(openPR) An die 75 Gäste waren am Freitag zum traditionellen Elchessen vom „Forum Baltikum – Dittchenbühne“ gekommen und hörten dabei den Vortrag „Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland“ von Forstdirektor Hans-Albrecht Hewicker.
Nach dem ersten Gang des Essens – einer Steinpilzsuppe – berichtete Hewicker im Forum Baltikum kurzweilig und fundiert über die Einwanderung von Wölfen aus Polen nach Deutschland. Seine Thesen:
Die Ausbreitung der Wölfe schreitet schnell voran – von Polen nach Nordwesten in Richtung Hamburg, dann nach Niedersachsen oder nach Schleswig-Holstein.“
Schleswig-Holstein hat sich nach der ersten Wolfssichtung 2007 bei Eutin gut auf weitere Einwanderungen dieser Raubtiere vorbereitet. Deshalb gäbe es heute eine Verordnung, die etwa den Problemkreis der Entschädigungen regele, und insgesamt 34 „Wolfsbetreuer“ – Hewicker selbst ist einer von ihnen.
Die Anwesenheit dieser Tiere in dicht besiedelten Gebieten ist aber nicht unproblematisch – wie Schafzüchter oder Betreiber von Damwild- oder Rentiergehegen es bestätigen können. Da muss noch viel getan werden - aber ob am Ende alle zufrieden sind, muss sich erst noch herausstellen.
Etwas unheimlich wurde den Gästen, als der Forstdirektor darüber informierte, dass „seit 2012 ein Wolf als ständiger Gast zwischen Hamburg, Elmshorn, Neumünster und Segeberg“ lebe.
Während des zweiten und dritten Ganges - zartes Elchfleisch mit Rotkohl, Schwarzwurzeln, Salzkartoffeln, Soße und Birne mit Preiselbeeren sowie Quarkdessert mit Beeren und Sahne - diskutierten die Gäste weiter über die Ausbreitung der Wölfe. Für Dittchenbühnen-Mitarbeiterin Helga Zschage und die etwa 15 Helferinnen und Helfer, die das Essen nach alten Familienrezepten gekocht und für das Buffet vorbereitet hatten, gab es am Ende der Veranstaltung dankbaren und herzlichen Applaus.









