(openPR) Immer mehr Absolventen der ESB Business School machen sich nach ihrem Studium selbständig. Wir haben auch schon über viele berichtet.
Ganz aktuell hat es wieder ein ehemaliger ESBler -Jascha Chong Luna, Geschäftsführer Eyeglass24 - in die Schlagzeilen der Startups geschafft.
In der aktuellen Wirtschaftswoche vom 10.02.2014 ist er in der Kolumne von Oliver Voß Startup der Woche.
Ein guter Grund für uns, Jascha ein paar Fragen zu stellen. Kerstin Kindermann sprach mit dem Münchner Jung-Unternehmer: Jascha, von wann bis wann haben Sie studiert?
Ich habe von Oktober 2003 bis Dezember 2008 International Business an der ESB studiert.
Wann kam Ihnen die Idee mit Eyeglass24?
Vor zirka 2 Jahren, da ich Bekannte aus der Augenoptikbranche hatte. Es wurde relativ schnell klar, dass es sich um einen riesengroßen und sehr traditionellen Markt handelt, der geradezu nach Innovationen und neuen Geschäftsmodellen schreit.
Wer hat Sie beraten?
Ich habe von sehr vielen Menschen aus meinem persönlichen Umfeld Tipps bekommen. Viele haben mir aber, ehrlich gesagt, auch von dem Schritt in die Selbstständigkeit abgeraten.
Was raten Sie jetzigen Studenten im Hinblick auf Ihren eigenen Werdegang?
Ich würde jedem den Schritt in die Unternehmensberatung empfehlen. Das ist auf jeden Fall ein guter Anfang. Man lernt unglaublich viel, bildet ein gutes Netzwerk und hat ein solides Fundament im Lebenslauf, auf welches man immer zurückgreifen kann. Darüber hinaus würde ich Studenten raten, bei dem weiteren Werdegang auf ihr Herz zu hören. Denn alles Geld der Welt und eine tolle Karriere sind relativ wenig wert, wenn man dafür wertvolle Lebenszeit verschwendet. Man sollte unbedingt nach einer Aufgabe suchen, die einen wirklich erfüllt. Hierzu kann ich folgende Rede von Steve Jobs empfehlen: http://www.youtube.com/watch?v=UF8uR6Z6KLc
Würden Sie sich wieder selbständig machen?
Ich würde es in der Tat wieder machen. Aber ich bin auch der festen Überzeugung, dass es nicht für jeden der richtige Schritt ist. Man gibt sehr viel Privatleben, Sicherheit und (zumindest in den ersten Jahren) Gehalt auf. Wenn man sich darüber im Klaren ist, kann es im Gegenzug aber sehr erfüllend sein, seine eigenen Pläne, Konzepte und Ideen umzusetzen.
Was für Risiken sehen Sie?
Die Risiken ergeben sich aus den oben genannten Punkten. Außerdem gibt es leider immer noch große Unternehmen in Deutschland, die auf einen „makellosen“ Lebenslauf Wert legen. Hier kommt eine selbständige Tätigkeit nicht unbedingt gut an. Wenn man das Leben aber als Reise begreift, dann sind diese „Risiken“ ziemlich irrelevant.
Welche Chancen ergeben sich?
Es ergibt sich die Chance zur Selbsterfüllung, zu einem hohen Grad an Freiheit und natürlich zu potentiellem finanziellen Erfolg
Was schätzten Sie besonders an Ihrem Studium hier an der ESB? Und an Ihrem Studiengang?
Das internationale Umfeld und die wirklich herausragenden Mitstudenten. Die exzellenten Kommilitonen bieten schon während des Studiums die Möglichkeit, an sich zu arbeiten und somit zu wachsen. In letzter Zeit lerne ich außerdem das gute Netzwerk zu schätzen, welches sich durch das Studium an der ESB ergab.
Wie wichtig ist der internationale Aspekt?
Sehr wichtig - schon allein um den eigenen intellektuellen Horizont zu erweitern. Außerdem erlernt man im Ausland eine gewisse Selbständigkeit – ein Faktor, der an vielen Universitäten Deutschland, vor allem durch die Bachelor-Studiengänge, leider ein bisschen erlahmt ist.
Warum würden Sie jemanden Ihren Studiengang empfehlen?
Die ESB bietet ein Top-Umfeld aus qualifizierten Professoren und Studenten, viel Internationalität, gute Karrierechancen und ein exzellentes Netzwerk.
Haben Sie noch Tipps für Studienanfänger, -interessierte …?
Dürfte ich noch mal studieren, würde ich die Zeit sicherlich noch intensiver genießen und noch mehr reisen.
Wie war es für Sie, hier in Deutschland in einer so „kleinen“ Großstadt wie Reutlingen zu studieren?
Ich habe es sehr genossen, weil die Studenten meiner Meinung nach durch die räumliche „Nähe“ auch persönlich näher zusammenrücken. Außerdem ist mit Tübingen die nächste Studenten-Großstadt nicht weit entfernt.
Ist Ihr Firmensitz jetzt in München?
Ja, Eyeglass24 wurde in München gegründet und hat auch den Firmensitz hier.
Wo wurden Sie geboren? In München? Wie kamen Sie nach Reutlingen?
Ich wurde in Berlin geboren und bin in Tübingen aufgewachsen. Die Wahl auf Reutlingen fiel aus dem Grund, dass die ESB in den Uni-Rankings ganz oben zu finden war und einen hervorragenden Ruf genießt.
Vielleicht zum Schluss, ein kleiner Abriss Ihres Werdegangs ….:
Vor und während meines Studiums habe ich Praktika bei BHP Billiton, Porsche, KPMG, Roland Berger und der Deutschen Bank absolviert. Nach dem Abschluss habe ich zweieinhalb Jahre bei Roland Berger Strategy Consultants gearbeitet. Nach einem eher kurzen Stopp bei dem Online-Händler Zooplus habe ich mich entschieden, mich selbständig zu machen und Eyeglass24 zu gründen. Kunden können bei uns über www.eyeglass24.de preisgünstige Qualitäts-Brillengläser erwerben und in ihre Fassung einbauen lassen. Wir haben zum Jahresende die erste Finanzierungsrunde geschlossen und freuen uns auf kräftiges Wachstum im kommenden Jahr.
Wie sieht es mit Praktika für unsere ESBler aus?
Zur Unterstützung suchen wir laufend Praktikanten und Werkstudenten. Bei Interesse freuen wir uns auf Bewerbungen unter 089 / 379 123 19 oder per E-Mail an
Vielen Dank für das sehr nette Gespräch und weiterhin alles Gute und da Sie ja Mitglied in unserem Alumni e.V. sind, wünschen wir viel Spaß beim nächsten Münchner Stammtisch!











