(openPR) Die Anforderungen an Taue und Netze in der maritimen Anwendung sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Dadurch werden die verwendeten textilen Garne und Seile immer höheren Belastungen ausgesetzt. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, setzt der norwegische Netzhersteller Egersund Net AS eine 100 KN Materialprüfmaschine von Zwick mit eigens für diesen Zweck entwickelten Seil-Probenhaltern ein.
Industrielle Fischzucht findet heute in Netzgehegen statt, die so groß sind, dass man den Kölner Dom darin unterbringen könnte. Die Anforderungen an solche Fischfarmnetze sind sehr hoch. Zum einen durch die hohe mechanische Belastung bei starkem Seegang und beim Einholen der „Ernte“. Zum andern durch scharfkantige Muscheln, Salzwasser, Fischfäkalien, chemische Stoffe und Mikroorganismen welche die textilen Garne und Seile beanspruchen.
Die Wahl des führenden norwegischen Netzherstellers Egersund Net AS fiel bei der Suche nach geeignetem Prüfequipment für Fäden und Seile mit 1 bis 24 mm Durchmesser und Zugfestigkeiten bis 100 KN auf eine Prüfmaschine von Zwick. Die verwendeten Materialien weisen zum Teil sehr hohe Dehnraten auf und sind in der Regel sehr klemmempfindlich. Während neue wachsgetränkte Seile geringe Reibwerte zeigen und im Zugversuch schwer zu halten sind, haben Seile, die lange im Einsatz waren, völlig andere Eigenschaften. Durch das Salzwasser und den häufigen Wechsel zwischen trocken und nass werden sie rau und spröde. Dies waren die Herausforderungen, denen sich Zwick in der Projektierungsphase stellen musste. Gelöst wurden die besonderen Anforderungen durch eine Prüfmaschine mit erhöhtem Arbeitsraum, der den teils hohen Dehnraten der Garne und Seile Rechnung trägt. Hochelastische Seile setzen beim Bruch eine beträchtliche Energie durch die schlagenden Bruchenden frei. Deshalb ist die Maschine mit einer speziellen Schutzvorrichtung ausgestattet.
Um für einen sicheren und rutschfesten Halt hochfester, wachsgetränkter Seile zu sorgen, wurde von Zwick eigens ein neues Seil-Probenhaltersystem entwickelt und gefertigt. Die innovative Lösung zeichnet sich durch fein dosierbaren Klemmdruck und hohes Energieaufnahmevermögen aus. Damit können sowohl dünne Fäden als auch bis zu 24 mm dicke geflochtene Seile in einem Spannsystem, ohne Wechsel der Probenhalter, geprüft werden. Die Zugspannung der Probe wird zu einem Teil durch den Reibschluss auf der Rolle und zum anderen Teil durch die fein dosierbare hydraulische Endklemmung aufgenommen. Auf diese Weise werden Klemmbrüche stark reduziert. Zwick ist es damit gelungen, eine individuelle Prüflösung zu entwickeln, die allen Anforderungen des Kunden gerecht wird.













