas wie „Geist“ zuerkannt werden kann, ob ihnen Bewusstsein oder gar Denkvermögen zu unterstellen ist, wirft dabei zugleich ein interessantes Licht auf die gängigen Ansätze zur traditionellen Humangeist-Philosophie.
Besonders griffig beispielsweise erörtert John Dupré anhand seiner „Gespräche mit Affen“ Variationen nicht-sprachlichen Verhaltens und kommt zu bemerkenswerten Ergebnissen. Auch sonst ist die Sprache ein entscheidendes Thema der Diskussion. An ihr scheint sich die Frage nach rationalem Verhalten von Tieren besonders zu manifestieren. So spricht Donald Davidson in seinem Beitrag den Tieren grundsätzlich die Fähigkeit zur Teilnahme an einer Sprachgemeinschaft ab, muss damit aber eine Verkürzung des Sprachbegriffs vornehmen, der letztlich eine anthropozentrische Sichtweise voraussetzt. Quasi kontrapunktisch untersucht Ruth G. Milikan hingegen „Verschiedene Arten von zweckgerichtetem Verhalten“ eindringlich darauf, zu welch unvereinbaren Schlussfolgerungen unterschiedliche Arten der Beschreibung von Phänomenen führen und relativiert so die Ergebnissicherheit empirischer Forschung. Besonders aufmerken lassen schließlich die Überlegungen Fred Dretskes. Er diskutiert in seinem Beitrag den Begriff der „minimalen Rationalität“ im Zusammenhang möglicher intentionaler Ausrichtung im Verhalten von Tieren und gibt auf diese Weise ein brauchbares terminologisches wie methodisches Werkzeug an die Hand.
Obzwar es bedauerlich ist, dass keine eingehende Auseinandersetzung mit demjenigen erfolgt, was denn eigentlich unter „Geist“ verstanden werden soll, kann dieser Sammelband, mit dem sich ein erster Einblick in Positionen und Arbeitsweisen der sogenannten „Philosophie des Geistes“ gewinnen lässt, durchaus als Anregung dazu dienen, sich eindringlicher mit den theoretischen und historischen Grundlagen der Thematik zu befassen. Man wird sich spätestens dann wundern, wie selbstverständlich mit Begriffen „hantiert“ wird, deren Umfang genauso wenig hinreichend erörtert werden wie deren Grenzen. Und überhaupt erhebt sich nicht zu Unrecht immer wieder die Frage, wie sich eine ganze Richtung der Gegenwartsphilosophie als „Philosophie des Geistes“ verstehen kann, ohne überhaupt auch nur ansatzweise klar machen zu können, was „Geist“ überhaupt sei.
Diese und weitere Überlegungen finden sich in der Märzausgabe des von dem Bonner Beratungsunternehmen Apeiron herausgegebenen „Philosophiemonatsbriefes“. Auf der Homepage des Unternehmens lässt sich die digitale Publikation zu philosophischen Themen kostenfrei via Email abonnieren. Behandelt wird jeweils ein klassisches philosophisches Thema anhand aktueller Diskussionen aus Politik und Gesellschaft. Die aktuelle Ausgabe kann als kostenfreier Download unter http://www.philosophieberatung.de bestellt werden. Zusätzlich steht auch noch die Februarausgabe unter http://www.philosophieberatung.de/Philosophiebrief_02-06.pdf zur Verfügung.
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Apeiron Philosophieberatung, gegründet von der Bonner Philosophin Renate Miethner, ist ein dezidiert philosophisch ausgerichtetes Beratungsunternehmen. Renate Miethner studierte Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhems-Universität Bonn und arbeitete ausführlich über Kant und die erkenntnistheoretischen Ansätze des deutschen Idealismus. Seit 2005 praktiziert sie philosophische Beratung für Unternehmen und Privatpersonen.
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