(openPR) Auf YouTube ist sie sehr beliebt und von den Medien hat sie sehr viel positive Resonanz erhalten, die gerade erst gestartete Kampagne "Die Unverzichtbaren", die sich gegen den Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst richtet. Einer der Köpfe ist Valentino Tagliafierro von der Deutschen Beamtenbund-Jugend NRW (dbb jugend nrw).
Das leuchtet jedem ein: Ein Haus in Flammen brennt ab, wenn die Feuerwehr nicht kommt. Kinder lernen weder Rechnen noch Schreiben, wenn sie nicht unterrichtet werden. Der Öffentliche Dienst ist unverzichtbar. So heißt auch eine neue Kampagne, für die Valentino Tagliafierro sein Gesicht in die Kamera hielt.
"Helden gibt es nur in Hollywood"
Wenn andere vor Aufregung rote Flecken im Gesicht bekommen, bleibt Valentino, Mitglied der dbb jugend nrw, cool. Der Dreh vor der Kamera ist für ihn nichts Neues. Das ZDF war schon auf seiner Wache in Duisburg und RTL exklusiv auch. Er weiß, wie er rüberkommt und mag es nicht, wenn man versucht, ihm Antworten in den Mund zu legen. "Gerne wollte das Drehteam von mir hören, warum es toll ist, ein Held zu sein", erzählt er im Gespräch. "Ich wollte darauf nicht antworten. Ich bin kein Held. Helden gibt es in Hollywood." Valentino ist authentisch. Das kann jeder sehen, der sich die Clips "Die Unverzichtbaren" der Imagekampagne des dbb anschaut.
"Dass bei uns auf der Wache gedreht werden durfte, musste natürlich vorher genehmigt werden. Mein Amtsleiter hatte da keine Bedenken, denn er kennt das ja auch mittlerweile schon", sagt der 36-jährige Feuerwehrmann. Jetzt versucht er mit dem Clip, der auf YouTube zu sehen ist, junge Leute für den Beruf zu begeistern, der ihn selbst als junger Mensch schon begeistert hat. "Ich habe Zivildienst gemacht und dabei Kontakte zum Rettungsdienst und damit zur Feuerwehr bekommen". So hat sein Berufswunsch an Fahrt gewonnen. Angesichts des Fachkräftemangels findet er es einmal mehr wichtig, anderen zu zeigen, was den Beruf so toll macht.
Mit dabei für den Einsatz gegen Fachkräftemangel
Denn es muss etwas passieren im Öffentlichen Dienst: 100.00 Fachkräfte fehlen ohnehin schon, und mehr als 700.000 Beschäftigte scheiden in den nächsten Jahren altersbedingt aus. "Als Ausbildungsleiter habe ich schon lange mit jungen Leuten zu tun und da fällt es mir besonders leicht, positive Werbung dafür zu machen", sagt er. Valentino macht seinen Beruf immer noch gerne, trotz der körperlichen und seelischen Belastungen, die er mit sich bringt. "Besonders im Rettungsdienst sieht man schlimme Sachen. Das ist nicht jedermanns Ding", weiß er. Bei der Feuerwehr aber habe man vom Dienst in der Leitstelle bis hin zu Einsätzen auf dem Löschfahrzeug so viele Beschäftigungsfelder, dass sich für jedes Gemüt die passende Betätigung finden lasse. Wobei Valentino Tagliafierro einräumt: "Mein Beruf ist eine Berufung. Entweder bist du das, oder du gehst wieder."
Für ihn aber gibt es nichts Schöneres, als Menschen zu helfen. Da der Kombaner mittlerweile freigestellter Personalratsvorsitzender bei der Duisburger Wehr ist, lässt er sich am Wochenende immer wieder zu Diensten einteilen, um das aufs Neue zu spüren.
Überblick über 100 Berufe im Öffentlichen Dienst
In den kommenden fünf Jahren wird er neben einem Steuerfahnder, einer Polizistin, einer Lehrerin und einem IT-ler unter dem Claim "Die Unverzichtbaren" Werbung für eine Karriere im Öffentlichen Dienst machen. In rund 9.000 Schulen werden ihre Konterfeis hängen und in vielen Ausbildungsmagazinen escheinen. Auf dem Internetportal www.die-unverzichtbaren.de gibt es neben Infos zu diesen Berufen auch solche zu über mehr als 100 anderen im öffentlichen Sektor.













