(openPR) Ausbildung in der Milchwirtschaft
Bayerische Azubis setzen auf zukunftsträchtige Branche
München, 28. November 2013 – Mit einem jährlichen Umsatz von über 9 Milliarden Euro ist die Molkereiwirtschaft die bedeutendste Branche der bayerischen Ernährungswirtschaft – und ein attraktiver Arbeitgeber. Der Umgang mit dem empfindlichen Rohstoff Milch erfordert natürlich Expertise. Daher fördert das Milchland Bayern Nachwuchskräfte und bildet unter anderem Milchwirtschaftliche Laborantinnen und Laboranten aus: Im Lehrjahr 2013 sind es 159 Frauen und Männer.
Grundlage des Wirtschaftszweiges waren 2012 knapp 7,47 Millionen Tonnen Milch, die 35.000 bayerische Erzeuger zur Weiterverarbeitung an Molkereien und Käsereien lieferten. Das Milchland Bayern stellt mit 47 Prozent allein die Hälfte der gesamtdeutschen Produktion von Sauermilch-, Joghurt- und Milchmischerzeugnissen. Dieser Erfolg stützt sich auf 14.602 Fachkräfte, unter anderem auf Milchwirtschaftliche Laboranten und Laborantinnen. Um diesen Erfolg nachhaltig zu sichern, bildet das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik (LVFZ) in Triesdorf gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben milchwirtschaftliche Nachwuchskräfte aus ganz Bayern aus.
Milchwirtschaftliche Laboranten sind gefragt
Während der drei Ausbildungsjahre untersuchen angehende Milchlaboranten Rohmilch, Milchprodukte, Lebensmittel, Wasser und Zusatzstoffe mit modernsten chemischen, mikrobiologischen und physikalischen Verfahren. Die Azubis lernen Probeentnahmetechniken kennen, werten Untersuchungsergebnisse aus und bewerten diese. Sie tragen mit Produktkontrollen zur Qualitätssicherung bei und erlernen fachbezogene Rechtsvorschriften. „Naturwissenschaftliches Interesse und die Freude am genauen Arbeiten mit modernen Geräten und nach Methodenvorschriften sind wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufseinstieg“, betont Dr. Maria Linderer, Geschäftsführerin der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft. Durch die intensive und breit ausgelegte Ausbildung eröffnen sich den Milchwirtschaftlichen Laborantinnen und Laboranten vielfältige Möglichkeiten: „Neben Molkereilaboratorien sind die Nahrungs- und Genussmittelindustrie oder die Pharmabranche attraktive Arbeitgeber“, erklärt Dr. Linderer.
Milchverarbeitung hautnah erleben
Die milch- und laborbegeisterten Azubis Katharina Hanslmayer, Laura Schick, Patricia Witzmann und Stefan Lindauer haben eine Lehre zum/r Milchwirtschaftlichen Laboranten/in begonnen. Die Ausbildung umfasst die Theorie an der Berufsschule Triesdorf, eine überbetriebliche Schulung am LVFZ Triesdorf und eine individualisierte, auf den Lehrbetrieb zugeschnittene Ausbildung.
Katharina Hanslmayer: „Das Bildungszentrum in Triesdorf bietet vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten in der Agrarwirtschaft, der Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft und der Umweltsicherung. Hier werden gut 3.000 Schüler und Studenten in unterschiedlichen Fachrichtungen ausgebildet. So kommen wir schnell mit neuen Leuten und anderen Berufsgruppen in Kontakt – das bringt uns fachlich und persönlich weiter.“
Katharina Hanslmayer (zweites Ausbildungsjahr) aus Tegernau, Oberbayern. Sie absolviert ihre Ausbildung bei Alpenhain Käsespezialitäten in Pfaffing.
Laura Schick: „Wir arbeiten mit modernster Technologie, wenden rechtliche Vorschriften an und bekommen einen umfassenden Einblick in die Milchverarbeitung: Wir begleiten den gesamten Prozess, von der Anlieferung der Rohmilch über ihre Verarbeitung bis hin zur Herstellung der fertigen Milchprodukte. Hierbei vertiefen wir unsere Kenntnisse in Mikrobiologie und Chemie.“
Laura Schick (zweites Ausbildungsjahr) aus Wiesenthal, Oberfranken. Sie absolviert ihre Ausbildung bei der Bayerischen Milchindustrie eG im Werk Ebermannstadt.
Patricia Witzmann: „Mein nächstes Ziel: gute Leistungen in der Zwischenprüfung und die Ausbildung erfolgreich abschließen. Anschließend möchte ich mich gern zur Milchwirtschaftlichen Labormeisterin weiterbilden. Meine Expertise, die ich am LVFZ und in meinem Betrieb erworben habe, möchte ich gern weitergeben und später selbst Lehrlinge ausbilden.“
Patricia Witzmann (erstes Lehrjahr) aus Wörth an der Donau, Oberpfalz. Die Bayernland eG bildet die Oberpfälzerin im Werk Regensburg aus.
Stefan Lindauer: „Ich schätze meine Chancen als ausgebildeter Milchwirtschaftlicher Laborant sehr gut ein. Durch unsere breitgefächerte Ausbildung stehen uns nicht nur Stellen in der Molkereiwirtschaft offen, sondern auch in Laboren und Forschungsinstituten mit anderen Schwerpunkten, wie Lebensmittel oder Chemie. Auch die Pharmabranche ist ein möglicher Arbeitgeber.“
Stefan Lindauer (erstes Lehrjahr) aus Schwabbruck, Oberbayern. Er absolviert eine Ausbildung bei der Hochland Deutschland GmbH.













