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Europäische Schutzgebiete in NRW erleben

17.03.2014 • 07:51 Uhr • Tourismus, Auto & Verkehr
Bild: Europäische Schutzgebiete in NRW erleben

(openPR) Neues Portal „Natur erleben NRW“ von NABU und FH Münster ist online | Individuelles Radrouting zu nordrhein-westfälischen Naturschätzen

Düsseldorf/Münster – „Natur erleben NRW“, das neue Naturerlebnis- und Radroutingportal für Nordrhein-Westfalen ist jetzt online. An der Schnittstelle zwischen Naturschutz und Tourismus versetzt dieses Portal den Naturfreund zukünftig in die Lage, ein- oder mehrtägige Touren zwischen 200 ausgewählten Natura-2000-Gebieten in Nordrhein-Westfalen zu erstellen. Gefördert von der EU und dem nordrhein-westfälischen Umweltministerium, haben der NABU NRW und die Fachhochschule Münster dieses Projekt in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen des 'NRW-EU-Ziel2-Programms - Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung' umgesetzt.



http://www.natur-erleben-nrw.de

„Mit der Freischaltung dieses Portals verfügt Nordrhein-Westfalen nun über eine in dieser Form einzigartigen Informationsquelle zum Naturerleben in NRW“, so Peter Knitsch, Staatssekretär im Umweltministerium NRW, der die neue Website offiziell freischaltete. „Denn was oft unter den Tisch fällt, Nordrhein-Westfalen trägt trotz seiner hohen Bevölkerungsdichte für viele Tier- und Pflanzenarten eine europaweite, zum Teil sogar weltweite Verantwortung. Das neue Angebot fördert einerseits das Naturerleben in Natura-2000-Gebieten und weckt, andererseits Verständnis dafür, dass nicht alle Natura-2000-Gebiete dem Naturerleben gleichermaßen zur Verfügung stehen können, da hier der Schutz der Natur Vorrang hat.“

In enger Zusammenarbeit, insbesondere mit den Biologischen Stationen, wurde deshalb bereits bei der Auswahl der Gebiete darauf geachtet, dass diese naturverträglich erschlossen sind oder sich auf andere Weise für die touristische Nutzung eignen und so der eigentliche Zweck der ausgewählten Gebiete – der Schutz der Natur – nicht beeinträchtigt wird. „Auch wenn die Besucherfrequenz in besonders beliebten Gebiete wächst, ist es aus Sicht des Naturschutzes dennoch wünschenswert, dort wo eine entsprechende Infrastrukur mit Wegen und Aussichtspunkten vorhanden ist, zumindest in Teilen ein Naturerleben zu ermöglichen“, sagte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Denn Natur erleben und Natur schützen seien zwei Seiten einer Medaille. Nur wer die Natur schätze und liebe, sei auch bereit sich für ihren Erhalt einzusetzen.

Eigens für dieses Projekt hat die FH Münster ihr Fahrradroutingsystem Naviki deutlich überarbeitet und erweitert. „So ist in dem neuen Portal ein Fahrradrouting möglich, das speziell auf die Natura-2000-Gebiete zugeschnitten ist und den Naturfreund in die Lage versetzt, Touren anhand individuell festgelegter Auswahlkriterien zusammenzustellen“, erklärte Naviki-Projektleiter Prof. Dr. Gernot Bauer. „Mit Naviki unter der Haube, Europas meistverbreitetem Fahrradroutenplaner, ist das neue Online-Portal des NABU nicht nur naturschutzfachlich ganz weit vorne, sondern auch technisch“, so der Informatik-Professor. Zudem werden ab Ende März Apps für Smartphones die Möglichkeit bieten, unterwegs Informationen über die aktuelle Route, die Gebiete und so genannte "Points of Interest" (POI) abzurufen.

Der Einstieg über eine in Tourismusregionen eingeteilte interaktive Karte ermöglicht Unentschlossenen, das Wunschgebiet einzugrenzen. Themenrouten, Vorschläge zu regionalen Touren und vier in das Portal integrierte Kurzfilme über regionale Naturschönheiten helfen bei der Auswahl der anzufahrenden Gebiete, die in 200 Porträts vorgestellt werden. Neben zahlreichen touristischen Informationen finden sich hier ausführliche Angaben zu faunistischen und floristischen Besonderheiten. Erläuterungen dazu, was Natura 2000 überhaupt bedeutet, welche Lebensräume dazu gezählt werden, welche Arten besonders geschützt sind und was es beim Besuch von Schutzgebieten zu beachten gilt, runden die Informationen ab.

Video:
Tour durch Natura 2000 Gebiete

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