(openPR) Mit der Wahrheit nehmen es die Politiker nicht so genau, wenn es um die Chancen ihrer (Wieder-)Wahl geht. Deshalb ist es unter anderem auch so still geworden um die Banken- und Staatsschuldenkrise. Das dicke Ende kommt aber gewiß nach – nach der Wahl.
Den Sparern wird es an den Krage gehen, den Rentnern und Sozialhilfeempfängern ebenfalls. Auch Mittelständler, die auf kapitalgedeckte Altersversorgung gesetzt haben, werden kräftig Federn lassen müssen. Zinsen unterhalb der Inflationsrate werden sie ebenso ärmer machen wie mögliche Enteignungen zur Rettung von Pleitebanken im Rahmen der geplanten sogenannten europäischen Bankenunion. Schuldenerlasse zugunsten südeuropäischer Pleitestaaten werden Deutschland künftig richtig Geld kosten.
Die soziale Schieflage in Deutschland wird sich dadurch weiter verschlimmern und mehr und mehr auch den Mittelstand betreffen. Denn es sind vor allem die Mitbürgerinnen und Mitbürger mit geringem bis mittleren Einkommen und überschaubaren Ersparnissen, die die Zeche für das undurchdachte und jetzt mit rechtlich fragwürdigen Mitteln perpetuierte Euro-Experiment bezahlen müssen. Das sind ironischerweise diejenigen, die an dem ganzen Schlamassel vollkommen unschuldig sind. Die Schuldigen kassieren dagegen weiter ihre guten – und in gar nicht wenigen Fällen maßlos überzogenen – Gehälter und Pensionen.
Mehr noch. Die bisherige politische Verwaltung – von Bewältigung kann man ja gewiß nicht reden – der Banken- und Staatsschuldenkrise überläßt den Bankstern, Hedgern, Spekulanten, Zockern und Manipulateuren nach wie vor eine riesige saftige Spielwiese, statt sie an die rechtliche Kandare zu legen. So geht der Spielbankbetrieb fröhlich weiter und mit der Einführung einer Bankenunion werden die deutschen Sparer auch noch für Verluste der ungehemmt weiter zockenden und manipulierenden Bankster und Gangster haften.
Dagegen wird nichts getan, um die Bevölkerung vor den absehbaren Folgen einer Fortsetzung dieser Politik zu schützen. Soziale Verwerfungen mit unangenehmen politischen Folgen werden so (billigend?) in Kauf genommen.
Deutschland sollte sich endlich durch eine grundlegende Reform des Bildungs-, Sozial- und Finanzsystems zukunftsfähig machen, anstatt viele Milliarden für unsinnige Subventionen und Geschenke für Parteiklientele zu verplempern. Ein dreistelliger Milliardenbetrag könnte eingespart werden, wenn dieser Verschwendung von Steuergeldern endlich Einhalt geboten würde. Und wenn unser Land schon für die Schulden anderer Euro-Länder haften soll, dann sollte sich Deutschland zu den real negativen Zinsen ebenfalls kräftig verschulden. um so zum Beispiel wichtige Infrastrukturprojekte im Energie- und Verkehrsbereich zu finanzieren.
Eine interessante Untersuchung zu der Idee, die uns sicherlich noch viele Jahre beschäftigende Krise proaktiv für die zukunftsweisende Entwicklung Deutschlands zu nutzen, ist übrigens im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital als eBook erschienen (Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft, ISBN 978-3-943788-18-1, 9,95 Euro).
Die Geschichte beweist, daß Politiker selten klug handeln. Sie beweist auch, daß Politiker es mit dem allgemeinen Wohl, das doch in einer Demokratie für die Politiker das oberste handlungsleitende Kriterium sein müßte, nicht besonders ernst meinen. Entsprechend mies ist die Reputation der Politiker in den Augen der Bevölkerung. Müssen sie aber deshalb diesen schlechten Leumund immer wieder nach Kräften rechtfertigen?
Niemand hat bisher bewiesen, daß Politiker notwendig gegen die Erfordernisse des Allgemeinwohls verstoßen müssen, auch wenn man das vermuten könnte, weil sie doch ihren Parteien und deren Klientele viel mehr verpflichtet sind als der Allgemeinheit. Prof. Querulix redet deshalb Tacheles, in der Hoffnung, wenigstens die Vernünftigen zu erreichen. Ein erster Band mit seinen kritischen und mahnenden Beiträgen zum Zeitgeschehen ist bereits erschienen, ein zweiter wird im Herbst folgen. Der erste Band „Tacheles - Despektierliche Bemerkungen über Volk, Politik und Moral“ (ISBN 978-3-943788-23-5, eBook, 193 S., 9,95 Euro) ist in allen guten (Internet-)Buchhandlungen sowie beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital erhältlich.
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