(openPR) Jeder Autobesitzer benötigt ein Kennzeichen für sein Fahrzeug. Doch was für manche nur ein notwendiges Stück Blech für den geliebten Wagen ist, spielt in der Erfolgsstory der Erich Utsch AG die Hauptrolle. Das Siegener Familienunternehmen ist Weltmarktführer für Kfz-Kennzeichen und Kennzeichen-Herstellungstechnik und gilt als der „Schilderkönig“ im In- und Ausland. Wirtschaftsforum.de sprach mit dem scheidenden Vorstandsvorsitzenden Helmut Jungbluth darüber, warum das Unternehmen aus Südwestfalen sehr viel mehr zu bieten hat und die RFID-Technologie auch vor Kennzeichen nicht Halt macht.
Wirtschaftsforum: „Herr Jungbluth, viele Menschen denken, wenn sie zum Thema Kfz-Kennzeichen befragt werden, wohl nur an ein einfaches Stück Blech mit Buchstaben und Zahlen. Welche Bedeutung haben Autoschilder für Sie?“
Helmut Jungbluth: „Wie bei vielen Alltagsgegenständen machen sich die Autofahrer in Deutschland um Kennzeichen keine großen Gedanken, außer wenn sie neue benötigen. Dabei sind Autokennzeichen ein wichtiges ordnungspolitisches Mittel: Kfz-Kennzeichen sind nationale Dokumente, so wie Pässe oder Banknoten.
Das individuelle Nummernschild macht jedes Kraftfahrzeug unverwechselbar und ordnet es seinem Besitzer zu. Es dient so der Verbrechensprävention, Strafverfolgung und nicht zuletzt der staatlichen Refinanzierung in Form von Steuern und Abgaben. Dies gilt insbesondere in Ländern, in denen die staatliche Ordnung weit weniger stabil ist, als in Deutschland oder der EU.
Um die Fälschung oder den Missbrauch von Kennzeichen zu erschweren, versehen wir diese auf Kundenwunsch mit einer Reihe von Sicherheitsmerkmalen, wie beispielsweise Hologrammen und holografischer Prägefolie, Wasserzeichen, gelaserten Seriennummern oder Wasserzeichen. Ein Autokennzeichen ist schon lange kein einfaches Stück Blech mehr.“
Wirtschaftsforum: „Sie gelten in den Medien als der „Schilderkönig“. Macht Sie dieser Titel nicht stolz?“
Helmut Jungbluth: „Nun, manche Titel kann man sich nicht aussuchen – der „Schilderkönig“ ist vor langer Zeit einmal als griffiger Slogan von den Medien erfunden worden und führt seitdem ein munteres Eigenleben. Wir tragen diesen Titel natürlich mit einem gewissen Stolz.
Tatsache ist aber, dass Utsch schon seit Anfang der 60er Jahre auch im Bereich Maschinenbau sehr erfolgreich aktiv ist. Ein hochqualifiziertes Konstruktions- und Maschinenbauteam entwickelt und produziert hier am Standort Siegen Werkzeuge, Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Kennzeichen.
Unser Flaggschiff, die von Utsch entwickelte und patentierte „Automatische Prägepresse“ (APP), ermöglicht die computergesteuerte, vollautomatische Herstellung von Kfz-Kennzeichen in großen Stückzahlen. Eine dieser Pressen produziert beispielsweise Kennzeichen für ganz Italien in der staatlichen Druckerei und Münzprägeanstalt, dem Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Foggia.
Außerdem haben wir uns in den letzten 20 Jahren gezielt zu einem Systemanbieter weiterentwickelt. So können wir mittlerweile unseren Kunden auf Wunsch ein komplettes, individuell auf deren Bedürfnisse zugeschnittenes Kfz-Registrierungssystem anbieten, das alle fahrzeugrelevanten Prozesse und Dokumente von der Registrierung bis zum Recycling umfasst. Sie sehen also, der „Schilderkönig“ kann mehr als nur Schilder.“
Das ganze Interview mit Helmut Jungbluth, Vorstandsvorsitzender der Erich Utsch AG, lesen Sie auf wirtschaftsforum.de:
http://www.wirtschaftsforum.de/interviews/Mehr-als-nur-der-Schilderkoenig/73664









