(openPR) Analyse zeigt, wie Apple mit iBeacon das Payment verändert und Kreditinstitute unter Druck setzt
München, 25. Februar 2014 – Rund 120 Millionen Euro Umsatz durch Kartengebühren macht Apple mit der Payment Funktion von iBeacon Kreditinstituten und Kreditkartenun-ternehmen in den nächsten drei Jahren streitig. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Managementberatung Mücke, Sturm & Company (MS&C). Aufgrund zahlreicher Ein-satzmöglichkeiten für Händler in den Bereichen Indoor-Navigation, Location Based Ser-vices und Mobile Payment hat iBeacon großes Potenzial. „Apple wird bisherige Strukturen im Bereich Payment aufbrechen und etablierte Player unter Druck setzen.“, erklärt Achim Himmelreich, Partner bei Mücke, Sturm & Company.
Diese Unternehmen sollten insbeson-dere Loyalty-Programme zur Kundenbindung entwickeln, so seine Empfehlung.
Apple punktet mit Vorteilen und einem großen Kundenstamm
Obwohl sich Apple mit der iBeacon-Technologie nicht ausschließlich auf den Zahlungsprozess fokussiert, so werden durch die eigene Mobile Payment-Lösung zusätzliche Umsätze generiert. MS&C hat die Auswirkun-gen von Apples Marktein-tritt auf die Umsatzvertei-lung von Gebühren für Kartenzahlungen in den nächsten drei Jahren ana-lysiert und den bedrohten Umsatz errechnet. Dabei ist deutlich geworden, dass das Potenzial für Apple groß ist und etab-lierte Unternehmen im Kreditkarten-Payment unter Druck gesetzt werden. Obwohl die dargestellte Entwicklung von Fakto-ren abhängt, die derzeit nur schwer vorherzusagen sind, wie beispielsweise der Marktdurchdrin-gung von iBeacon im Einzelhandel, so ist die Situation für Kreditinstitute dennoch alarmierend. MS&C empfiehlt ihnen, Strategien gegen die Bedrohung zu entwickeln, wobei insbesondere Loyal-ty-Programme ratsam sind, um den bestehenden Kundenstamm an sich zu binden.
PRESSEINFORMATION
Apples Mobile Payment - der Game Changer am POS 2
Bei der Berechnung der Umsatzverteilung ist MS&C von einer Steigerung auf rund 9 Mio. iPhone-Besitzern in Deutschland bis 2017 ausgegangen. Im gleichen Zeitraum werden auch die Umsätze, die durch Gebühren vom Handel generiert werden, auf knapp 700 Mio. EUR ansteigen. Innerhalb der Zielgruppe von knapp 50 Mio. Personen in Deutschland, wird Apple mit Beacons rund 18 Pro-zent erreichen können und damit etablierten Playern um die 120 Mio. EUR Umsatz durch Gebüh-ren streitig machen.
Kreditinstitute und Kreditkartenunternehmen geraten durch Apples Mobile Payment unter Zug-zwang. Beacons bieten Händlern viele Vorteile und Apple verfügt bereits über einen weit verbreite-ten Kundenstamm, von dem ein erheblicher Teil seine Bank-und/oder Kreditkartendaten auf der eigenen Plattform iTunes hinterlegt hat.
EC-Karte ist nach Barzahlung besonders beliebtes Zahlungsmittel
Kartenzahlungen machen fast die Hälfte des Umsatzes im deutschen Einzelhandel aus. Barzahlungen neh-men immer weiter ab und Kartenzah-lungen werden beliebter. Seit 2012 liegt der Anteil an Kartenzahlungen über 40 Prozent.
Einen Großteil des Umsatzes macht die EC-Karte aus. Der Einzelhändler zahlt 0,3 Prozent der Kaufsumme als Entgelt an Kreditinstitute wie Banken oder Sparkasse, mindestens jedoch acht Cent. Im Schnitt kommen so pro Jahr rund 250 Millionen Euro zusammen.
Auch die Anteile der Kreditkartenumsätze nahmen über die vergangenen Jahre auf Kosten der Bargeld-Transaktionen zu. Die drei dominierenden Karten sind die von Visa, Mastercard sowie American Express. Im Jahr 2012 betrug die Gesamtsumme der Kreditkarten-Gebühren durch den Einzelhandel in Deutschland rund 400 Mio. Euro.
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