(openPR) Ach, sie liegt ja so nahe, die 1-Million-Euro-Frage: »Wie werde ich reich?« Zugleich aber entlarvt »Wie werde ich reich?« den Fragesteller. Unerbittlich. Und zwar als jemanden, der vom Geheimnis des Reichtums keinen blassen Dunst hat. Noch nicht. Denn er hat ja jetzt die Chance, »Die Bibel des finanziellen Erfolgs« von Richard R. Folg zu studieren. Um die Antwort zu erkennen auf: Wie werde ich reich? So viel sei verraten: Jedenfalls nicht, indem Reichtum als alleiniges Lebensziel definiert wird, dem sich alles andere unterzuordnen hat. (Diese aufwühlende Quintessenz lässt dann auch den Ärger über das platte Autoren-Pseudonym vergessen.)
Zurück zum Thema: »Wie werde ich reich?« zählt zu jenen Such-Phrasen, bei denen der Zugriffszähler bei Google regelmäßig heißläuft. Es muss also was dran sein am »Wie werde ich reich?«. Und daher empfiehlt sich »Die Bibel des finanziellen Erfolgs« als brillant geschriebene 180-Seiten-Lektüre, die eine schmerzliche Wissenslücke nach der anderen rund ums Reichwerden schließt. Derer gibt es genug. Die meisten bei uns in Deutschland. Leider.
Zugegeben, Napoleon Hills »Denke nach und werde reich« haben in unserem Lande bestimmt schon einige Leute als Nachttischlektüre erkoren. Auch T. Harv Ekers Leitfaden »So denken Millionäre« bereichert (!) zweifellos so manches Bücherregal zwischen Flensburg und München. Aber es wirft ein bezeichnendes Licht auf den nervtötend linken deutschen Zeitgeist, dass sich die wenigsten armen Schlucker trauen, sich dazu zu bekennen, ihre Nasen überhaupt in solche »kapitalistisch bösen« Werke zu stecken. »Armut für alle!« Diesem Credo klatscht der dumme deutsche Michel inzwischen begeistert Beifall.
In diese vor allem in Deutschland schwärende Wunde legt der Autor schon ziemlich am Anfang seinen überaus begabten Schreib-Finger. Ja, man darf in diesem unserem Lande der Kinderschänderei das Wort reden und kann dennoch später ohne Schwierigkeit ein ziemlich hohes Tier bei den Grünen werden – siehe Daniel Cohn-Bendit. Mit Pädophilie haben die bis zum Erbrechen toleranten, sprich: im Rückgrat-Sektor voll entkernten Deutschen kaum ein moralisches Problem. Wehe aber, jemand stellt diese Tabu-Frage: »Wie werde ich reich?« Wenn er Glück hat, wird er darob belächelt. Meist aber wird er als böses Kapitalistenschwein abgestempelt. Eins, das man tunlichst totschlagen sollte. Denn noch immer gilt in Deutschland die Fehlformel: arm = gut, reich = böse. Kein Wunder also, dass es in Deutschland weitaus schwerer ist, sein finanzielles Glück zu genießen als in anderen Regionen dieser Welt.
Folgerichtig macht der Autor die bundesdeutsche Neidgesellschaft als einen ganz großen Hemmschuh auf dem Weg zum persönlichen finanziellen Erfolg dingfest. Diese Missgunst wird aus Sicht des Verfassers noch durch Sozialisten angeheizt, also durch die Light-Version der Kommunisten. Letzten Endes aber entlarvt der Autor sowohl Hell- als auch Dunkelrote als Blender, die links reden, aber rechts handeln. Es ist erhellend zu lesen, wie in dem Buch ausgerechnet Karl Marx (einer der Schöpfer von arm = gut, reich = böse) als Anstifter entlarvt wird – für den Massenmord an Abermillionen, die unter Lenin, Stalin, Mao, Pol Pot und Castro dem Kommunismus und Sozialismus geopfert wurden.
Dem Autor geht es bei dieser Abrechnung darum, dem Leser eines klarzumachen: »Wie werde ich reich?« ist alles andere als eine unmoralische Frage. Im Gegenteil: »Wie werde ich reich?« ist sogar eine sehr natürliche und nachvollziehbare Lebensaufgabe. Dennoch führt die Formulierung in die Irre – aber dazu später!
Warum haben gerade in Deutschland so viele Menschen so ein Problem mit dem Reichtum? Das Problem, dass sie entweder kein Geld haben – oder sogar kein Geld haben wollen? Die schier unerträgliche Linksaußen-Berieselung in diesem Land ist sicherlich ein Grund dafür, wie der Autor in seinem Buch nachvollziehbar darlegt. Aber er führt noch weitere Reichtums-Barrieren auf: falsche Vorbilder im Elternhaus, die ebenfalls aus der linken Ecke stammende populäre Vorstellung, der Erfolg eines Menschen hänge vor allem von den Genen ab, dem Talent, der Umwelt, der Schule, Glück oder Schicksal. Und dann gibt es natürlich noch das Anti-Vorbild der extremen Superreichen, angesichts deren die Frage »Wie werde ich reich?« einen überaus bitteren Beigeschmack annimmt. Der Autor erwähnt hier völlig zurecht Mord-Schurken wie Rockefeller oder die Fugger.
Aber – und das ist das Schöne an dieser Reichtums Bibel – es gibt immer noch einen goldenen Mittelweg. »Wie werde ich reich?« zu fragen ist mehr als statthaft, im Gegensatz zu: »Wie werde ich stinkreich?« Eine »nur« sieben- oder achtstellige Summe auf dem Guthabenkonto ist doch auch schon ganz nett, oder? Und sie ist erreichbar – vor allem: ganz ohne List und Tücke. Mit Recht weist der Autor darauf hin, dass die allermeisten Millionäre in Deutschland für die Antwort auf die Frage »Wie werde ich reich?« ihre Seele eben nicht dem Teufel verkauft haben, wie es Rockefeller oder Gates gemacht haben mögen. Und jetzt nähern wir uns dem interessanten Kern dieses Buches!
Zum einen lässt der Autor in Form von Interviews Zeitgenossen zu Wort kommen, für die sich die Frage »Wie werde ich reich?« nicht mehr stellt. Schlicht und ergreifend, weil sie es schon sind: darunter so illustre Namen wie Helmut Aurenz, Klaus Kobjoll oder Matt Feshbach. Hier kann der Leser gewissermaßen am »lebenden Objekt« nachvollziehen, wie die Antwort auf »Wie werde ich reich?« lauten muss. Am Schluss dann lüftet der Autor das universelle Geheimnis des finanziellen Erfolges – auf Basis von einhundert Interviews mit Millionären, die namentlich nicht erwähnt werden.
Finanzieller Reichtum hat immer und ausschließlich seine Ursachen im ideellen Reichtum eines Menschen. Menschen, die es aus eigener Kraft zu Reichtum gebracht haben, haben diesen Weg eben nicht genommen, weil sie sich die Frage »Wie werde ich reich?« gestellt haben. Nein, vielmehr hat in ihnen eine nicht vom Reichwerdenwollen beherrschte Vision gebrannt, eine Idee. Außerdem haben sie sich unverrücklich dafür entschieden, diese Idee Realität werden zu lassen – komme, was wolle! Zudem haben sie ihre Ziele systematisch verfolgt, überdurchschnittlich viel Verve investiert, die Qualität ihrer Ergebnisse ständig hochgeschraubt, Durchhaltevermögen gezeigt, Verkaufstalent entwickelt, das Ohr am Kunden gehabt und hohe ethische Ansprüche an sich selbst gestellt. Wer diese Qualitäten hat oder entwickelt, der wird um bedeutenden finanziellen Reichtum gar nicht herumkommen. Finanzieller Reichtum ist nämlich »lediglich« eine unweigerliche Folge all dieser Aktivitäten und Qualitäten. Es gehört zum großen Verdienst dieses Buches, genau diesen völlig unterschätzten Zusammenhang besonders deutlich aufzuzeigen. Oder handelt es sich schon um ein Naturgesetz?
Tatsächlich kann der Autor 10 Gesetze des Reichtums formulieren, von denen einige kaum zu erwarten sind, beispielsweise Gesetz 8 und 9. Und: Ideen, Ideen, Ideen... das ist die Treibhefe, aus der Erfolg gebacken wird. Aber Folg gibt tatsächlich eine »Geld-Idee-Formel« preis, die allein den Kauf des Buches lohnt.
Fazit: »Wie werde ich reich?« ist, allem linken Zeitgeist zum Trotz, eine absolut angemessene Frage im Leben jedes Menschen. Genug Geld für ein selbstbestimmtes Leben zu verdienen ist moralisch wertvoll und nichts Verwerfliches. Dennoch ist »Wie werde ich reich?« die falsche Frage. Auf unterhaltsame und gekonnte Weise schärft dieses Buch das Bewusstsein des Lesers dafür, dass der äußere Reichtum unweigerlich eine materielle Manifestation des inneren Reichtums darstellt. Und das Schöne daran: Um diesen inneren Reichtum freizulegen oder auszubauen, braucht man kein Geld. Auch keinen Bankkredit. Ideen, Visionen, Entschlossenheit, Standvermögen, Überzeugungskraft und Anstand kann man sich entweder aneignen. Oder man kann beschließen, diese Tugenden zielgerichtet zu leben. Dieses Buch bietet jede Menge Anregungen, um genau das zu tun und verdiente finanzielle Erfolge zu feiern.


