(openPR) Erdölwochen in Hannover vom 31. Januar - 28. Februar
Abschlussveranstaltung zum EU-Projekt "Schwarzes Gold aus grünen Wäldern - Erdöl in Amazonien"; Höhepunkt: Podiumsdiskussion mit Gästen aus Amazonien am 9. Februar, 17 bis 20 Uhr im Rathaus Hannover
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Ob Auto, Flugzeug, Plastikdose oder Kopfschmerztablette - Erdöl prägt unseren Alltag wie kaum ein anderer Rohstoff. Doch das "schwarze Gold" hat einen hohen Preis: Die weltweit steigende Nachfrage schürt politische Konflikte um begrenzte Reserven, heizt den Klimawandel an und gefährdet zunehmend auch ökologisch sensible Regionen, wie etwa den Amazonas-Regenwald.
Welche dramatischen Folgen es für Mensch und Natur hat, wenn multinationale Ölfirmen solche Regionen rücksichtslos plündern, darauf macht eine Veranstaltungsreihe in Hannover aufmerksam. Die "Erdölwochen" werden vom europäischen Städtenetzwerk Klima-Bündnis e.V. in Kooperation mit dem Agenda21-Büro der Stadt im Rahmen des EU-Projektes "Schwarzes Gold aus grünen Wäldern - Erdöl in Amazonien" organisiert. Auf dem Programm stehen Vorträge, Ausstellungen und ÖlKunst-Aktionen im Regenwaldhaus mit dem Berliner Künstler Michael Müller. Die Besucher können dabei nicht nur selbst Hand anlegen, sondern auch aus erster Hand erfahren, wie die Ölförderung das Leben im Regenwald verändert - zum Beispiel beim Filmabend zur GEO-Reportage "Die Kichwa-Krieger und das Öl" mit Regisseur Holger Riedel und einem indigenen Vertreter vom Volk der Kichwa.
Höhepunkt der "Erdölwochen" ist die öffentliche Podiumsdiskussion am 9. Februar von 17 bis 20 Uhr im Rathaus Hannover. Nach der Eröffnung durch Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg berichten die Rechtsanwältin Lily La Torre aus Peru und Silvio David Malaver Santi vom Volk der Kichwa aus Sarayaku in Ecuador vom Leben "am anderen Ende der Pipeline" und vom ungleichen Kampf gegen die übermächtige Erdölindustrie. Sabine Krieger, Stadträtin für Bündnis 90/Die Grünen aus München und Silvia Hesse, Leiterin des Agenda21-Büros der Stadt Hannover, schildern mit Bildern und persönlichen Eindrücken von einer Klima-Bündnis-Bildungsreise ins Amazonasgebiet, welche Folgen unser "Energiehunger" für andere Teile der Welt hat. Theo Rathgeber vom NGO-Netzwerk "Forum Menschenrechte" leitet die Informationsveranstaltung und anschließende Publikums-Diskussion.
Weitere Informationen bei:
Klima-Bündnis / Alianza del Clima e.V.
Europäische Geschäftsstelle
Silke Lunnebach
Galvanistraße 28
60486 Frankfurt am Main
Tel. 069 / 71 71 39 - 32
www.klimabuendnis.org
www.erdoelinamazonien.org
Landeshauptstadt Hannover
Agenda 21-Büro
Silvia Hesse und Marion Köther
Trammplatz 2
30159 Hannover
Tel. 0511 / 1 68 - 4 50 78 und - 4 98 38
www.agenda21.de
oder unter: www.erdoelinamazonien.org
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Pressekontakt:
Klima-Bündnis/Alianze del Clima e.V.
Sandra Wilcken
Tel. 069-717139-16
Bildmaterial zum Download unter: www.klimabuendnis.org/bilder/klimabuendnis-erdoel-ecuador.jpg
Das Klima-Bündnis
ist das größte Städtenetzwerk zum Klimaschutz in Europa. Aktuell sind über 1300 Mitgliedskommunen aus 15 europäischen Ländern vertreten. Gemeinsame Aufgabe der Mitglieder ist die Ausarbeitung und Umsetzung lokaler Aktionsprogramme zum Klimaschutz und die Zusammenarbeit mit indigenen Völkern zum Erhalt des tropischen Regenwaldes. Partner im Netzwerk ist der Dachverband der Indigenenorganisationen im Amazonasbecken (COICA). 1990 wurde das Klima-Bündnis als gemeinnütziger Verein gegründet, inzwischen repräsentiert das Städtenetzwerk fast 50 Millionen europäische Bürgerinnen und Bürger. Unter den Mitgliedern sind auch zahlreiche Großstädte wie Barcelona, Berlin, Den Haag, Hamburg, Luxemburg, München, Venedig, Wien und Zürich. Derzeit sind 388 deutsche Städte und Gemeinden im Klima-Bündnis vertreten.
www.klimabuendnis.org
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Erdölwochen in Hannover - Details zum Programm
31. Januar, 17.00 - 18.00 Uhr
Ausstellungseröffnung "EnergieDschungel" von Vamos e.V.
Freizeitheim Vahrenwald
Die Ausstellung beschreibt die Gefahren durch die Ölförderung für Mensch und Umwelt im Amazonas-Regenwald. Die Probleme vor Ort werden aus Sicht der indigenen Bewohner geschildert, die von Vertreibung, Bestechung und Enteignung berichten. Aber auch auf Veränderungsmöglichkeiten hier bei uns wird aufmerksam gemacht: Sei es durch einen sparsameren Umgang mit Energie, vor allem Erdöl, oder durch die politische und finanzielle indigener Völker. Bis zum 28. Februar können sich die Besucher im Freizeitheim Vahrenwald Montag bis Freitag von 8.00-21.30 Uhr und Samstag von 11.00-16.00 Uhr einen Einblick verschaffen. Für Gruppen wird auch eine etwa eineinhalbstündige Führung durch den "EnergieDschungel" angeboten. Anmeldung im Agenda 21-Büro der Stadt Hannover unter Tel. 0511 - 168-498 38.
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6. Februar, 15.00 - 18.00 Uhr
ÖlKunst - Malaktion im Regenwaldhaus
Regenwaldhaus Hannover
Erdöl - Fluch oder Segen? Im Rahmen einer ungewöhnlichen Malaktion im Regenwaldhaus Hannover können Kinder und Jugendliche auf kreative Weise versuchen, Antworten zu finden. Angeleitet vom Berliner Künstler Michael Müller und inspiriert von der tropischen Umgebung bringen sie ihre ganz eigenen Vorstellungen vom "Leben am anderen Ende der Pipeline" zu Papier. Der Regenwald und die Bedrohung durch die Erdölförderung stehen dabei im Mittelpunkt.
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6. -12. Februar, 9.00 - 17.30 Uhr
ÖlKunst-Ausstellung im Regenwaldhaus Hannover
Über 300 faszinierende Bilder zeigen das Thema "Schwarzes Gold aus grünen Wäldern - Erdöl in Amazonien" aus einem ganz eigenen Blickwinkel. Mit Stift und Pinsel haben Kinder und Jugendliche aus Klima-Bündnis-Kommunen ihre Vorstellungen auf spielerische und kreative Weise festgehalten - angeleitet vom Berliner Künstler Michael Müller in 16 ÖlKunst-Aktionen an deutschen Schulen. Eine Auswahl ist im im Regenwaldhaus oder unter www.erdoelinamazonien.org zu sehen.
Vernissage: 6. Februar 18.00 Uhr
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8. Februar, 19.00 Uhr
"Die Kichwa-Krieger und das Öl" - Filmabend mit Diskussion
Regenwaldhaus Hannover
Seit Jahren setzt sich die Kichwa-Gemeinde Sarayaku aus dem Amazonasgebiet Ecuadors gegen die argentinische Erdölfirma Compania General de Combustibles (CGC) zur Wehr. Die GEO-Reportage begleitet sie bei der Suche nach einer gemeinsamen Position im Kampf gegen die Erdölförderung. Im Anschluss an den Film können Sie mit Silvio David Malaver Santi vom Volk der Kichwa aus Sarayaku und dem Regisseur Holger Riedel diskutieren.
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9. Februar, 17.00 - 20.00 Uhr
Öffentliche Podiumsdiskussion: Weg vom Öl - die beiden Enden der Pipeline
Neues Rathaus Hannover, Mosaiksaal
Begrüßung: Herbert Schmalstieg, Oberbürgermeister der Stadt Hannover; Einführung: Vom anderen Ende der Pipeline - Eindrücke einer Klima-Bündnis-Reise nach Amazonien und Vorträge der Gäste aus Südamerika
Podium:
*Lily la Torre, Rechtsanwältin aus Peru, beschäftigt sich seit langem mit dem Thema Erdölförderung und deren Auswirkung auf indigene Gemeinschaften - sie hat etliche Bücher dazu verfasst.
*Silvio David Malaver Santi vom Volk der Kichwa kommt aus Sarayaku - eine indigene Gemeinde im Amazonasgebiet von Ecuador, die seit Jahren gegen die Erdölförderung auf ihrem Territorium kämpft.
*Silvia Hesse, Leiterin Agenda21 Büro Hannover und Sabine Krieger, Stadträtin Bündnis 90/Die Grünen aus München sind mit dem Klima-Bündnis europäischer Städte ins Amazonasgebiet gereist, um sich ein eigenes Bild von der Situation "am anderen Ende der Pipeline" zu machen.
Theo Rathgeber vom Forum Menschenrechte leitet die Diskussion.
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