(openPR) In Berlin wird seit 100 Jahren Polo gespielt. Die Berliner Poloszene leitet ihre Jubiläumssaison mit einer großen Gala unter dem Motto „100 Jahre Polo in Berlin“ ein. Die Gala findet am Freitag, den 24. März 2006 im Kempinski Hotel Bristol Berlin statt. Erwartet werden Gäste aus Polosport, Politik, Wirtschaft und Kultur. Die Schirmherrschaft hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit übernommen.
Historie
Nachdem bereits 1898 der Hamburger Polo Club gegründet wurde, zogen die Berliner 1906 nach. Obwohl der Polosport von den Nationalsozialisten unterdrückt wurde, zogen die Polowettbewerbe auf dem Maifeld während der olympischen Spiele 1936 mehr Zuschauer an als jede andere Sportart. Nach dem Zweiten Weltkrieg förderte die Britsche Armee die Wiederbelebung der Sportart im Westteil der Stadt.
Berliner Poloclubs
Heute gibt es im Raum Berlin fünf Poloclubs, von denen der Polo Club Berlin-Brandenburg (PCBB) in Falkensee-Finkenkrug und der Preußische Polo & Country Club Berlin-Brandenburg in Phöben die beiden Clubs mit den weitaus meisten aktiven Polospielern und den größten sportlichen Erfolgen in der jüngeren Vergangenheit sind. Kein anderer deutscher Poloclub hat mehr aktive Spieler in seinen Reihen als der PCBB, der sich folglich mit Fug und Recht als größter Deutscher Poloclub bezeichnen darf. Während der Berliner Polosport insgesamt boomt, kann der Berliner Polo Clubs (BPC), der in den 70er Jahren mit traditionsreichem Namen neu endstand, heute mangels aktiver Mitglieder keinen regelmäßigen Spielbetrieb mehr gewährleisten. Dafür ist der BPC umso aktiver auf dem gesellschaftlichen Parkett, 21 Botschafter vor allem aus exotischen Ländern wie Nicaragua, Ghana, Sambia oder Kirgisien wurden als Ehrenmitglieder aufgenommen. Um auch sportlich bald wieder mitmischen zu können, bemühen sich die wenigen verbliebenen aktiven Spieler des BPC derzeit um eine Spielmöglichkeit als Gastspieler beim PCBB in Finkenkrug.
Erfolge 2005
Die Saison 2005 war für den Berliner Polosport ganz besonders erfolgreich. Die Deutsche Amateurmeisterschaft gewann ein Team aus Phöben vor einem Team des PCBB. Das für Profis und Amateure offene Endspiel um die Deutsche Polomeisterschaft im Medium-Goal war dann sogar eine PCBB-interne Angelegenheit. Und auch im Siegerteam der Deutschen Meisterschaft im High-Goal war mit Moritz Gädeke ein Berliner Spieler mit von der Partie. Auch das offizielle Ranking des Deutschen Poloverbandes (DPV) spiegelt die Berliner Dominanz eindrucksvoll wider: unter den zehn erfolgreichsten Spielern sind allein fünf in Berlin beheimatet (vier vom PCBB, ein Spieler vom Preußischen Polo & Country Club Berlin-Brandenburg), darunter der Erst- Zweit- und Drittplatzierte.
Turniere
Berlin ist heute neben Hamburg die deutsche Polo-Hochburg. In Falkensee-Finkenkrug, Seeburg und Phoeben gibt es große Poloanlagen, die auch regelmäßig Turniere austragen. In der Jubiläumssaison 2006 reiht sich mit den König-Pilsener-Open im Mai (Finkenkrug), der deutschen Polomeisterschaft (Medium Goal) im Juni (Finkenkrug), der deutschen Amateurmeisterschaft im Juli (Phöben) und dem ersten Berliner High-Goal Turnier seit langem im August (Phöben) ein Höhepunkt an den anderen, so dass die Berliner und Brandenburger Polofreunde sich bereits jetzt auf spannenden und hochkarätigen Sport freuen können.
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