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Discount versus Content – wohin steuert der Mobilfunkmarkt?

01.02.200609:17 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Experten diskutieren auf der 6. Konferenz Mobile Commerce am 06./07.02.2006 an der Universität Augsburg

Der Mobilfunkmarkt in Deutschland befindet sich im Umbruch. Hochwertige mobile Datendienste, von den Mobilfunkanbietern zur Ablösung der sinkenden Umsätze aus der Sprachkommunikation vorgesehen, finden bisher noch immer keine breite Akzeptanz. Gleichzeitig beschleunigen Discountanbieter den Margenverfall in der Sprachkommunikation dramatisch. Die Analyse dieser Situation ist ein wichtiges Thema auf der 6. Konferenz Mobile Commerce an der Universität Augsburg.



Bis zu 25 Prozent der Kunden werden zu Billiganbietern abwandern
„Ein Cent ins eigene Netz, 10 Cent in alle anderen Netze, keine Grundgebühr.“ Während dies etwa in Österreich ein Standardangebot für Mobilfunkkunden ist, hielten sich in Deutschland bis vor einigen Monaten sehr hohe Preise. Diese resultieren nicht zuletzt aus hohen Subventionen für Endgeräte, die mit immer neuen Ausstattungsmerkmalen den Umsatz der Kunden steigern sollten – eine Fehlkalkulation. Das Angebot von O2 und Tchibo ließ im Herbst 2004 erstmals aufhorchen, inzwischen hat vor allem E-Plus seine Strategie darauf ausgerichtet, einer Vielzahl spezialisierter Mobilfunkanbieter Netzkapazität zur Verfügung zu stellen – E-Plus Geschäftsführer Dirks hat das Wort „Kannibalisierung“ in seinem Unternehmen verboten. Prinzipiell sollen virtuelle Netzbetreiber eine Reihe von Nischen bedienen, so sind etwa Fußball-Bundesligavereine, Banken oder Fernsehsender als Mobilfunkanbieter für ihre Stammkundschaft denkbar. Derzeit stehen jedoch vor allem die Billigmarken im Vordergrund. Auch T-Mobile verkauft Netzkapazität an Discounter, etwa an die Mobilcom-Tochter Klarmobil aus Büdelsdorf, während O2 und Vodafone sich sehr zurückhalten bzw. gar nicht beteiligen. „Bis zu 25 Prozent der Kunden werden zu Billiganbietern abwandern“, schätzt Dr. Key Pousttchi, Leiter der Arbeitsgruppe Mobile Commerce an der Universität Augsburg. Als Folge sieht Pousttchi vor allem im Bereich der Datendienste eine interessante Entwicklung: „T-Mobile hat mit seiner Web’n’walk-Strategie als erster den Weg zum reinen Internet-Serviceprovider, zur „Bitpipe“, beschritten. Das aber führt auch in diesem Bereich zu einem reinen Preiswettbewerb, den ein Markenanbieter gegen Discounter nicht gewinnen kann. Das stationäre Internet auf das Handy zu bringen, führt aber auch aus einer Reihe anderer Gründe speziell für Markenanbieter in die Sackgasse.“

Mobile Datendienste vor dem Aus oder vor dem Durchbruch?
Was aber ist nun mit den mobilen Datendiensten, die einst zur Zukunft des Mobilfunks erklärt wurden? In den Strategieabteilungen einiger Mobilfunkanbieter werden sie bereits für tot erklärt. Pousttchi widerspricht auch hier: „Einige gehen davon aus, jetzt haben wir es fünf Jahre erfolglos probiert, der Kunde will es einfach nicht. Dass Sie die ganze Zeit am Kunden vorbei probiert haben könnten, ziehen sie nicht in Betracht.“ Auch andere glauben an Mobile Content: „Mobile Datendienste sind ein gigantischer Markt, wenn man es richtig macht“, sagt Richard Witthüser, Geschäftsführer des Inhalteanbieters Magum. Er hat die spezifischen Vor- und Nachteile des Mediums genau analysiert und eine Reihe erfolgskritischer Faktoren identifiziert, die einen Erfolg verhindern. Um den Kunden nach Beseitigung dieser Inhibitoren dann auch zur tatsächlichen Nutzung der Dienste zu bewegen, setzt er auf seine „IIEL-Formel“: Interaktiv, Individualisert, Emotional, Lebensbegleitend sollen die mobilen Inhalte sein.

Diskussion auf der 6. Konferenz Mobile Commerce in Augsburg
Das Thema „Discount versus Content – wohin steuert der Mobilfunkmarkt?“ ist eines der zentralen Themen der 6. Konferenz Mobile Commerce Technologien und Anwendungen, die am 6. und 7. Februar von der Universität Augsburg veranstaltet wird. Witthüser und Pousttchi diskutieren dabei mit Hartmut Herrmann, Geschäftsführer des Discounters Klarmobil GmbH, und John Strand, CEO des Beratungsunternehmens Strand Consult und Experte für die europäischen Mobilfunkmärkte, über die Zukunft des deutschen Mobilfunkmarktes und die Chancen und Erfolgsstrategien für die Beteiligten. Weitere Themen der Konferenz sind Mobile Payment, Mobile Geschäftsprozesse, Mobile Marketing, Mobile Ticketing sowie innovative Forschungsprojekte zu Anwendungen, Plattformen und Systemen. Paneldiskussionen zu den Schwerpunktthemen runden das Vortragsprogramm, das im Internet unter www.mcta.de abgerufen werden kann, ab.
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Pressekontakt:
Dr. Key Pousttchi

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