(openPR) Kardiologische Herausforderungen stehen im Fokus der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Intensiv- und Notfallbehandlung" (Dustri Verlag). Kritisch hinterfragt die Arbeitsgruppe Prof. Dr. Bernhard Schiefer: "Ist die Zeit reif für Unterstützungssysteme im kardiogenen Schock?"
"Der frühzeitige Einsatz von linksventrikulären Unterstützungssystemen wie der extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO) oder der Impella-Mikroaxialpumpe scheint die historisch gewachsene und forcierte Katecholamintherapie bei drohendem Multiorganversagen abzulösen. Belegt ist dieses Vorgehen bisher allerdings nur spärlich ..." Dennoch kommen die Autoren zu dem Schluss: "Der Einsatz eines Unterstützungssystems in geübten Händen sollte frühzeitig erwogen werden, bevor man mit forcierter rein medikamentöser Therapie den Patienten in einen Circulus Vitiosus treibt, aus dem es kein Entrinnen gibt - mit unwiderbringlichem Verlust der Endorganfunktion."
Dr. Georg Fröhlich und Kollegen sehen den wesentlichen "Vorteil der pumpengestützten, venoarteriellen extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO) in der partiellen oder auch kompletten Übernahme der Herz- und Lungenfunktion durch Ansaugen von venösem Blut aus dem rechten Atrium in die Zentrifugalpumpe. So kann nach Durchfließen des Membranoxygenators durch einen Ausfluss in die Aorta descendens eine hämodynamische Unterstützung bereitgestellt werden. Durch eine Reduktion des linksventrikulären Schlagvolumens mit verminderter linksventrikulärer Vorlast und erhöhter Nachlast mit Verbesserung der Organperfusion mit oxygeniertem Blut soll eine Erholung des geschädigten Myokards gewährleistet werden ..."
>> Intensiv- und Notbehandlung, Jahrgang 39, Nr. 1/2014 http://www.dustri.de
















