(openPR) Gegen den gesamtwirtschaftlichen Negativtrend siedelten sich im Jahr 2013 in Lyon 77 neue Unternehmen an.
Laut einer jetzt veröffentlichten Studie der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Aderly hat sich die Anzahl der Neuansiedlungen gegenüber dem Vorjahr noch erhöht. Dadurch sollen innerhalb von drei Jahren 1825 neue Arbeitsplätze entstehen. Diese Entwicklung zeigt Aderly zufolge, dass die Metropolregion Lyon in der Lage ist, der schwachen gesamtwirtschaftlichen Konjunktur standzuhalten und sich im schärfer werdenden Wettbewerb zu behaupten.
Für Frankreich insgesamt weisen zahlreiche Indikatoren und internationale Studien auf einen erheblichen Rückgang internationaler Investitionen hin. Ersten Schätzungen der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) zufolge nahmen ausländische Unternehmen 2013 in Frankreich weniger Geld für Investitionen in die Hand als im Vorjahr. Das Investitionsvolumen sank um 77 Prozent auf 4,23 Milliarden Euro ab. Von dem allgemeinen Rückgang blieben auch Lyon und die von Aderly betreuten Projekte nicht ganz verschont – das verdeutlichen einige Kennzahlen. Hier lassen sich zwei Trends erkennen: Einerseits der geringere Umfang der ausländischen Projekte insgesamt und andererseits die relative Zunahme von Investitionen der geographischen Nachbarn. Bei 55 Prozent der 77 erfolgten Ansiedlungen handelt es sich um ausländische Investitionen (normalerweise liegen diese bei 65 Prozent). Dabei ist ein klarer Rückgang amerikanischer Projekte und eine Steigerung von Investitionen aus den unmittelbaren Nachbarländern (Belgien und der Schweiz mit acht bzw. vier Projekten) zu verzeichnen. Die Investitionstätigkeit asiatischer Akteure blieb unverändert.
Trotz dieser Trends konnte Lyon seine Attraktivität behaupten. Insbesondere konnte die Metropolregion mit ihren Stärken in Spezialgebieten punkten, etwa in Exzellenzbereichen, bei Projekten mit großer Innovationskraft und bei hochwertigen Dienstleistungen. So sind 30 der 77 Projekte in der Umwelttechnologie angesiedelt, einem der maßgeblichen Exzellenzbereiche des Großraums, bei zehn Projekten handelt es sich um Forschungs-und Entwicklungszentren und 27 weitere sind Entscheidungszentralen von Unternehmen.
Dank seiner Rahmenbedingungen konnte Lyon die negativen Einflüsse des nationalen Umfelds abfedern. Wie schlecht es darum bestellt ist, belegt der „Alarmruf“, den erst vor kurzem fünfzig große Investoren abgaben, die in Frankreich angesiedelt sind. Seine geografischen Lage, seine lokale Dynamik und der Schwung, der sich aus der Betonung bestimmter Wirtschaftsbereiche und aus großen Städtebauprojekten ergibt, erlauben es dem Großraum Lyon, sich als echte Alternative zu Paris zu positionieren.
Die Dynamik spiegelt sich auch in der großen Menge gewerblicher Immobilien wider, die 2013 im Großraum Lyon angeboten wurden sowie in den Entwicklungsvorhaben der im Raum Lyon ansässigen Großunternehmen Sanofi oder Manitowoc.
Quelle: Les Echos, 18.12.2013 ,,Cinquante entreprises étrangères installées en France tirent la sonnette d’alarme" (Fünfzig ausländische Unternehmen, die in Frankreich ansässig sind, schlagen Alarm)













