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Wir sind erstmal dagegen

25.03.201416:56 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Wir sind erstmal dagegen

(openPR) Sobald in Deutschland ein Infrastruktur-Projekt ansteht bzw. sobald dieses konkretere Formen annimmt, formiert sich automatisch der Protest. Da spielt es keine Rolle, ob das Projekt seit 20 Jahren geplant wird und bekannt ist(siehe Stuttgart21) oder ob die geplanten Flächennutzungspläne für ein neues Wind-Vorranggebiet seit 2 Jahren immer wieder veröffentlicht worden sind und 2 Mal öffentlich ausgelegt worden sind. Wenn es dann an die Entscheidung geht, heißt es zuerst einmal: „Was soll das? Das wollen wir nicht! Wir wurden darüber nie informiert!“.


Genauso lief es auch kurz vor Ende der zweiten Auslegungsphase des Flächennutzungsplans für ein Windparkprojekt in Baden-Württemberg. Kurz vor Ende der zweiten Auslegungsphase formierte sich hier der Widerstand gegen das Windenergieprojekt. Basierend auf teilweise falschen Tatsachen und gefälschten Fotoanimationen, die die geplanten Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe von ca. 300 m zeigten (geplant sind 137m) wurde eine Online-Petition gegen das Projekt gestartet und versucht, Druck auf die Gemeindeverwaltung auszuüben.
Am vergangenen Donnerstag Abend kam es dann zum Showdown in einer Bürgerversammlung. Die Windparkgegner (in Person eines einzelnen) hatten einen Fragenkatalog zum Windpark ausgearbeitet, an die Gemeinde vorab geschickt und darum gebeten, dass diese Fragen im Rahmen des Termins geklärt werden. Nachdem zu Beginn der Veranstaltung der Bürgermeister die Notwendigkeit erläutert hatte, warum vor Ort ein Windvorranggebiet ausgewiesen werden muss (Vorgabe von der Landesregierung), wurde vom Kreisplanungsamt erläutert, warum dieses Vorranggebiet welche Größe hat und was bei der Planung alles zu berücksichtigen ist. Zu guter Letzt hatten dann die Projektierer die Chance, das Projekt vorzustellen und auch die realen Fotoanimationen, von einem unabhängigen Gutachter erstellt, zu präsentieren.
Nach den Präsentationen ging dann die Fragerunde los und die Gegner hatten das Wort. Zunächst wurde die Online Petition übergeben mit 500 Internet-Signaturen. Schaut man sich diese aber einmal genauer an, so zeigt sich, dass von 500 Gegnern alleine 100 Kinder und Babys sind. Weitere ca. 150 Personen wohnen gar nicht vor Ort und sind teilweise aus ganz Deutschland. Von den verbliebenen 250 Gegnern kam dann heraus, dass mindestens 100 davon nur unterschrieben hatten, um anderen einen Gefallen zu tun. Und das ist schon das erste Erschreckende an vielen Petitionen und Protestbewegungen. Kaum schaut man sie sich einmal genauer an, so zeigt sich leider schnell, dass immer versucht wird, mit allen Mitteln zu arbeiten, um Projekte möglichst schlecht dastehen zu lassen. Gleiches Spiel dann auch bei den Fragen: Hier wurden Behauptungen aufgestellt, die nicht ganz realitätsnah waren und vor allem darauf gerichtet waren, die Projektierer und die Gemeindeverwaltung (vor den anstehenden Gemeinderatswahlen bei denen die Hauptgegner selber kandidieren) in ein schlechtes Licht zu rücken.
Bei diesen Gelegenheiten zeigt es sich immer wieder, wie wichtig es ist, sich auf eine solche Veranstaltung richtig vorzubereiten, die Projektgegner und ihre Sorgen ernst zu nehmen und Redner zu haben, die auch persönliche Angriffe abwehren können. Und dann kann es auch dazu kommen, dass die Stimmung anfängt zu kippen und sich nicht nur Kritiker zum geplanten Windpark äußern. Als in besagter Bürgerversammlung die ersten Anwohner, die zukünftig direkt auf die neuen Windenergieanlagen sehen werden, sich positiv zum Bau der Anlagen meldeten, war der Beifall fast größer als bei negativen Kommentaren.
Dass am Ende nicht alle dafür sein werden ist klar. Bietet man den Gegnern aber an, dass man die von ihnen angezweifelten Fotoanimationen gerne mit ihnen gemeinsam noch einmal erstellen kann und gemeinsam Fototermine durchführen kann, so haben sie auf einmal keine Zeit für solche Tätigkeiten. Andere Gegner beharren auf Theorien dass die Energiewende mit dem weiteren Ausbau der Wasserkraft in Deutschland realisierbar wäre und drehen einem den Rücken zu, wenn ihnen erläutert wird, dass das Wasserkraftpotenzial in Deutschland zu ca. 97% ausgeschöpft ist.
Natürlich ist es nicht unbedingt das schönste auf der Welt, von der Terrasse aus auf Windräder zu sehen und der Unmut der Betroffenen ist durchaus verständlich. Aber wenn nun einmal eine Energiewende in breiter Masse gewollt wird, dann muss man sich auch der Konsequenzen bewusst sein und darf nicht nur auf die bösen Politiker, die bösen Projektierer und die bösen Energieversorger schimpfen. Es ist an der Zeit, dass sich ALLE bewusst werden, dass eine Energiewende nur gemeinsam erfolgreich umgesetzt werden kann. Und Sätze wie: „Windenergie ja, aber nicht hier“ sind zwar nachvollziehbar aber bringen die Energiewende leider nicht voran.

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