(openPR) Köln, 15. April 2014. Das Veedel steht für Vielfalt: Die Stadtteile Kölns zeichnen sich durch eine sehr heterogene Mischung an Architektur, Kultur, Lifestyles und Traditionen aus. Im ehemaligen Arbeiterviertel Ehrenfeld leben die 90-Jährige Urgroßmutter in ihrem Geburtshaus, die Studenten in ihrer WG, die italienische Arbeiterfamilie und die junge Freelance-Familie nebeneinander. Ihre und viele weitere Geschichten aus der Nachbarschaft präsentiert Monat für Monat der "Veedelfunker – Das Magazin, das Ehrenfeld verbindet". Denn im Mittelpunkt stehen die Menschen, die das Leben vor der Haustür besonders lebenswert machen – die mit kleinen Taten Großes bewirken. Ihre klugen Ideen, weitsichtigen Impulse und nachbarschaftlichen Initiativen sollen zum Nachahmen anregen. Seit bereits einem halben Jahr erscheint der Veedelfunker monatlich mit einer Auflage von 5000 Exemplaren. Mittlerweile sind es rund 90 Standorte – darunter Geschäfte, Cafés, Arztpraxen –, an denen er kostenlos ausliegt.
Nichts ist interessanter, als das, was gleich nebenan passiert. Diesen Reiz des Authentischen macht sich das Pilotprojekt zunutze, das Dunja Karabaic und Nika Rams mit ihrer Agentur "labor gruen." vor sechs Monaten im Kölner Westen starteten – mit dem Ziel, ökologisch und sozial nachhaltiges Handeln in der Nachbarschaft zu beleben. Die Botschaft sollte jedoch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger oder in Sonntagsreden daherkommen. Im Veedelfunker begegnen sich Leser und Autoren auf Augenhöhe. Die Beiträge drehen sich um die Dame von nebenan, die ihr Auto mit Freunden und Nachbarn teilt. Ebenso um den Herrn, der saisonal und regional kocht, oder den Schüler, der defekte Elektrogeräte repariert, die andere wegwerfen. "Viele Ehrenfelder handeln bereits nachhaltig, wissen jedoch nichts von ihrem vorbildhaften Charakter", sagt Mitinitiatorin Dunja Karabaic. "Es sind kleine Taten im Alltag, die Großes bewirken, Geschichten die inspirieren, anstecken und zum Nachahmen anregen."
Indem es interessante Leute aus der Nachbarschaft porträtiert, macht das Projekt, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt wird, vorbildliches Verhalten sichtbar – frei nach dem Motto „Mit gutem Beispiel vorangehen“. Neben dem Einblick in spannende Projekte bietet der Veedelfunker auch praktische Tipps und Tricks zu monatlich wechselnden Themen. Nachbarn gärtnern gemeinsam als Baumpaten, andere installieren in ihrer Straße nach dem Vorbild der Berliner Givebox einen offenen Geschenke-Schrank. Zwei Design-Studenten der Hochschule Ecosign entwickeln ein Veedel-Brett, auf dem Nachbarn Nachrichten und Grüße hinterlassen, ihre Talente anbieten oder nach Verbündeten in der Nachbarschaft suchen können. Davon profitieren nicht nur das nachbarschaftliche Ambiente und die Umwelt, nebenbei kommen sich auch seine Bewohner näher. "Wir wollen erreichen, dass sich die Nachbarn in der anonymen Großstadt wieder kennenlernen und ihr direktes Lebensumfeld nachhaltig mitgestalten. Denn das passiert nicht automatisch“, sagt Nika Rams.
Das Veedel ist nicht genug. Das Pilotprojekt wird dokumentiert und später evaluiert. Die Erfahrungen, die in zwölf Monaten Veedelfunker in Köln gesammelt wurden, sollen dann andernorts nutzbar gemacht werden. Einige deutsche Großstädte haben bereits Interesse an dem Projekt für ihre Stadtteile angemeldet. Denn Vorgestellt werden soll der Veedelfunker 2015 in zehn Städten Deutschlands – damit auch dort die nachhaltige Vielfalt sichtbar wird.
Abdruck honorarfrei / Belegexemplar erbeten
3.450 Zeichen (inkl. Leerzeichen)









