(openPR) Viele, die von der Selbständigkeit träumen, vergessen in ihrer Euphorie, dass der Weg zum Unternehmer in aller Regel ein sehr steiniger ist. Die Auslöser, sich auf eigene Beine zu stellen, sind sehr unterschiedlich: Frust im Job, fehlende Anerkennung oder der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes, aber auch der gut gemeinte Rat von Freunden. Statt sich nun mit dem Businessplan, dem Markt und den künftigen Kunden zu beschäftigen, stolpert man schon in dieser frühen Phase, weil man die Hilfen nicht annimmt, die von den Industrie- und Handelskammern, aber auch von den Förderbanken und dem Wirtschaftsministerium angeboten werden. In der stillen Kammer oder mit Hilfe eines Arbeitskollegen entstehen vermeintlich gute Logos und Internetseiten, werden Werbebriefe und Anzeigen gebastelt oder nach Followern bei Facebook gesucht in der Annahme, dass sich anschließend der Erfolg von selbst einstellt. Schließlich hat man gelesen, was allein „Social Media“ bringt. Und um ein Shop-System einzurichten, braucht es nach Ansicht vieler Gründer natürlich ebenfalls keiner fachlichen Unterstützung, denn die Module kann man sich billig selbst besorgen. Die Kammern verweisen nicht ganz zu Unrecht auf die Gefahren bei einer „Do-it-yourself-Gründung“: start up Unternehmen, die fachliche Hilfen in Anspruch nehmen, haben eine fast 50 Prozent höhere Überlebens-Chance. 75 von 100 sind nach drei Jahren noch am Markt. Ob es um die langfristige Unternehmensfinanzierung geht, das Marketing oder die Standortwahl: Nie waren die Hilfsangebote so gezielt und vielfältig wie heute. Wer aber immer noch glaubt, ohne Businessplan und professionellen Auftritt als Unternehmer erfolgreich zu sein, geht ein erhöhtes Risiko ein – nach Ansicht der IHK’s völlig unnötig.









