(openPR) Der ADAC hat in diesem Jahr seinen „Parkhaustest“ auf Europa ausgeweitet und 60 Parkhäuser und Tiefgaragen in 15 europäischen Großstädten bewertet. In Deutschland wurden zwölf Objekte getestet; je vier in Berlin, Frankfurt und München. Die Parkbauten wurden unter den Aspekten Sicherheit, Befahrbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Tarif beurteilt. Vier Parkgaragen erhielten ein „gut“, fünf Mal wurde ein sogenanntes „ausreichend“ vergeben.
„Auf den ersten Blick sieht das Ergebnis des Parkhaustests nicht so ordentlich aus, wie es eigentlich ist,“ erläutert Gerhard Trost-Heutmekers, Geschäftsführer des Bundesverband Parken e.V. „Schaut man sich die Bewertungskriterien des ADAC einmal genauer an, stellt man fest, dass die Kategorien zwar scheinbar den deutschen Schulnoten entsprechen, die mittlere Kategorie des ‚befriedigend‘ aber fehlt und beim ADAC ‚ausreichend’ heißt. Obwohl dieser Test in keiner Weise repräsentativ ist, und deshalb auch nicht überbewertet werden sollte, kann man doch festhalten: Dreiviertel der Häuser liegen klar im guten Mittelfeld.“
Der ADAC fordert von den Betreibern grundsätzlich eine Verbreiterung der Stellflächen auf 2,50 m. Der Bundesverband Parken e.V. setzt sich im Namen seiner Mitglieder bereits seit längerem dafür ein, dass in den Garagenverordnungen der Bundesländer die gesetzlich vorgeschriebene Mindestbreite von aktuell 2,30 m auf 2,50 m erweitert wird. Bisher wurden entsprechende Vorschläge allerdings nicht umgesetzt.
Für ältere Häuser muss es hingegen einen Bestandsschutz geben, da in manchen Objekten aus statischen Gründen die Stützpfeiler so angeordnet sind, dass bei einer konsequenten Stellplatzverbreiterung ein Drittel aller Stellflächen wegfallen würde. Dies würde eine erhebliche Verknappung des Parkplatzangebots besonders in den Innenstädten bedeuten. Eine mögliche Folge wären ein massiver Preisanstieg und zunehmender Parksuchverkehr. Hier sind aus Sicht des Verbandes individuellere Lösungsansätze gefordert.
Eine weitere Forderung des ADAC an die Betreiber ist eine gute Beleuchtung mit modernen, energieeffizienten Systemen. „Hier tut sich viel, die Umrüstung auf LED Systeme ist beispielsweise ein Thema womit sich die Betreiber momentan sehr intensiv beschäftigen. Hier scheinen sich bei einer guten Lichtplanung neue Möglichkeiten abzuzeichnen, die für ein besseres subjektives Sicherheitsgefühl bei unseren Kunden sorgen könnten und gleichzeitig elektrische Energie effizienter einsetzen würden, “ so Trost-Heutmekers.
Grundsätzlich kritisiert der Bundesverband Parken e.V., dass bei dem Test ältere und neuere Objekte nach den gleichen Kriterien bewertet werden. Parkgaragen, die vor mehr als zwanzig Jahren nach den damals geltenden Regeln gebaut wurden, sind unter anderen Bedingungen konzipiert worden, als ein Haus aus dem Jahr 2012. Vergleiche unter heutigen Gesichtspunkten sind deshalb vielfach wenig aussagekräftig.












