(openPR) Langen, 6. Juni 2003 - Das europäische Satellitensystem EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service) nahm im Frühjahr 2003 den Probebetrieb auf. Mit einem symbolischen Knopfdruck anlässlich einer Pressekonferenz sendeten DFS-Chef Dieter Kaden und ESA-Direktor Claudio Mastracci aus dem Mission Control Center, das sich bei der deutschen Flugsicherung in Langen bei Frankfurt befindet, das erste Signal in den Weltraum.
EGNOS verbessert die Genauigkeit der Positionssignale des amerikanischen GPS (Global Positioning System). Das ursprünglich militärische GPS-System verursacht bei der Navigation Abweichungen von rund 20 Metern. Mit Hilfe von EGNOS kann die Präzision dieses Systems wesentlich verbessert werden. Für alle Verkehrssysteme - der Luftfahrt, der Schifffahrt, und den Straßen- und Schienenverkehr ? werden deutliche Vorteile – mehr Sicherheit und neue Dienste - erwartet.
EGNOS ist der erste große Schritt für ein hochpräzises europäisches Navigationssystem, dem in den kommenden Jahren GALILEO folgen wird, das eigenständige globale Netz von europäischen Ortsbestimmungssatelliten. EGNOS besteht aus einem Bodennetzwerk und mehreren geostationären Satelliten. Die von den Bodenstationen empfangenen GPS-Signale werden von vier Mission Control Centers korrigiert. Diese Korrekturdaten werden mit Hilfe von geostationären Satelliten über ganz Europa ausgestrahlt und können von den einzelnen Empfängern - Flugzeuge, Schiffe, Bahnen und Autos - genutzt werden.
Das erste Mission Control Center (MCC) wurde heute in Langen in Betrieb genommen. Weitere MCCs werden in Torrejón (Spanien), Ciampino (Italien) und Swanwick (England) aufgebaut. Am 1. Januar 2006, so die derzeitige Planung, soll EGNOS voll betriebsfähig sein. Die Kosten von rund 200 Millionen Euro sollen von den zukünftigen Nutzern und neuen Diensten refinanziert werden.
Für Rückfragen stehen Ihnen Axel Raab (06103 707 4160) oder Stefan Naerlich (06103 707 2250) zur Verfügung.








