(openPR) ADAM-Award für Ueberholz-Inszenierung „Papier mit allen Sinnen“
Ein Orchester mit 14 Brötchentüten als Musikinstrumente, ein mit Licht beschriebenes Buch und Hocker im Look rustikaler Baumscheiben, auf denen man doch gut gepolstert Platz nehmen konnte: Das waren nur drei von vielen Zutaten, mit denen das Wuppertaler Büro für temporäre Architektur von Nico Ueberholz für das Highlight einer Sonderschau bei den „Mailingtagen 2013“ in Nürnberg sorgte. Die Veranstalter von Europas größter Fachmesse für den Kundendialog wollten dabei übergeordnete Ideen zum Thema „Mailing“ präsentieren und insbesondere Papier als dessen traditionelle Basis in Szene setzen. Ueberholz bearbeitete dieses Thema auf nur 50 Quadratmetern in einem Standkonzept unter dem Titel „Papier mit allen Sinnen“, das jetzt bei der Verleihung in Leipzig mit einem ADAM-Award in Bronze prämiert wurde. Die Auszeichnung des Verbandes Direkte Wirtschaftskommunikation gehört zu den wichtigsten deutschen Designpreisen.
Hommage an den Werkstoff
„Eine poetische Hommage an den Werkstoff Papier; skulptural und doch ganz nah, multisensual und modern“, lobte die Jury das ausgefeilte Arrangement, in dem die analoge und die digitale Welt miteinander verschmelzen. Die Bühne dafür bildete eine hinterleuchtete Glaswand, vor der 40 Streifen der unterschiedlichsten Papiere zum Befühlen aufgehängt wurden. Das haptische Erlebnis wurde durch den sensorischen Eindruck unterstrichen: Aus einer Duftmaschine strömte der inspirierende Geruch frischen Holzes, das Auge täuschten Polsterhocker in der Optik massiver Baumstämme. Sie umringen einen Tisch aus Wellpappe, neben dem ein überdimensionales Buch aus Büttenpapier altarähnlich aufgeschlagen liegt.
Schreiben mit Licht
Seine Seiten füllen sich durch Filmprojektionen mit Texten zum Thema Papier. „Das digitale Medium ist damit plötzlich wieder greifbar“, erklärt Ueberholz-Designer André Füsser, „aber nur scheinbar, denn geschrieben wird ja mit Licht!“ Beschriftete Schuhskulpturen aus Papier und Schreibtafeln runden die Text-Bild-Konstellation künstlerisch ab. Über allem liegt unterdessen ein eigens von Experimentalmusiker Olaf Pyras komponierter Klangteppich, den ein siebenköpfiges Orchester mit Hilfe von besagten 14 leeren Brötchentüten erzeugt.
Sinn der assoziativen Inszenierung war auch, für die Gleichwertigkeit digitaler und analoger Medien zu werben - nämlich dort, wo es Sinn macht, beide einzusetzen. Die „Mailingtage“ sehen sich als Vorreiter bei diesem Thema.









