(openPR) Berlin, 14. April 2014 –Mehrere Bundesländer haben angekündigt, die Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) zukünftig nicht mehr finanziell zu fördern. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) weist auf die hohe Nachfrage nach PTA-Fachkräften hin und fordert den Erhalt der Ausbildungsfinanzierung.
Nach Nordrhein-Westfalen hat nun auch Hessen angekündigt, zukünftig keine Mittel mehr für die PTA-Ausbildung zur Verfügung zu stellen. „Wir können diese Entscheidung der Länder nicht nachvollziehen. Schließlich handelt es sich hier um einen Beruf mit guter Zukunftsperspektive und sehr guten Arbeitsmarktchancen“, erklärt Petra Witt, Präsidentin des VDP. Die Streichung von öffentlichen Mitteln für die PTA-Ausbildung werde Schulträger dazu zwingen, die Schulgelder anzupassen. Dies wiederum könnte zahlreiche Schüler finanziell überfordern oder sie von der Ausbildung gänzlich abhalten.
Für die vollzeitschulische Ausbildung zur PTA gibt es keine duale Ausbildungsalternative. „Wir haben schon jetzt in einigen Bundesländern einen Mangel an pharmazeutisch-technischen Assistenten. Bleibt es bei der Mittelstreichung werden es Apotheken, Kliniken und Pharmaunternehmen zukünftig noch schwerer haben, geeignetes Fachpersonal zu finden.“, so Witt weiter.
Durch das Vorgehen der Länder wird die vielfältige Bildungslandschaft in Deutschland gefährdet. Eine Streichung der Finanzierung bedroht mittelfristig auch ganze Ausbildungsstandorte. „Warum die Länder ausgerechnet bei Berufen des Gesundheitswesens Einsparungen vornehmen ist nicht nachvollziehbar. Schließlich haben wir es mit einer zunehmenden Alterung der Gesellschaft zu tun, die sich in den kommenden Jahren noch deutlich verstärken wird. Da können wir unmöglich auf gut ausgebildete pharmazeutisch-technische Assistenten und andere Gesundheitsfachkräfte verzichten“, erklärt Witt.













