(openPR) München, 24. Januar 2014 – In Großbritannien ist seit kurzem eine Pille auf dem Markt, die stark übergewichtige Patienten zur Unterstützung der Gewichtsreduktion nutzen können. An einem Schlauch befestigt wird diese vom Patienten verschluckt, bis sie im Magen mit Luft gefüllt wird. So soll die Pille durch die Verkleinerung des Magenvolumens beim Abnehmen helfen. Die Fachärzte der Medical One AG, eine der führenden Klinikgruppen für Plastische und Ästhetische Medizin in Deutschland und Europa, sieht diesen Eingriff jedoch kritisch und rät Patienten ausdrücklich davon ab:
„Wenn die aufgeblasene Pille platzt, kann es schnell zu Verletzungen kommen. Auch das Risiko eines Darmverschlusses kann dabei nicht ausgeschlossen werden“, so Prof. Dr. med. Klaus Plogmeier, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Ärztlicher Leiter der Medical One Klinik Berlin. „Die Pille ist zudem zu klein, dadurch wird das Hungergefühl bei Patienten nicht komplett ausgeschaltet. Zu guter Letzt muss sich der Patient an eine ganze Reihe Vorschriften halten, um sich nicht weiteren Risiken auszusetzen. Große Höhenunterschiede - beispielsweise in Flugzeugen - können dafür sorgen, dass die aufgeblasene Pille platzt, was ebenfalls ein großes Risiko für den Patienten darstellt “
Eine ähnliche aber medizinisch sinnvollere Variante ist auch hierzulande schon möglich. Ein Magenballon, der Patienten für sechs Monate eingesetzt wird, unterstützt stark Übergewichtige ebenfalls beim Abnehmen. Mit eingefärbter Kochsalzlösung gefüllt, reduziert der Ballon das Fassungsvermögen des Magens und sorgt somit für ein schnelleres Sättigungsgefühl. Die Flüssigkeit eliminiert dabei die meisten Risiken der britischen „Wunderpille“ Sollte dennoch ein Leck auftreten, indiziert die eingefärbte und vollkommen ungefährliche Flüssigkeit dies sofort. Das Einsetzen des Magenballons ist zudem mit wenig Risiko verbunden, da der Eingriff nicht operativ ist, nur ca. 8 Minuten dauert und keine dauerhafte Einnahme von Medikamenten erfordert. Auch entstehen keine Narben, da der Ballon ganz einfach durch die Speiseröhre eingeführt wird.
Für ein optimales Ergebnis muss der Patient jedoch einige Regeln einhalten, seine Ernährung umstellen und sich aktiv bewegen. Nach sechs Monaten wird der eingesetzte Ballon wieder entfernt und der Patient hat bis zu 25 Kilogramm abgenommen.







