(openPR) Die Galerie Norbert Nieser in Stuttgart, zeigt vom 1. Februar bis zum 22. März 2014 unter dem Titel "La Beauté " Arbeiten des Fotografen und Künstlers Erich Püschel.
Kunst entsteht aus der Unfähigkeit, die Welt zu akzeptieren, wie sie ist. Das gilt besonders für die Fotografie, der man gerne nachsagt, sie bilde die Dinge ab, wie sie sind. Aber auch durch das Objektiv einer Kamera betrachtet, unterliegt die Welt unserer subjektiven Wahrnehmung. Die Fotografie liefert nicht nur getreue Abbilder unserer physischen Existenz, vielmehr vermag sie als Komplizin unseres bildhaften Denkens abstrakte Ideen und absurde Tagträume von der realen Welt anschaulich darzustellen. Die Auseinandersetzung mit der Ästhetik des weiblichen Körpers und das Streben nach Vollkommenheit findet ihren Ausdruck in der künstlerischen Aktfotografie, einem der faszinierendsten Sujets dieses Genres, für das Erich Püschel bereits in frühen Jahren eine große Leidenschaft entwickelte. In seinen erotisch-kunstvollen Bildern spiegelt sich seine Begeisterung für die Form und Schönheit des menschlichen Körpers wider, die er in seinen monochromen Aufnahmen auf vielfältige Weise dokumentiert.
Eine außergewöhnliche Note gewinnen die Fotoarbeiten Erich Püschels mit der Darstellung eines zeitgemäßen Menschenbildes, mit Frauen von heute. In der Reduktion und Konzentration auf das Wesentliche liegt das Geheimnis der Wirkung der Bilder. Überflüssige Details verschwinden, sie werden aus dem Bild verbannt, nur die wirklich wichtigen Elemente werden herausgearbeitet und betont. Püschel kreiert geheimnisvolle Körperlandschaften, elementare Formen und Skulpturen, die sich aus dem Dunkel schälen. Das Spiel von Licht und Schatten reduziert die Körper auf Linien und Formen. Das harmonische Zusammenspiel der Technik von gestern und neuer Ideen bietet vielfältige Ausdrucksvariationen, die hervorgehoben werden, da nur die wichtigsten Bildinformationen herausgearbeitet werden.
Präzise ausgerichtete Lichter setzten Akzente und lenken den Blick des Betrachters auf Körperdetails. Modell und Umfeld gehen eine harmonische Bindung ein und der Kontrast von Licht und Schatten betont die Linien des weiblichen Körpers. Eine körnige Struktur der Aufnahmen, die durch den Farbauftrag entsteht, verleiht den Arbeiten von Erich Püschel eine besondere Note und unterstreicht ihre Einzigartigkeit und den Unikatcharakter. In seinen erotischen Inszenierungen setzt Püschel Phantasien in Bilder um, er schafft eine Bildwelt voller Sinnlichkeit und ausdrucksstarker Körpersprache. Die Frau in ihrer Natürlichkeit lädt den Betrachter zum näheren Hinsehen ein. Selbstbewußte Frauen stehen dem Betrachter gegenüber und gehen auf visuelle Konfrontation ? sinnlich und herausfordernd. Gleichermaßen zeigen sie in ihrer privaten Nacktheit auch Verletzlichkeit.
Die Posen der Modelle bewegen sich im Wechselspiel zwischen provozierender Herausforderung und Zurückhaltung, rühren den Betrachter an. Die Weiblichkeit der Frauen, ihre erotische Ausstrahlung aber auch eine starke Gefühlswelt wecken Emotionen und ziehen den Betrachter in ihren Bann. Die Faszination des weiblichen Körpers, seine subtile Schönheit und sinnliche Ausstrahlung führt uns Erich Püschel in vollendeten Formen vor Augen. Die gekonnte Komposition und stimmungsvolle Umsetzung verfehlen ihre Wirkung nicht und schaffen erotische und sinnliche Studien mit einer kunstvollen Ästhetik. Ihre äußerste Reduktion auf das Wesentliche, das herausfordernde Spiel mit dem Licht und der respektvolle Umgang mit der Schönheit des weiblichen Körpers zeichnen die Fotografien Püschels aus und machen sie einzigartig.
Erich Püschel, 1958 geboren, widmet sich intensiv der Fotografie, dies für ihn stark mit Leidenschaft und Gefühlen verbunden. Neben mehreren Ausstellungen und Buchveröffentlichungen arbeitet er als Fotograf und Dozent für Fotografie.









