(openPR) Der demografische Wandel ist deutlich spürbar und viele Unternehmen suchen nach Lösungen, um sich Mitarbeiter für die Zukunft zu sichern. Vom Rückgang der Auszubildenden ist auch das Stuckateur-Handwerk betroffen und daher sucht deren Fachorganisation nach Lösungen, um den Fachkräftebedarf der Mitgliedsbetriebe langfristig decken zu können. Nun ist es dem Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden-Württemberg (SAF) gelungen, 20 junge Spanier zum Abschluss eines Ausbildungsvertrages mit Stuckateurbetrieben zu gewinnen.
Neben vielfältigen Aktivitäten im Inland, die neben der „normalen dualen Berufsausbildung“ auch Projekte zur Förderung lernschwächerer Schulabgänger sowie mit einem Studienmodell dual (Handwerk und Gebäudeklimatik) die Zielgruppe Abiturienten anspricht, hat das Stuckateur-Handwerk damit ein erstes Projekt mit spanischen Bewerbern gestartet. Spanische Jugendliche aus der Gegend um Madrid wurden für den Deutschen Arbeitsmarkt fit gemacht. 32 in einem im Frühjahr in Leonberg durchgeführten Assessmentcenter ausgewählte Jugendliche gingen in Spanien auf eine Sprachschule und erhielten einen Intensivkurs im Fach Deutsch.
Zusätzlich wurden die jungen Menschen mit kulturellen Gepflogenheiten und Werten unserer deutschen Gesellschaft vertraut gemacht, um schnell eine gute und langfristige Eingliederung in den deutschen Arbeitsmarkt sicherstellen zu können. Die im Juli 2013 durchgeführten Betriebspraktika mündeten nun in den Abschluss von 20 Ausbildungsverträgen zwischen Innungs-Fachbetrieben und Praktikanten.
Da in vielen europäischen Ländern derzeit eine extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit herrscht, etwa in Spanien, Griechenland und Bulgarien, beabsichtigt das Deutsche Stuckateur-Handwerk aufgrund der gesammelten Erfahrungswerte, auch in anderen Regionen Deutschlands und der Europäischen Union Berufsnachwuchs anzuwerben.
„Unsere neuen Auszubildenden aus Spanien sind zwischen 23 und 25 Jahre alt. Sie leben in der Regel noch in ihren Familien. Umso wichtiger ist es, sie in Etappen auf diesen bedeutenden Schritt vorzubereiten“, unterstreicht Wolfram Kümmel, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes der Stuckateure für Ausbau und Fassade. „Deshalb haben wir dieses Projekt sehr verantwortungsbewusst mit unseren interessierten Mitgliedsbetrieben vorbereitet.“
In der Berufsschule und der überbetrieblichen Ausbildung kann der baden-württembergische Stuckateurverband somit als erste deutsche Berufsorganisation überhaupt eine komplette Fachklasse für die jungen Spanier einrichten, in der auch die erforderlichen Sprachkenntnisse zusätzlich vermittelt werden. Sozialpädagogen kümmern sich zudem landesweit um die Betreuung, damit die jungen Spanier den Übergang in ihren neuen Lebensabschnitt erfolgreich meistern. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch die Sto-Stiftung.








