(openPR) 2. „IR-Kompass 2005/06“ nimmt 50 Unternehmen aus DAX, MDAX, SDAX und CDAX unter die Lupe
München (01. März 2006) – Die Börsen haben angezogen – konnte die Finanzkommunikation mithalten? Das war die zentrale Frage des 2. „IR-Kompass“ der Münchner ComMenDo Agentur für Unternehmenskommunikation. Das Ergebnis: Unter dem Strich hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht viel bewegt. Aussagen zu Unternehmensstrategie und Equity-Story sind weiterhin Mangelware. Dialog und interaktive Funktionen, die das Internet bietet, werden wenig genutzt. Sieger BASF liegt mit 84,9 Prozent der maximal möglichen Punktzahl deutlich über dem Gesamtindex (54,5%). Der MDAX konnte sich gegenüber dem SDAX absetzen. Der CDAX verliert weiter an Boden.
Die DAX-Unternehmen (Benchmark: BASF 84,9 %) haben mit 72,4 Prozent (Vorj.: 69,4%) klar die Nase vorn. Dabei punkten sie vor allem mit Geschäftsbericht sowie IR-Newsletter. Die MDAX-Gesellschaften (Benchmark: Hannover Rück 72,0%) erzielen in 21 von 24 Kategorien bessere Wertungen als im Vorjahr und können um gut sieben Prozent-Punkte auf 57,5% zulegen. Sie weisen SDAX-Unternehmen (Benchmark: GfK 71,6%) mit 50,5% (Vorj.: 50%) deutlich in die Schranken. Die untersuchten CDAX-Gesellschaften (Benchmark: MWB 51,6%) verlieren bei allen IR-Instrumenten an Boden und fallen mit 40,4% weiter zurück (Vorj.: 43,4%).
Fazit bei IR-Instrumenten: Wenig Strategie, wenig Dialog
Beim Blick auf die Kommunikationsinstrumente bleiben die alten Schwächen bestehen. Der Geschäftsberichts-Index erreicht 60,1% (Vorj.: 61,2%). Nach wie vor fehlen in mehr als jedem zweiten Bericht Aussagen zur Unternehmensstrategie oder sind auf hinteren Seiten versteckt. Die entsprechenden Kapitel sind nahezu ausschließlich auf Zahlen und Charts fokussiert.
Die vielfältigen Möglichkeiten des Internets, mit Aktionären und potenziellen Investoren direkt in Dialog zu treten, werden nur von rund einem Viertel der Unternehmen genutzt. Dafür verbesserte sich das Informationsangebot im Netz. Der Web-Index klettert um gut zwei Prozent-Punkte auf 57,9% (Vorj.: 55,8%).
Der IR-Newsletter fristet mit einem Index-Wert von 16% weiter nur ein Mauerblümchen-Dasein (Vorj.: 16,9%) und zählt erneut nur im DAX zum Standard.
Damit bestätigt die Studie die Ergebnisse ähnlicher Untersuchungen der Universitäten St. Gallen und Eichstätt. Danach wünschen sich viele Vorstände mehr persönliche IR-Maßnahmen. Dem stehen Defizite in der schriftlichen Fixierung von Strategien in der Finanzkommunikation gegenüber.









