(openPR) Fluoreszierender Streifen am Nachthimmel gestern gegen 22:30 MEZ über HH
So der Betreff einer eMail von Ralf T. am Montag, den 27.Februar 2006 - und hier der Inhalt:
"Guten Morgen, gestern konnte ich einen fluoreszierenden Leuchtstreifen etwa 10° östlich von Castor und Pollux (Sternbild Gemini) gegen 22:30 MEZ in Hamburg-Bergedorf beobachten. Ein Porlarlicht (PL) möchte ich ausschliessen, da ich schon einige gesehen habe. In unseren Breiten treten solch grüne PL eher am Horizont auf und stehen in Bögen am Himmel, außerdem verändern sie sich meist recht schnell. Das einzige, was sich bei diesem Objekt veränderte, waren 'Kondensationen', sie wechselten relativ schnell, gelegentlich innerhalb weniger Sekunden ihre Intensität. Die Farbe war eher fahlgrün, die Richtung des Strahls verlief in Nord-Süd-Richtung, was für eine Ausrichtung an Magnetfeldlinien sprechen würde. Das Objekt verlagerte sich nur unwesentlich in nördliche Ausrichtung. Die Größe kann ich mit etwa 3° in Längsrichtung angeben, seine Breite betrug nur etwa 0,5° also relativ kleinräumig. Allerdings ging von diesem Strahl Richtung Westen eine Art leicht gebogener, flächenhafter Schweif aus, der sehr lichtschwach war. Das Phänomen dauerte etwa 60 Minuten. So lange dürfte kein PL an Ort und Stelle verharren. Das Ganze sah aus, als ob es im Eigenlicht leuchte, deshalb möchte ich ebenfalls eine hohe Wolke ausschließen. Außerdem bewegte es sich so gut wie nicht, allenfalls ein leichtes Abdriften in westliche Richtung war innerhalb einer Stunde zu beobachten. Vielleicht insgesamt 2°, mehr nicht. Für einen Laser war das Erscheinungsbild auch viel zu diffus und auch nicht so schön knallgrün, wie die Sauerstofflaser. Zu meiner Person kurz, bin Dipl.Betriebswirt und seit 35 Jahren Amateurastronom."
T. hatte bereits bei Wetterzentrale.de und Astrotreff.de die Beobachtung vorgestellt gehabt, wie ich bald darauf feststellte - dort hatte er auch erklärt: "Zwischenzeitlich habe ich CENAP informiert, mal gucken, ob die eine Idee haben." Interessant aber auch: Die b&w-Allsky-Kamera der naheliegenden Sternwarte Hamburg-Bergedorf hatte um 22.12 h einen auffälligen (will heißen: kräftigen) Lichtstreifen für den 'Moment' (ca 10 Minuten Belichtungszeit) aufgenommen (also auch ca 15 Minuten VOR der Sichtung durch T. - weitere Bilder zwischen 22:30 h bis 23:30 h dort zeigten dagegen NICHTS dergleichen, also in den Sichtungszeitraum fallend), welcher eigentlich an einen Meteor erinnert. Bemerkenswert aber auch: Das Sternbild Gemini stand zu jener Zeit relativ hoch am Himmel, aber T. schloß für sich selbst eine "große Höhe aus". 'Merkwürdig'. André Knöffel bei Astrotreff.de machte auf http://www.aip.de/~rend/nov8-phen.html aufmerksam, wo eine kleine Aufstellung "ähnlicher Ereignisse" aufzufinden sei - obwohl, wenn man genauer hinschaut es damit nicht wirklich weit her ist, um damit zu diesem aktuellen Fall dienlich zu sein. Trotzdem zeigt sich hier gleichsam, dass die astronomische Welt auch ihre "UFOs" hat!













