(openPR) Braunschweig. Es geht um kulturelle Identität und elementare Menschenrechte: die indigenen Völker Brasiliens stehen „Im Kampf um Land und Leben“. Hierüber berichten auf Einladung der ev.-luth. Kreuzkirche Alt-Lehndorf und des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM) Indigene aus eigener Sicht und Mitarbeitende des Indigenenmissionsrates COMIN in Brasilien am 26. März um 19:00 Uhr in der esg Braunschweig (Pockelsstraße 21).
Seit der Ankunft der Europäer vor über 500 Jahren kämpfen die indigenen Völker Brasiliens um ihre Existenz. Sie erlitten Völkermord, starben an eingeschleppten Krankheiten, und werden bis heute ihres Landes beraubt. Große Teile des tropischen Regenwaldes am Amazonas, ihres natürlichen Lebensraumes, sind durch rücksichtlos betriebenen Raubbau zerstört. Ein Prozess, der noch immer nicht gestoppt ist: industrielle Großprojekte, riesige Viehzuchtbetriebe, die sich auch mit Gewalt neuer Weideflächen bemächtigen, und die Konkurrenz mit anderen sozialen Randgruppen wie den landlosen Siedlern bedrohen die indigenen Völker Brasiliens.
Davon und von ihrem Kampf gegen die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensgrundlagen berichten an diesem Abend Jocelino da Silveira Quiezza vom Volk der Tupinikim und Merong Tapurumã vom Volk der Pataxo Hãe Hãe Hãe. Begleitet werden sie dabei von Pastorin Dr. Renate Gierus und Pastor Hans Alfred Trein vom Indigenenmissionsrat (COMIN) der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekennt-nisses in Brasilien.
Weil auch lutherische Siedler – meist unwissentlich –vom brasilianischen Staat Land übereignet erhielten, von dem vorher Indigene gewaltsam vertrieben worden waren, sieht die brasilianische Partnerkirche eine Mitverantwortung ihrer Mitglieder, die zumindest Nutznießer der Gewalt gegen Indigene waren.
Wie die brasilianische Partnerkirche des ELM ihre Verantwortung heute wahrnimmt, auch davon wird an diesem Abend die Rede sein.
Weitere Informationen zu dem Abend:
Tobias Schäfer
Tel.: (0511) 1215-292
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