(openPR) München, 3. Februar 2006. Im extrem dynamischen Computermarkt jagt eine Neuheit die nächste, gebrauchte Hardware landet aufgrund der rasanten Technik-Entwicklung schnell auf dem Schrott. Doch eine Geräte-Klasse bildet die große Ausnahme: Notebooks. Das Computermagazin CHIP hat sich auf dem Gebrauchtmarkt für Laptops umgesehen und einige Second-Hand-Geräte namhafter Hersteller getestet. Das überraschende Fazit: Schon für etwas mehr als 300 Euro bekommen clevere Käufer einwandfreie Markenqualität, die den Vergleich mit neuen und deutlich teureren Einsteiger-Notebooks nicht zu scheuen braucht.
CHIP-Redakteur Gunnar Troitsch warnt vor einem Missverständnis: „Es geht hier nicht um das betagte Aldi-Notebook, das sein Besitzer vielleicht bei Ebay versteigert. Machen Sie Ihr Secondhand-Schnäppchen lieber bei einem Händler: Business-Notebooks, die vor drei, vier Jahren das Beste vom Beste waren, gehen jetzt als Leasing-Rückläufer in großen Stückzahlen in den Gebrauchtmarkt. Nur eine Handvoll Hersteller kommen in Frage, die wichtigsten sind IBM/Lenovo, HP/Compaq, Toshiba, Dell und Fujitsu-Siemens.“
Laut Troitsch gibt es ein typisches Indiz für Angebote mit Leasing-Rückläufern: „Man erkennt sie - auch bei Ebay - daran, dass ein Händler mehrere Gebrauchtgeräte gleichen Typs gelistet hat. Mittlerweile gibt es auch schon zahlreiche spezialisierte Online-Shops wie www.lapstore.de.“ Der Kauf beim Händler bietet unschätzbare Vorteile: Die Notebooks sind professionell gereinigt und oft generalüberholt. Am wichtigsten jedoch: Jeder Händler muss zwölf Monate Gewährleistung einräumen – für den Kunden eine gute Absicherung gegen Fehlkäufe.
Die CHIP-Redaktion hat Secondhand-Laptops der wichtigsten Hersteller gekauft und ausführlich getestet. Das erstaunliche Ergebnis: Dank der hochwertigen Verarbeitung dieser Markengeräte ist einwandfreie Funktionalität auch bei drei oder vier Jahre alten Notebooks gesichert. CHIP-Redakteur Troitsch: „ Wir konnten zum Beispiel für nur 320 Euro ein gebrauchtes IBM Thinkpad X21 ergattern. Dieses Subnotebook bietet auch heute noch eine Qualität, mit der neue No-Name-Geräte kaum konkurrieren können. Display, Tastatur, Gehäuse, Materialien, Design – alles vom Feinsten.“
Bei der Prozessorleistung können die Gebrauchten natürlich nicht mit den Werten neuer Geräte mithalten. Andererseits reicht die Performance der alten Edel-Notebooks für alle gängigen Anforderungen mit Ausnahme von aufwendigen Computerspielen.
Der größte Unsicherheitsfaktor beim Gebrauchtkauf ist dem CHIP-Artikel zufolge der Akku-Kauf: „Lithium-Ionen-Akkus halten in der Regel 400 bis 500 Ladezyklen durch. Die sind in drei, vier Jahren locker erreicht. Deshalb sollten Sie immer mit Zusatzkosten von 50 bis 150 Euro für einen neuen Akku kalkulieren.“
Die gesamte Kaufberatung zum Thema „Gebrauchte Notebooks“ inklusive Tests und Praxistipps erscheint in der aktuellen CHIP 03/2006, die am 3. Februar in den Handel kommt.
Außerdem in der neuen CHIP:
Datenschützer lehnt Polizei-Fahndung mit Maut-Daten ab:
„Autofahren ohne Überwachung wird faktisch unmöglich.“
Der prominente Datenschützer Thilo Weichert hat sich mit deutlichen Worten gegen eine Freigabe der Maut-Daten für Fahndungszwecke ausgesprochen. In einem Gastbeitrag für das Computermagazin CHIP schreibt Schleswig-Holsteins Landesbeauftragter für Datenschutz: „Erst wird die Nutzung der Daten zugelassen für die Aufklärung von Kapitalverbrechen, dann von Straftaten allgemein, schließlich auch von Sozialleistungsmissbrauch – dann nicht mehr nur von LKW-, sondern auch von PKW-Fahrern.“
Weichert reagiert mit seiner Kritik auf einen Vorschlag von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, den sich auch Generalbundesanwalt Kay Nehm zu eigen gemacht hat. Schäuble will die auf den deutschen Autobahnen erhobenen Kontrolldaten des Mautsystems für die Aufklärung von Straftaten nutzen lassen. Nach Ansicht des Datenschutz-Beauftragten können mit diesen Daten „Bewegungsprofile der gesamten deutschen automobilen Bevölkerung erstellt werden. Eine anonyme Straßennutzung wird faktisch unmöglich.“
Die Chance der Aufklärung einzelner Straftaten könne den Zugriff der Polizei auf die Straßenverkehrsdaten einer ganzen Bevölkerung nicht rechtfertigen: „Die Polizei geht es definitiv nichts an, wo und wann unschuldige und unverdächtige Menschen mit ihrem Auto unterwegs sind.“
Als das LKW-Mautsystem eingeführt worden sei, hätten die Politiker, so Weichert, „hoch und heilig versichert, dass eine Totalüberwachung der Autobahnen und eine polizeiliche Datennutzung nicht beabsichtigt seien, obwohl die Technik hierfür genial geeignet wäre“. Dass entgegen früheren Beteuerungen nun doch die Freigabe der Daten für Fahndungszwecke gefordert wird, veranlasst Weichert in seinem CHIP-Kommentar zu der Frage: „War es Volksverdummung oder haben die Politiker einfach nur dazu gelernt?“
Der vollständige Gastkommentar von Thilo Weichert erscheint in der aktuellen CHIP-Ausgabe 03/2006, die am 3. Februar in den Handel kommt.
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