(openPR) Anfang Dezember konnten die Mitglieder der „BRH-Rettungshundestaffel Fulda“ endlich Ihren neuen Einsatzleitwagen in Empfang nehmen. Das Fahrzeug ELW 1 vom Typ Mercedes Sprinter ist entsprechend ausgestattet, um auch größere Einsatzlagen zu leiten. Hierfür stehen neben zwei Funkarbeitsplätzen unter anderem auch ein Computer mit Internetverbindung, Einsatz-/ Kartensoftware, Drucker sowie mobile Stromversorgung zur Verfügung. Außerdem verfügt das Fahrzeug über eine neuartige GPS-gestützte Ortungstechnik, mit deren Hilfe die Rettungshundeteams in Echtzeit von der Einsatzleitung beobachtet und entsprechend koordiniert werden können.
Finanziert wurde die Anschaffung des Fahrzeuges in Höhe von 16.000 Euro durch Spenden, Eigenleistung und die Unterstützung des „BRH-Bundesverband Rettungshunde“, dem die Staffel Fulda seit 2012 angehört. Somit stehen den Mitgliedern der „BRH-Rettungshundestaffel Fulda“ neben einem Erkundungswagen nunmehr auch zwei Einsatzleitwagen zur Verfügung, von denen einer im Landkreis Fulda und der andere im Vogelsbergkreis stationiert sind.
In den Haupteinsatzgebieten der Staffel, den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg, ist jeweils auch ein zertifizierter Zugführer bzw. ein berechtigter Hundeführer (Bad Hersfeld) für den Erstkontakt mit der Polizei ansässig. Somit kann eine zeitnahe Kontaktaufnahme zur Einsatzleitung vor Ort jederzeit gewährleistet werden. Bei Großschadenslagen stehen die Mitglieder der Staffel im Rahmen der Nachalarmierung dann auch im gesamten Bundesgebiet zur Verfügung.
Diese möglichen Szenarien werden in regelmäßigen, überregionalen Einsatzübungen in Zusammenarbeit mit der Polizei, Feuerwehr, THW und den Rettungsdiensten geübt.
Um eine professionelle Abwicklung von Rettungshundeeinsätzen in Osthessen auch landkreis- und organisationsübergreifend gewährleisten zu können, kooperiert die „BRH-Rettungshundestaffel Fulda“ mit der „DRK-Rettungshundestaffel Rotenburg“, im Rahmen von gegenseitiger Unterstützung durch Einsatzkräfte und Know-how.
Die verantwortlichen Zugführer der „BRH-Rettungshundestaffel Fulda“, Sandra Lauber und Claus-Peter Laufer, haben Anfang November nach bestandener Prüfung Ihre Urkunde zum „zertifizierten Zugführer“ in Empfang nehmen können. Marcel Tretiak hatte bereits in einem vorangegangenen Lehrgang die Qualifizierung zum „zertifizierten Gruppenführer“ erlangt. In insgesamt vier Wochenendseminaren wurden die drei erfahrenen Rettungshundeführer unter anderem in den Bereichen Menschenführung, Such-und Einsatztaktik, Verhalten im Einsatz, Einsatzrichtlinien gemäß DV 100, Rechts- und Versicherungswesen und Richtlinien im Katastrophenschutz ausgebildet. Die theoretische Ausbildung fand in dem verbandeigenen Ausbildungszentrum in Hünxe statt.
Im praktischen Teil der Ausbildung mussten die Zug-und Gruppenführer im Laufe des Qualifizierungszeitraumes an zehn Einsatzübungen in den Bereichen Flächen- und Trümmereinsatz teilnehmen. Bei diesen Übungen, die in ganz Deutschland stattgefunden haben und immer mit anderen Organisationen des Katastrophenschutzes, wie Feuerwehr oder THW gemeinsam durchgeführt worden sind, mussten die Teilnehmer vorgegebene Schadenslagen entsprechend beurteilen und danach die zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte koordinieren.
Damit stehen der „BRH-Rettungshundestaffel Fulda“ nunmehr bestens qualifizierte Kräfte zur Verfügung, um - in Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr - die Einsatzleitung vor Ort nicht nur mit Rettungshundeteams, sondern auch als „Fachberater Rettungshund“ zu unterstützen.
Der „BRH-Bundesverband Rettungshunde“ ist die einzige rettungshundeführende Organisation in Deutschland, die ihre Führungskräfte in diesen Bereichen ausbildet und zertifiziert. Er ist die älteste und mit seinen bundesweit über 70 Rettungshundestaffeln und ca. 2.000 Mitgliedern auch die größte rettungshundeführende Organisation überhaupt.
Die Mitglieder des Auslandkaders des „BRH-Bundesverband Rettungshunde“ sind in der Hilfsorganisation „I.S.A.R. GERMANY“ organisiert, die zuletzt als eine der ersten ausländischen Hilfsorganisationen mit einem medizinischen Team in Tacloban auf den Philippinen im Einsatz war, um den Opfern nach dem verheerenden Taifun „Haiyan“ dringend notwendige Hilfe zu leisten.






