(openPR) Es sind stets konkrete Bedarfe, an denen sich die Stiftung „Zukunft schenken!“ bei ihrer Hilfe für Kinder und Jugendliche im Rheingau orientiert und die von Jugendhilfeeinrichtungen, Kindertagesstätten oder Schulen an sie herangetragen werden. So arbeitet Stiftungsvorsitzender Jean-Dominique Risch mit verschiedenen Institutionen und Vereinen zusammen. Auch mit der Schulleitung, Vertretern des Schulelternbeirates und des Fördervereins der Reformschule Rheingau in Oestrich.
Seit Jahren engagiert sich die Kinderhilfestiftung vor allem auch an der einzigen Hauptschule im Rheingau. Dort organisiert sie beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Studentenschaft der European-Business-School Lernpaten für die jugendlichen Schüler oder stockt seit Jahren das bestehende Angebot der Schulsozialarbeit um monatlich 20 Stunden auf. Sonja Schwarz-Niemeyer, Diplomsozialpädagogin und einzige Mitarbeiterin der Stiftung, widmet dabei ihre Tätigkeit an der Schule vor allem den Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassen, die nämlich nicht im Fokus der kommunalen Schulsozialarbeit liegen. Schwarz-Niemeyer hat dabei das Ohr bei den Sorgen und Nöten der jugendlichen Schüler, erkennt Bedarfe, steht den Schülern selbst als Gesprächspartnerin zur Verfügung oder organisiert individuelle Unterstützung für die Jugendlichen.
Im vergangenen Jahr hatten sich Stiftung, Schulleitung und Vertreter des Schulelternbeirates und des Fördervereins zu einem Gespräch getroffen, um zu schauen, wo „Zukunft schenken!“ bestehende Angebote der Schule auf sinnvolle Weise begleiten, unterstützen oder ergänzen kann. Als Bedarf wurde hier die Unterstützung der Jugendlichen in der Phase der Berufswahl und bei der Bewerbung gesehen und Schwarz-Niemeyer mit der Erarbeitung eines Konzeptes und dessen Umsetzung beauftragt.
Im Februar schließlich waren die Jugendlichen der 9. und 10. Klassen, die sich auf eine Ausbildungsstelle bewerben wollten, dazu eingeladen, an dem freiwilligen Angebot der Stiftung teilzunehmen. Ziel des Bewerbungstrainings war, die Jugendlichen in der Orientierungsphase bei der Berufswahl zu begleiten, Bewerbungsschreiben mit ihnen zu erarbeiten und sie mit praktischen Übungen auf Bewerbungsgespräche und Einstellungstests vorzubereiten. 12 Schülerinnen und Schüler nahmen dieses Angebot schließlich interessiert an. Unterstützt wurde Schwarz-Niemeyer dabei von Peter Diesler von der Jugendberufshilfe im Rheingau-Taunus-Kreis.
Zunächst wurden die Jugendlichen in der beruflichen Orientierungsphase begleitet. Hier spielte nicht allein der Berufswunsch, sondern auch die persönlichen Begabungen der Jugendlichen eine Rolle. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit sich in Einzelgesprächen beraten zu lassen, mit ihnen wurden Stellenanzeigen gesichtet und Schlüsselqualifikationen besprochen. Als weiteres Angebot hatten die Jugendlichen die Möglichkeit sich in die Situation eines Bewerbungsgespräches zu begeben. Nicht für alle war es einfach, sich dabei filmen zu lassen oder die Situation vor den anwesenden Gleichaltrigen durchzuspielen. Hilfreich aber war es allemal, weil sie sich in der Situation selbstkritisch betrachten konnten, sich die Situation professionell auswerten ließ und sie hilfreiche Rückmeldungen der Klassenkameraden erhielten.
Als weitere Unterstützung trafen sich die Jugendlichen an einem Vormittag mit Studenten der European-Business-School, die selbst ja schon Erfahrung mit Bewerbungen hatten, um konkret an den Bewerbungsschreiben bzw. Bewerbungsmappen zu arbeiten. Dabei ging es vor allem auch darum, mit den Jugendlichen individuelle Anschreiben an die zukünftige Ausbildungsstätte zu formulieren, in denen die Jugendlichen ihre Stärken und vermeintlichen Schwächen selbstreflektiert definieren. Beim gemeinsamen Arbeiten mit den Studenten wurde den Schülern außerdem der Wert einer gut formulierten Bewerbung, die schließlich einen positiven Eindruck bei der zukünftigen Ausbildungsstätte hinterlassen soll, bewusst. Begleitet wurde das Programm über die ganze Zeit mit vertiefenden Gesprächen und intensiven Trainings. Beeindruckt zeigte sich Schwarz-Niemeyer dabei von der Motivation der Jugendlichen, die kontinuierlich an dem Programm teilnahmen und engagiert mitarbeiteten.
Stiftungsvorsitzender Risch erinnerte an den Anspruch der Stiftung, dass Kindern und Jugendlichen aus der Stiftungsarbeit ein unmittelbarerer Mehrwert entstehen soll und freut sich, dass das Bewerbungstraining der Stiftung nicht nur sehr positiv angenommen wurde, sondern in dieser Form an der Reformschule Rheingau bisher auch einmalig sei. Er erinnerte dankbar daran, dass dieses Engagement an der Reformschule vor allem aufgrund einer dauernden, sehr namhaften Spende der Unternehmensgruppe Garreis in Marienthal möglich ist.













