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Fehlerhafte Testmethoden kosten Leben

07.08.201311:46 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Fehlerhafte Testmethoden kosten Leben
Fehlerhafte Testmethoden kosten viele Menschenleben
Fehlerhafte Testmethoden kosten viele Menschenleben

(openPR) Schockierende Forschung

Ein Szenario mit echten Zahlen: Medizinaltechnikfirma vor dem Aus. 92% ihrer lebensrettenden Beatmungsgeräte funktionieren von Anfang an nicht richtig. Auch von den restlichen Geräten fällt im ersten Jahr die Hälfte infolge teils zum Tode führender Fehlfunktionen aus. Die Quote der funktionierenden Geräte liegt somit bei nur 4%.



Man stelle sich vor: Forscher entwickelten in den letzten Jahren Tests, mit denen man die Geräte besser, zuverlässiger und sicherer machen kann. Diese Testverfahren werden jedoch nicht eingesetzt, da sie genauer und besser sind. Konkret: Sie führen nicht zu den gleichen Testergebnissen wie die veralteten unzuverlässigen Testmethoden – was im Fachjargon «fehlende Validierung» genannt wird. Aus diesem Grund akzeptieren die Zulassungsbehörden diese Testmethoden jedoch nicht. Die Firma setzt die besseren Testmethoden deshalb nicht ein und bringt weiterhin 96% fehlerhafte Geräte auf den Markt.

So etwas wäre unvorstellbar wird jeder sagen. In einem anderen medizinischen Bereich, der Medikamentenentwicklung, läuft es jedoch genau so ab. Laut offiziellen Zahlen der amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) fallen in den Untersuchungen am Menschen bis zu 96% aller zuvor im Tierversuch als sicher und potentiell wirksam eingestuften Medikamente durch. Also sage und schreibe nur 4% der entwickelten Medikamente gelten schlussendlich als für Menschen potentiell wirksam und ungefährlich.

Dazu Oberarzt Dr. med. Walz: «Mit innovativen, tierfreien Forschungsmethoden lassen sich genauere Ergebnisse erzielen als mit der höchst fehlerhaften Methode des Tierversuchs. Trotzdem müssen bessere Forschungsmethoden zu den gleichen Ergebnissen wie Tierversuche führen, um zugelassen zu werden. Eine unvorstellbare Tatsache! Tagtäglich bezahlen unzählige Menschen und Tiere für diese ignorante Praxis mit ihrem Leben, denn Tierversuche verkennen Gefahren für Menschen und zeigen andererseits Gefahren auf, wo gar keine sind.»
Alleine die EU geht in einem aktuellen Bericht von jährlich 200 000 toten EU-Bürgern infolge unerwünschter Nebenwirkungen aus. In den USA gilt der Tod durch Nebenwirkungen als die fünfthäufigste Todesursache.
Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG: «Es ist allerhöchste Zeit, endlich mit dem Mythos Tierversuch aufzuräumen! Unzählige Leben hätten mit besseren Methoden schon gerettet werden können. Wie viele müssen noch sterben, bis die Forschung endlich die besten Testmethoden einsetzt?»

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert seit langem, dass die besten zur Verfügung stehenden Testmethoden angewendet werden. Um diese zu ermitteln, muss eine konsequente Vergleichsuntersuchung von humanbiologischen Tests und Tierversuchen im Vergleich mit bekannten Daten aus der Humanmedizin durchgeführt werden.
Die AG STG fordert endlich ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, müssen wir uns vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für schnellere, preiswertere und vor allem zuverlässigere Forschungsmethoden.

Die AG STG-Untersuchung über aktuelle Rückzüge von Medikamenten – infolge im Tierversuch nicht erkannter schwerwiegender Nebenwirkungen – ist online abrufbar unter:
http://www.agstg.ch/component/content/article/55-medien/medienmitteilungen/323-medienmitteilung-vom-04-oktober-2012-medikamentenversager-keine-zuverlaessige-sicherheit-fuer-patienten.html

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