(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Der Winter gibt sich ein weiteres Stelldichein, und das im ersten Frühjahrsmonat des Jahres. Von wetterbedingten Frühlingsgefühlen also bislang keine Spur. Der Winter hat sich, so scheint es, bei uns festgesetzt.
Tiefdruckgebiete über dem nord- und mitteleuropäischen Raum sowie Nachschub aus Norden haben seit Sonntag die Oberhand bei uns gewonnen und lassen Hochdruckgebieten bei den Azoren, über dem Mittelmeer und bei Grönland keine Chance. So wird mittlerweile in weiten Teilen Deutschlands der Sonne-Wolken-Schneeschauer-Mix zum gewohnten Anblick. In höheren Luftschichten herrscht tiefster, eisiger Winter. In Bodennähe ist die Luft hingegen durch ihren Weg über das Nordmeer erwärmt und mit Feuchtigkeit angereichert.
Die Autofahrer im süddeutschen Raum können den Winter-Eskapaden von Sturmtief Viktoria unterdessen wenig abgewinnen. Gestern Morgen landete aufgrund plötzlichen Aufklarens- nach vorherigen Schnee- und Graupelschauern bei zahlreichen Glatteisunfällen in Süddeutschland (besonders hart betroffen war der Raum um Freiburg) so manches Auto im Graben oder kollidierte mit Seinesgleichen. Ein Glück, dass uns das Blech – wenn wir nicht zu schnell waren – meist vor Schlimmerem bewahrt.
Im Schwarzwald, im Odenwald und in der Rhön ging ohne Winterausrüstung oft gar nichts mehr. Anhaltende Schneefälle hatten in der Nacht zum Teil bis zu 20 Zentimeter gebracht. In Baden schneite es gestern Früh unterdessen weiter. LKWs standen auch auf Autobahnen quer. Es bildeten sich bis zu 20 Kilometer lange Staus. Die Autofahrer mussten harte Geduldsproben auf sich nehmen.
Bis zum Wochenende bessert sich an der grundsätzlichen Wetterlage nichts – im Gegenteil.
Mit Sturmtief Xandra, das vor allem der Südhälfte morgen Abend und in der Nacht starken Wind mit Sturmböen, vorübergehend mildere Luft und Regen bis auf 700 Meter Höhe hinauf im Schwarzwald bringt, wird es noch garstiger. Denn dahinter kommt am Samstag ein frischer Schwung kalter Schauerluft mit Sturmböen aus Nordwest zu uns – der Winter schlägt erneut zurück. Am Sonntag erreicht dann vor allem den Nordwesten und Westen eine neue Schauerfront eines Tiefs das vom Nordmeer südwärts zieht.
Zum Wochenanfang bleibt es entgegen alter Rechenmodelle vom Wochenanfang weiterhin winterlich kalt. Auch darüber hinaus bleibt uns der Aprilwetter-Charakter erhalten und ist dieses Jahr besonders hartnäckig – Ende momentan nicht absehbar.
Wann es zum ersten Mal Zeit für T-Shirts im Freien wird? Das bliebt bislang noch ungewiss. Aber bis zum kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März dauert es ja auch noch eine Weile. Und die Zeit arbeitet gegen den Winter....
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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